Alle Artikel von Schumann

Offene Bildungsmedien erfolgreich nutzen

Open Educational Resources (5)

Wie das DIPF einen zentralen Bereich der digitalen Bildung langfristig unterstützt

Prof. Dr. Marc Rittberger, Stellvertretender Geschäftsführender Direktor des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und Direktor des „Informationszentrums Bildung“

DAS WORT HAT Professor Dr. Marc Rittberger (Beitrag aus DIPF informiert Nr.26)

Am Anfang stand ein Beschluss der Kultusministerien der Länder, der eigentlich in eine ganz andere Richtung zielte. Sie hatten sich Ende des Jahres 2011 vertraglich dazu verpflichtet, Schulrechner systematisch nach urheberrechtswidrig erstellten Kopien von Produkten der Schulbuchverlage durchsuchen zu lassen: mit sogenannten Schultrojanern. Auch wenn dieser Plan nach heftigen Protesten bereits im April 2012 wieder aufgegeben wurde, setzte er doch nachhaltig eine neue Entwicklung in Gang, von der unsere Gesellschaft heute sehr profitiert. Denn als Reaktion formierte sich eine Bewegung mit der Motivation, eigene Lehr-Lern-Materialien zu erstellen, zu nutzen und diese Materialien Dritten möglichst frei zur Verfügung zu stellen. Heute bilden diese „Open Educational Resources“ (OER) einen zentralen Aspekt der Digitalisierung von Bildung. Den Weg dahin haben das DIPF und der vom Institut koordinierte Deutsche Bildungsserver von Anfang an begleitet – und sie unterstützen die Entwicklung weiterhin an vielen Stellen.

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„E-Commerce-Kaufleute lernen schon in der Ausbildung, dass sich ihr Arbeitsumfeld ständig verändern wird.“

Was bewegt die berufliche Bildung? (5)

Zum 1. August beginnt erstmals die Ausbildung zum „Kaufmann/Kauffrau E-Commerce“. An der Entwicklung des für Branchen wie Groß- und Einzelhandel, Tourismus, Banken und Versicherungen so wichtigen Berufsbilds waren viele Verbände beteiligt: Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland, der Hauptverband des deutschen Einzelhandels, der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen und der Deutsche Reiseverband. In einem zweijährigen Prozess haben sie gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) das Tätigkeitsprofil, die Rahmenbedingungen und die Lerninhalte des ersten für die digitale Wirtschaft geschaffenen Beruf entwickelt.
FRAGEN AN Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh), warum der neue Beruf so unentbehrlich ist, worin genau der Unterschied zu den herkömmlichen Kaufmannsberufen liegt und welche neuen Qualifikationen und Kompetenzen vermittelt werden.

Martin Groß-Albenhausen, Stv. Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland

Herr Groß-Albenhausen, warum war es notwendig einen neuen Beruf zu schaffen?

Das Thema E-Commerce bringt ein grundlegend neues Verständnis von Handel mit sich, das bestehende Strukturen nicht stützen können. Im Gegensatz zum Groß- und Einzelhandel, die mit physisch anwesenden Kunden zu tun haben, geht es im E-Commerce nämlich ausschließlich darum, auf digitalen Wegen zu verkaufen. Man muss verstehen, wie sich ein Kunde durch den Shop bewegt, welche Fragen er im Kopf hat und ihn dann digital leiten.

Die Grundlage dafür bilden Fotos, Videos, Texte; dazu kommen Produktdaten und Logistikdaten und Kennzahlen aus dem Marketing. E-Commerce ist ein sehr datengetriebenes Geschäft.

„Man muss mit Daten umgehen können und Kunden mit unterschiedlichen Endgeräten durch den Kaufprozess leiten.“

Was lernen E-Commerce-Kaufleute, was andere Kaufleute nicht können?

Im ersten Ausbildungsjahr beschäftigt man sich mit Produktdaten und lernt Tools zur Analyse des Kundenverhaltens kennen. Im zweiten Jahr stehen Service und Prozesse im Mittelpunkt: Wie handhabt man Kundenfragen oder die Kommunikation auf verschiedenen Kanälen wie Chats, Whatsapp, E-Mail oder Telefon. Man lernt viel über das Verhalten von Kunden, übrigens auch dadurch, dass sie bestimmte Dinge nicht tun, zum Beispiel das Produkt eben nicht in den Warenkorb legen. Für den E-Commerce-Kaufmann kann das bedeuten, dass er diesem technisch identifizierbaren Kunden das Produkt künftig nicht mehr anzeigt. Das Verständnis für solche Prozesse muss erlernt werden, genauso wie der absolut rechtskonforme Umgang mit Cookies, die dieses Wissen überhaupt erst erzeugen. Das dritte Lehrjahr ist der Steuerung der Prozesse gewidmet: Wie setzt man verschiedene Kennzahlen aus dem Marketing zueinander in Bezug? Was bedeutet zum Beispiel eine höhere Öffnungsquote von Newslettern auf Smartphones als auf stationären Computern dafür, wie viele Angebote tatsächlich verkauft werden? Oder wie verändert eine höhere Anzahl von Kunden, die über Preisvergleichsseiten kommen, die Wiederkäufer-Quote in meinem Onlineshop? Wie wird aus vielen kleinen Einzelentscheidungen eine große Entscheidung? Es geht um kaufmännische Steuerung und Kontrolle und auch ums große Ganze: Wie wirken sich neue technische und wirtschaftliche Entwicklungen speziell auf mein Geschäft, aber auch auf den gesamten Handel aus?

