Alle Artikel von Schumann

Es geht um die Anschlussfähigkeit von Wissen innerhalb und außerhalb der wissenschaftlichen Community

Dr. Benedikt Fecher

Open Science und Wissenschaftskommunikation   

“Wir tun so, als ob der wissenschaftliche Zeitschriftenartikel das einzige Medium ist, das Wissen enthalten und erzeugen kann”

INTERVIEW mit Benedikt Fecher, Forschungsprogrammleiter „Wissen & Gesellschaft“ am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, das Themen im Schnittfeld von Wissenschaft und Digitalisierung sowie Bildung und Digitalisierung behandelt. Fecher ist aktives Mitglied in der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Implikationen der Digitalisierung für die Qualität der Wissenschaftskommunikation“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Mitherausgeber des Blogjournals „Elephant in the lab“, das sich kritisch mit dem Wissenschaftssystem auseinandersetzt. Außerdem initiierte er die „Impact School: Science Transfer in the 21st century“ für Nachwuchsforschende. Wir haben mit ihm über die Messung wissenschaftlichen Erfolgs gesprochen und darüber, welche Aussagekraft die dabei verwendeten Metriken in Zeiten der Digitalisierung haben. Weiterlesen

Digitaltag am 19. Juni: DIPF und Deutscher Bildungsserver sind dabei!

Social Media_allgemein

Mit Webinaren, Videos und Podcasts Einblicke in die Möglichkeiten von Bildung in der digitalen Welt gewinnen

Der erste bundesweite Digitaltag findet am 19. Juni online statt. Unter dem Hashtag #digitalmiteinander und auf der Webseite www.digitaltag.eu will der Aktionstag die Digitalisierung mit zahlreichen Online-Formaten erklären, erlebbar machen, Wege zu digitaler Teilhabe aufzeigen und auch Raum für kontroverse Debatten schaffen. Organisiert wird er von der Initiative “Digital für alle”.
Weil Bildung immer digitaler wird, in Zeiten von Corona um so mehr, sind auch das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation und der Deutsche Bildungsserver mit zahlreichen Aktionen aus den Abteilungen vertreten: vom Webinar zur neuen Ferdi-App über zahlreiche Podcasts zu Bildungsthemen bis hin zu einem Quiz. Dazu eingeladen sind alle, die Zeit und Lust haben, an diesem Tag virtuell aktiv zu sein und einen Einblick in die Möglichkeiten von Bildung in einer digitalen Welt bekommen wollen. Weiterlesen

„Gute Schulen sind demokratische Schulen“

Christian Welniak

Lehrkräfte müssen Lebenswelten und Bedürfnisse ihrer Schüler selbstverständlicher in die Unterrichtsgestaltung einbeziehen

INTERVIEW mit Christian Welniak, Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe). Die DeGeDe wurde 2005 gegründet, um die Erkenntnisse aus dem BLK-Programm „Demokratie lernen und leben“ weiter zu entwickeln und demokratische Bildung in Schulen und Einrichtungen für Kinder und Jugendliche zu fördern. Sie verleiht seit 2015 alle zwei Jahre den Preis für demokratische Schulentwicklung „DemokratieErleben“ und hat 2018 das Bündnis „Bildung für eine demokratische Gesellschaft“ initiiert, dem mittlerweile mehr als 60 Organisationen angehören. Herrn Welniak haben wir gefragt, wie es um die Demokratiebildung in Deutschlands Schulen bestellt ist, worauf es bei demokratischer Schulentwicklung ankommt und welche Ansätze besonders fruchtbar sind.

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“Kurz vor Projektabschluss ist kaum mehr Zeit für die Dokumentation der Forschungsdaten.”

Schreyer Jung

Forschende sollten ihre Scheu überwinden und so früh wie möglich den Kontakt zu Forschungsdatenzentren suchen

Nachnutzung von Forschungsdaten (5) – Die Reihe erscheint in Zusammenarbeit mit dem Verbund Forschungsdaten Bildung.

GESPRÄCH mit Patrick Schreyer, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der TALIS-Videostudie Deutschland, und Nadeshda Jung, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Verbund Forschungsdaten Bildung und beim Forschungsdatenzentrum Bildung, die bei der Aufbereitung und Dokumentation der bei der TALIS-Videostudie Deutschland entstandenen Videoaufzeichnungen sehr eng kooperiert haben. Hier berichten der Doktorand und die Dokumentarin des DIPF | Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation über ihre Zusammenarbeit: Warum sie schon in einer so frühen Phase der Projektbeantragung begann, was sie voneinander gelernt haben und warum sie allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern empfehlen, sich so früh wie möglich an Forschungsdatenzentren zu wenden. Weiterlesen

“Interaktivität spielt eine große Rolle bei der Entwicklung eines guten Lernunterstützungssystems.“

Prof. Wollersheim


Wie Merkmale des Kompetenzerwerbs in ein KI-gestütztes Mentoringsystem des Projekts tech4comp Eingang finden

