Alle Artikel von Schumann

Niedrigschwellig und ergebnisoffen: Aufsuchende Beratung in Alphabetisierung und Grundbildung

Bildungsberatung (3)

In Deutschland gibt es mehr als sieben Millionen Erwachsene, die so geringe Lese- und Schreibkenntnisse haben, dass sie kaum Texte lesen und schreiben können. Und weil diese hohe Zahl funktionaler Analphabeten vielen nicht bekannt ist, macht das Projekt „ALFA-Mobil“ mit seinen beiden Standorten Münster und Berlin in ganz Deutschland Werbung für Lese- und Schreibkurse. Gemeinsam mit Kursanbietern vor Ort beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ALFA-Mobils betroffene Erwachsene und informieren die Öffentlichkeit über Alphabetisierung und Grundbildung. Finanziert werden die beiden Alfa-Mobile vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung“ 2016 bis 2026. Wir sprechen mit Tim Henning, Projektleiter am Standort Münster über die Arbeit des ALFA-Mobils.

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„Beim Einsatz von digitalen Lernangeboten darf man nicht in den Kategorien „Entweder-Oder“ denken!“

Das digitale Lernsystem azubi:web unterstützt die duale  Ausbildung in Berufen der Gastronomie

Was bewegt die berufliche Bildung? (6)

FRAGEN AN Michael Hoffmann, Gründer von generation:l, dem Unternehmen das die digitale Lernplattform zur Unterstützung der Ausbildung in Berufen der Gastronomie mitsamt Applikationen entwickelt und betreibt: Das azubi:web. Es kam vor drei Jahren auf den Markt, aktuell arbeiten 450 Unternehmen und insgesamt 8.000 Azubis damit – und täglich kommen neue dazu. Das digitale Lernsystem bietet angehenden Gastronomie- und Hotelfachkräften viele verschiedene Lernmöglichkeiten und –angebote. Dabei folgt das Lernspiel dem Rahmenlehrplan des jeweiligen Ausbildungsberufs und bereitet auf die Zwischen- und Abschlussprüfungen vor. Man durchläuft spielerisch Ausbildungsabteilungen und –bereiche und beantwortet Quizfragen – dank der App unabhängig von Ort- und Zeit. Zu jedem Thema werden gezielt vertiefende Informationen und Wiederholungen bereitgestellt. Die interaktive Lernplattform wird zurzeit auf die Berufe Verkäufer/-in und Kaufleute im Einzelhandel – ausgeweitet.

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Offene Bildungsmedien erfolgreich nutzen

Open Educational Resources (5)

Wie das DIPF einen zentralen Bereich der digitalen Bildung langfristig unterstützt

Prof. Dr. Marc Rittberger, Stellvertretender Geschäftsführender Direktor des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und Direktor des „Informationszentrums Bildung“

DAS WORT HAT Professor Dr. Marc Rittberger (Beitrag aus DIPF informiert Nr.26)

Am Anfang stand ein Beschluss der Kultusministerien der Länder, der eigentlich in eine ganz andere Richtung zielte. Sie hatten sich Ende des Jahres 2011 vertraglich dazu verpflichtet, Schulrechner systematisch nach urheberrechtswidrig erstellten Kopien von Produkten der Schulbuchverlage durchsuchen zu lassen: mit sogenannten Schultrojanern. Auch wenn dieser Plan nach heftigen Protesten bereits im April 2012 wieder aufgegeben wurde, setzte er doch nachhaltig eine neue Entwicklung in Gang, von der unsere Gesellschaft heute sehr profitiert. Denn als Reaktion formierte sich eine Bewegung mit der Motivation, eigene Lehr-Lern-Materialien zu erstellen, zu nutzen und diese Materialien Dritten möglichst frei zur Verfügung zu stellen. Heute bilden diese „Open Educational Resources“ (OER) einen zentralen Aspekt der Digitalisierung von Bildung. Den Weg dahin haben das DIPF und der vom Institut koordinierte Deutsche Bildungsserver von Anfang an begleitet – und sie unterstützen die Entwicklung weiterhin an vielen Stellen.

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„E-Commerce-Kaufleute lernen schon in der Ausbildung, dass sich ihr Arbeitsumfeld ständig verändern wird.“

Was bewegt die berufliche Bildung? (5)

Zum 1. August beginnt erstmals die Ausbildung zum „Kaufmann/Kauffrau E-Commerce“. An der Entwicklung des für Branchen wie Groß- und Einzelhandel, Tourismus, Banken und Versicherungen so wichtigen Berufsbilds waren viele Verbände beteiligt: Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland, der Hauptverband des deutschen Einzelhandels, der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen und der Deutsche Reiseverband. In einem zweijährigen Prozess haben sie gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) das Tätigkeitsprofil, die Rahmenbedingungen und die Lerninhalte des ersten für die digitale Wirtschaft geschaffenen Beruf entwickelt.
FRAGEN AN Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh), warum der neue Beruf so unentbehrlich ist, worin genau der Unterschied zu den herkömmlichen Kaufmannsberufen liegt und welche neuen Qualifikationen und Kompetenzen vermittelt werden.