„In diesem Beruf beschäftigt man sich nicht mit dem was ist, sondern dem was sein wird.“

Die Branche steht unter einem wahnsinnigen technologischen Druck, ständig neue Geschäftsmodelle zu denken. E-Commerce-Kaufleute lernen deshalb bereits in der Ausbildung, dass sich ihre Arbeitsweisen und ihre Arbeitsprozesse ständig weiterentwickeln und verändern.

Welche Kompetenzen müssen also vermittelt werden?

Grafik aus der behv-Präsentation „Kaufleute im E-Commerce – Ausbildung und Qualifizierung für die Digitalisierung“

Der Deutsche Qualifikationsrahmen unterscheidet ja fachliche, personale und soziale Kompetenzen. Fachlich gesehen sind richtiger Einsatz und zielführender Umgang mit unterschiedlichen Softwaretechnologien wie Website-Programmen, Produktinformationssystemen, Shop-Systemen oder CAM-Systemen grundlegende Kompetenzen. Aber E-Commerce-Kaufleute sind keine Nerds, die allein vor ihrem Bildschirm sitzen! Personale und soziale Kompetenzen sind wichtig für die Zusammenarbeit mit der Marketingabteilung oder mit dem Fotografen, denen die E-Commerce-Kauffrau erklären muss, was wie gemacht werden soll. Außerdem braucht es analytisches Verständnis: Man muss Kennzahlen wahrnehmen, analysieren und steuern können. Beispiel: Ein Produkt hat sehr hohe Retouren. Woran liegt es? Liegt der Grund im Produkt an sich? Verspricht die Werbung Falsches oder ist nicht passgenau? Ist der Transportdienstleister unzuverlässig? Um dem auf die Spur zu kommen, muss man alle Kennzahlen kennen, sie wahrnehmen und zu deuten wissen. Eine große Rolle spielt auch das projektorientierte, das agile Arbeiten. Denn im E-Commerce wird Arbeit anders organisiert als im Handel sonst üblich. Und last but not least sind gute Englischkenntnisse wichtig!

Wie verändert sich die Ausbildung in den Betrieben selbst?

Groß- und Einzelhandelbetriebe, die schon lange ausbilden, sind froh, dass sie für ihr E-Commerce jetzt Azubis bekommen, die dem Tätigkeitsprofil wirklich entsprechen. Bei den bislang ausgebildeten Marketing- und Kommunikationsleuten oder Groß- und Außenhändlern war die Schnittmenge wegen der vielen digitalen Prozesse doch zu gering. Aber es gibt auch viele E-Commerce-Unternehmen, die mit Bachelor-Absolventen arbeiten und deshalb noch nie ausgebildet haben.

„Manche Betriebe müssen ihre Arbeitsorganisation und –prozesse grundsätzlich neu überdenken.“

Diese Betriebe tun sich etwas schwerer, müssen grundsätzlich überlegen, wie sie ihren Betrieb organisieren: Welche Ausbildungsstationen benötigen wir? Zu wem geht er oder sie? Wo sollen sie sitzen – solche Sachen. Und: Sie brauchen einen Ausbilderschein! Das sind schon Hindernisse, zumal vielen der Umgang mit so jungen Menschen unter 20 noch nicht vertraut ist. Umfragen in unserem Verband zeigen aber, dass 90% der Unternehmen ausbilden wollen.

Wie ist das Zusammenspiel mit den Berufsschulen?