INTERVIEW mit Heinz-Werner Wollersheim von der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig. Der Professor für Allgemeine Pädagogik koordiniert den BMBF-geförderten Forschungsverbund tech4comp (Personalisierte Kompetenzentwicklung durch skalierbare Mentoringprozesse) mit seinen bundesweit acht Standorten und betreut das Teilprojekt “Didaktische Modellierung und zentrale Steuerung”. Hier erläutert er, welche Merkmale des Kompetenzerwerbs und des Mentorings es ermöglichen, lernprozessbezogene Daten zu erheben, um ein erfolgversprechendes Lernunterstützungssystem aufzusetzen – und warum der Einsatz solcher Mentoringsysteme für klassische deutsche Hochschulen durchaus vielversprechend ist. Für die Entwicklung wurden zwei Testumgebungen aufgesetzt, eines für Studierende der Mathematik und mathematiknaher Fächer, ein anderes für die Bildungswissenschaft, genauer gesagt: für die Lehrerbildung. Weiterlesen

“Menschen haben ein Recht auf ein Leben ohne rassistische oder antisemitische Gewalt oder Verletzungen”

Draupadi Fitz

Betroffene erfahren häufig wenig Solidarität und werden damit ein zweites Mal zu Opfern gemacht

Bildungsberatung (7): „response.“ – Beratungsstelle für Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Hessen

INTERVIEW mit Draupadi Fitz, Mitarbeiterin von „response.“, der Beratung für Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Hessen, die in der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main angesiedelt ist. response bietet ein niedrigschwelliges und umfangreiches Beratungsangebot für Opfer von rechter rassistischer antisemitischer Gewalt. Welche Auswirkungen solche verbalen und physischen Angriffe auf die betroffenen Menschen haben und wie in der Beratung darauf eingegangen wird, davon berichtet Frau Fitz in diesem Gespräch. Und sie gibt auch gleich ein paar Empfehlungen, wie man sich in konkreten Fällen mit den Betroffenen solidarisch zeigen kann. Weiterlesen

“Open Science ist für mich eine grundsätzliche Einstellung gegenüber Wissenschaft“

Dr. Isabel Steinhardt

Über Erfahrungen beim Einsatz eines digitalen Tools in der sozialwissenschaftlichen Forschung

FRAGEN AN Dr. Isabel Steinhardt von der Universität Kassel, die als Fellow im Programm Freies Wissen ein Projekt zur kollaborativen Online-Interpretation konzipiert und durchgeführt hat. Sie hat ausprobiert, ob man es mit einem selbstentwickelten, digitalen Tool schafft online gemeinsam Gesprächssequenzen zu interpretieren – und was dabei herauskommt. Auf der Basis der virtuellen Forschungsumgebung “Semantic Collaborative Corpora Analysis for Humanities and Social Sciences”, kurz: Semantic CorA, hat sie das Tool kollaborativ Online-Interpretieren (KolloIn) entwickelt und zweimal ausprobiert. Hier erzählt die Sozialwissenschaftlerin von ihren Erfahrungen und Erkenntnissen und warum ihr Open-Science-Praktiken so wichtig sind. Weiterlesen

„Wir wollen Lehramtsstudierende in schwierigen Unterrichtssituationen handlungsfähig machen.“

Die-Herren-Richter

Wie Virtual Reality in der Lehrerbildung eingesetzt werden kann

 FRAGEN AN Prof. Dr. Dirk Richter, Professor für Erziehungswissenschaftliche Bildungsforschung, und Eric Richter, Akademischer Mitarbeiter an der Universität Potsdam. Die beiden haben gemeinsam eine vom Institut für Informatik und Computational Science entwickelte Virtual-Reality-Anwendung (VR) genutzt, um damit Unterricht und den Umgang mit Störungen zu simulieren. Mit praktischen Übungen in einem virtuellen Klassenzimmer führen sie Studierende in die Geheimnisse der Klassenführung ein und vermitteln ihnen ein für verschiedene Unterrichtssituationen angemessenes Handlungsrepertoire. Der Einsatz von VR-Anwendungen interessiert sie aber nicht nur auf der praktischen Ebene, auch auf wissenschaftlicher Ebene ergeben sich interessante Fragestellungen – zum Beispiel inwieweit die durch das virtuelle Training erworbenen Kompetenzen auch in realen Stresssituationen erfolgreich eingesetzt werden können. Weiterlesen

„Mit unseren Datenbeständen kann man eine Fülle von Forschungsfragen bearbeiten“

Dana Müller

Forschungsdatenzentren stellen sich vor (8): Das FDZ der Bundesagentur für Arbeit im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

INTERVIEW mit Dana Müller, Forschungsbereichsleiterin beim Forschungsdatenzentrum der Bundesagentur für Arbeit im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das FDZ im IAB wurde 2004 auf Betreiben der Kommission zur Verbesserung der informationellen Infrastruktur zwischen Wissenschaft und Statistik gegründet und stellt der Forschungsgemeinschaft die vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und der Bundesagentur für Arbeit erhobenen Daten zur Verfügung. Dabei ist das FDZ selbst aktiv in der empirischen Forschung und auch an internationalen Forschungsprojekten beteiligt; Schwerpunkte liegen dabei auf Verknüpfungsmöglichkeiten von Prozess- und Umfragedaten sowie auf inhaltlichen Analysen zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Für Dana Müller ist es vor allem die Forschung mit den eigenen Daten, die die Qualität der Arbeit des Forschungsdatenzentrums ausmacht: „Wenn man aus eigener Erfahrung weiß, was Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler benötigen, lassen sich die Analysepotenziale von Daten am besten optimieren.“

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