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„Beratung ist viel selbstverständlicher geworden – auch die Studienberatung an Hochschulen“

Bildungsberatung (2)

INTERVIEW mit Martin Scholz, der an der Leibniz-Universität Hannover die Studienberatung leitet und gleichzeitig Vorsitzender der Gesellschaft für Information, Beratung und Therapie an Hochschulen (GIBeT) ist. Wir sprachen mit ihm über den Beratungsbedarf bei Studierenden und Studienwilligen und über die hohen Anforderungen an die Arbeit von Studienberaterinnen und -beratern. Die Spannbreite der Anfragen und Probleme, mit denen sie umgehen müssen, ist groß: Sie reichen von ungesicherter Studienfinanzierung und nicht bestandenen Prüfungen über Lern- und Arbeitsstörungen, Fachwechsel oder Studienabbruch bis hin zu psychosozialen Anliegen.

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Eine Plattform für alle, die sich in Forschung, Lehre oder Studium für die pädagogische Praxis der Schule interessieren

Forschungsdatenzentren stellen sich vor (4): Das Archiv für pädagogische Kasuistik an der Goethe-Universität Frankfurt

Wer sich im Studium, im Rahmen seiner Forschungen oder in der Lehre für pädagogisches Handeln, unterrichtliche Interaktionen und pädagogische Praxis interessiert und protokollierte Ausschnitte dieser Wirklichkeit analysieren und rekonstruieren will, ist beim Archiv für pädagogische Kasuistik (ApaeK) an der Goethe-Universität Frankfurt genau richtig. ApaeK, geleitet von Prof. Dr. Mirja Silkenbeumer ist eine in Umfang und Qualität einzigartige Sammlung von über 3000 Datensätzen bestehend aus Beobachtungsprotokollen, Unterrichtstranskripten und anderen Dokumenten. Besonders ist die Sammlung, die 2001 begonnen wurde, unter anderem auch deshalb, weil sie über Transkriptionen kompletter Unterrichtstunden verfügt.

INTERVIEW mit Dr. Helge Kminek, dem Administrator der Archivdatenbank. Weiterlesen

„Überbetriebliche Bildungsstätten, Berufsschulen und Betriebe müssen enger zusammenarbeiten.“

Was bewegt die berufliche Bildung? (4)

INTERVIEW mit Dr. Sabine Liedtke, die bei der Handwerkskammer (HWK) Berlin das vom BMBF und BIBB geförderte Projekt DiQua – Digitale Qualifizierungsoffensive in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten koordiniert. DiQua ist eines der acht Pilotprojekte im Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung, das in Kompetenzzentren gefördert wird. Das DiQua-Projektteam analysiert dazu typische Arbeitsprozesse in erfolgreichen Tischlereien und Maler- und Lackierbetrieben und definiert digitale Kompetenzen für die überbetriebliche Aus- und Weiterbildung der beiden Gewerke. Die Analysen in den Betrieben können aber nur Anhaltspunkte für Empfehlungen dafür liefern, wie die Ausbildung gestaltet werden muss, sagt Sabine Liedtke, denn „letztlich bilden überbetriebliche Bildungsstätten nicht für die Belange eines Betriebs, sondern für das ganze Berufsbild aus.“

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„Die Digitalisierung wird am Ende vor keinem Beruf halt machen.“

Was bewegt die Berufliche Bildung (3)?

INTERVIEW mit Alexandra Kurz, Leiterin des Arbeitsbereichs Überbetriebliche Berufsbildungsstätten im BIBB zum Sonderprogramm Digitalisierung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten. Das Programm soll dabei unterstützen, digitale Technologien und Prozesse in der Ausbildung zu verankern. ÜBS sind dafür geeignete Lernorte, denn hier werden über die Ausbildung im Betrieb hinaus Kompetenzen für verschiedene Gewerke erworben, die im betrieblichen Teil der dualen Ausbildung nicht abgebildet werden können. Mit dem Sonderprogramm unterstützt das BIBB die ÜBS dabei, ihre Qualifizierungsangebote an die Digitalisierung der Arbeitswelt anzupassen. Wie das Programm aufgebaut ist und wie es angenommen wird, darüber sprachen wir mit Alexandra Kurz: Weiterlesen

Wie steht es um die Qualität der Bildungsberatung?

Bildungsberatung   (1)

DAS WORT HAT…..Karen Schober, Vorsitzende des Nationalen Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung e.V. (nfb) und Mitautorin der Broschüre „Professionell beraten: Qualitätsstandards für die Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung“, die sie gemeinsam mit Prof. Dr. Christiane Schiersmann im Rahmen des BeQu-Projekts erarbeitet hat. Im Beitrag zeichnet Karen Schober ein Bild der Beratungslandschaft in Deutschland, erörtert, was Qualität in der Bildungsberatung bedeutet und wie sie entsteht, beschreibt wichtige Qualitätsstandards und beschäftigt sich kritisch mit Qualitätstestierungen. Bei der Qualitätsentwicklung geht es ihr nicht um das Abarbeiten von Checklisten, sondern um das Wohl der Ratsuchenden. Weiterlesen

„Der Fachinformationsdienst Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung lebt vom Engagement seiner Community“

Über den Service können Wissenschaftler internationale Publikationen bestellen, die sie für ihre Forschung benötigen

INTERVIEW mit Dr. Julia Kreusch, Koordinatorin des Fachinformationsdienstes (FID) Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung beim DIPF, über die neuen Angebote des Fachinformationsdienstes im Fachportal Pädagogik für die Fachcommunity. Für sie sind die Mehrwerte des FID offensichtlich: Der Buchbestelldienst direkt auf den Schreibtisch, die Möglichkeit internationale Zeitschriften zum Erwerb oder zur Lizenzierung vorzuschlagen und, nicht zuletzt, die beträchtlichen Vorteile elektronischer Ressourcen für die Forschungsarbeit.

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