Da muss sich noch einiges zurecht ruckeln! Manche Ausbildungsverträge kamen nicht zustande, weil Betriebe nicht wussten, in welche Berufsschulen sie ihre Azubis schicken sollten. Da neue Klassen erst ab einer Mindestschülerzahl eingerichtet werden, und das nicht in allen Regionen möglich ist, wird oft das Modell der zentralen Blockbeschulung gewählt: In Hessen zum Beispiel, aber auch in anderen Ländern, absolvieren Azubis in einer Landesfachklasse mehrwöchige Kurse an einer Berufsschule, z.T. mit angegliedertem Internat. Für die Betriebe ist das positiv, weil dann wirklich nur für den E-Commerce relevante Inhalte bearbeitet werden. Im anderen Modell, der gemeinsamen Beschulung, werden zwei oder drei Azubis in eine Klasse mit Groß- und Einzelhandelskaufleuten gesteckt und die spezifischen Inhalte über binnendifferenzierten Unterricht abgedeckt. Aber die Lerninhalte passen inhaltlich und in der zeitlichen Abfolge nicht wirklich gut zusammen.

Und wie werden die Lehrerinnen und Lehrer auf die neuen Inhalte vorbereitet?

Für die neuen Lernsituationen im E-Commerce entwickeln viele Berufsschulen gerade Workshops zur Lehrerfortbildung. Dies führt in unseren Augen aber zu einem eher heterogenen Fachwissen. Deshalb haben wir uns gemeinsam mit den anderen Verbänden entschlossen, eigene Lehrerfortbildungen anzubieten. So entwickeln Lehrerinnen und Lehrer ein gemeinsames Verständnis für den E-Commerce, wie er gedacht wird und gemacht ist.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Groß-Albenhausen!


Dieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Christine Schumann für Deutscher Bildungsserver


Weitere Beiträge in der Reihe „Was bewegt die Berufliche Bildung?“

„Beratung ist viel selbstverständlicher geworden – auch die Studienberatung an Hochschulen“

Bildungsberatung (2)

INTERVIEW mit Martin Scholz, der an der Leibniz-Universität Hannover die Studienberatung leitet und gleichzeitig Vorsitzender der Gesellschaft für Information, Beratung und Therapie an Hochschulen (GIBeT) ist. Wir sprachen mit ihm über den Beratungsbedarf bei Studierenden und Studienwilligen und über die hohen Anforderungen an die Arbeit von Studienberaterinnen und -beratern. Die Spannbreite der Anfragen und Probleme, mit denen sie umgehen müssen, ist groß: Sie reichen von ungesicherter Studienfinanzierung und nicht bestandenen Prüfungen über Lern- und Arbeitsstörungen, Fachwechsel oder Studienabbruch bis hin zu psychosozialen Anliegen.

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Eine Plattform für alle, die sich in Forschung, Lehre oder Studium für die pädagogische Praxis der Schule interessieren

Forschungsdatenzentren stellen sich vor (4): Das Archiv für pädagogische Kasuistik an der Goethe-Universität Frankfurt

Wer sich im Studium, im Rahmen seiner Forschungen oder in der Lehre für pädagogisches Handeln, unterrichtliche Interaktionen und pädagogische Praxis interessiert und protokollierte Ausschnitte dieser Wirklichkeit analysieren und rekonstruieren will, ist beim Archiv für pädagogische Kasuistik (ApaeK) an der Goethe-Universität Frankfurt genau richtig. ApaeK, geleitet von Prof. Dr. Mirja Silkenbeumer ist eine in Umfang und Qualität einzigartige Sammlung von über 3000 Datensätzen bestehend aus Beobachtungsprotokollen, Unterrichtstranskripten und anderen Dokumenten. Besonders ist die Sammlung, die 2001 begonnen wurde, unter anderem auch deshalb, weil sie über Transkriptionen kompletter Unterrichtstunden verfügt.

INTERVIEW mit Dr. Helge Kminek, dem Administrator der Archivdatenbank. Weiterlesen

„Überbetriebliche Bildungsstätten, Berufsschulen und Betriebe müssen enger zusammenarbeiten.“

Was bewegt die berufliche Bildung? (4)

INTERVIEW mit Dr. Sabine Liedtke, die bei der Handwerkskammer (HWK) Berlin das vom BMBF und BIBB geförderte Projekt DiQua – Digitale Qualifizierungsoffensive in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten koordiniert. DiQua ist eines der acht Pilotprojekte im Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung, das in Kompetenzzentren gefördert wird. Das DiQua-Projektteam analysiert dazu typische Arbeitsprozesse in erfolgreichen Tischlereien und Maler- und Lackierbetrieben und definiert digitale Kompetenzen für die überbetriebliche Aus- und Weiterbildung der beiden Gewerke. Die Analysen in den Betrieben können aber nur Anhaltspunkte für Empfehlungen dafür liefern, wie die Ausbildung gestaltet werden muss, sagt Sabine Liedtke, denn „letztlich bilden überbetriebliche Bildungsstätten nicht für die Belange eines Betriebs, sondern für das ganze Berufsbild aus.“

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„Die Digitalisierung wird am Ende vor keinem Beruf halt machen.“

Was bewegt die Berufliche Bildung (3)?

INTERVIEW mit Alexandra Kurz, Leiterin des Arbeitsbereichs Überbetriebliche Berufsbildungsstätten im BIBB zum Sonderprogramm Digitalisierung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten. Das Programm soll dabei unterstützen, digitale Technologien und Prozesse in der Ausbildung zu verankern. ÜBS sind dafür geeignete Lernorte, denn hier werden über die Ausbildung im Betrieb hinaus Kompetenzen für verschiedene Gewerke erworben, die im betrieblichen Teil der dualen Ausbildung nicht abgebildet werden können. Mit dem Sonderprogramm unterstützt das BIBB die ÜBS dabei, ihre Qualifizierungsangebote an die Digitalisierung der Arbeitswelt anzupassen. Wie das Programm aufgebaut ist und wie es angenommen wird, darüber sprachen wir mit Alexandra Kurz: Weiterlesen

Wie steht es um die Qualität der Bildungsberatung?

Bildungsberatung   (1)

DAS WORT HAT…..Karen Schober, Vorsitzende des Nationalen Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung e.V. (nfb) und Mitautorin der Broschüre „Professionell beraten: Qualitätsstandards für die Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung“, die sie gemeinsam mit Prof. Dr. Christiane Schiersmann im Rahmen des BeQu-Projekts erarbeitet hat. Im Beitrag zeichnet Karen Schober ein Bild der Beratungslandschaft in Deutschland, erörtert, was Qualität in der Bildungsberatung bedeutet und wie sie entsteht, beschreibt wichtige Qualitätsstandards und beschäftigt sich kritisch mit Qualitätstestierungen. Bei der Qualitätsentwicklung geht es ihr nicht um das Abarbeiten von Checklisten, sondern um das Wohl der Ratsuchenden. Weiterlesen

„Der Fachinformationsdienst Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung lebt vom Engagement seiner Community“

Über den Service können Wissenschaftler internationale Publikationen bestellen, die sie für ihre Forschung benötigen

INTERVIEW mit Dr. Julia Kreusch, Koordinatorin des Fachinformationsdienstes (FID) Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung beim DIPF, über die neuen Angebote des Fachinformationsdienstes im Fachportal Pädagogik für die Fachcommunity. Für sie sind die Mehrwerte des FID offensichtlich: Der Buchbestelldienst direkt auf den Schreibtisch, die Möglichkeit internationale Zeitschriften zum Erwerb oder zur Lizenzierung vorzuschlagen und, nicht zuletzt, die beträchtlichen Vorteile elektronischer Ressourcen für die Forschungsarbeit.

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„Gemeinsam mit Unternehmen die Potenziale der Digitalisierung für die Aus- und Weiterbildung ausschöpfen“

Was bewegt die berufliche Bildung? (2)

Unsere Reihe zum Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft

FRAGEN AN Markus Tränkle von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stutttgart, der für den Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) im November 2015 Unternehmen in Baden-Württemberg zu den Auswirkungen von Wirtschaft 4.0 auf die Aus- und Weiterbildung befragt hat. Die Umfrage gibt Aufschluss darüber, wie sich die Digitalisierung auf die Aus- und Weiterbildung auswirkt, und welche Unterstützung Unternehmen bei den erforderlichen Veränderungsprozessen benötigen. Weiterlesen

„Prozesswissen, Analysefähigkeit und die Fähigkeit, Daten richtig interpretieren zu können werden wichtiger“

Was bewegt die berufliche Bildung? (1)

Unsere Reihe zum Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft

Berufsbildung 4.0 ist ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), zu der eine gemeinsame Initiative von BMBF und dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) gehört. Seit April 2016 bis Oktober 2018 werden hier exemplarisch Fachkräftequalifikationen und Kompetenzen für die digitalisierte Arbeit von morgen untersucht. Unter dem Dach der Initiative ist dabei eine Vielzahl von laufenden und abgeschlossenen Projekten am BIBB zusammengefasst, deren Ergebnisse auf Wirkungen und Impulse für die Berufsbildung der Zukunft überprüft werden. Berufsbildung 4.0 wurde als Begriff analog zum mittlerweile viel verwendetem Schlagwort Industrie 4.0 gebildet und bezeichnet über den Programmtitel hinaus eine Berufsbildung, die der voranschreitenden Digitalisierung von Arbeits- und Geschäftsprozessen adäquat ist. Wir sprachen mit Dr. Gert Zinke, der die Initiative beim BIBB mit koordiniert und für das berufs- und branchenspezifische Monitoringsystem verantwortlich ist. Weiterlesen