Archiv der Kategorie: Open Educational Resources

Dokumentation jetzt online: 3 Jahre KMK-Erklärung „Medienbildung in der Schule“ – Fachtagung der Kultusministerkonferenz am 28./29.09.2015

KMK: Medienbildung in der Schule

Die Fachtagung „3 Jahre KMK-Erklärung Medienbildung in der Schule“ fand am 28./29. September 2015 in Berlin statt und diente der fachlichen Standortbestimmung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Medienbildung auf föderaler Ebene.
Die Fachtagung stellte richtungsweisende Ansätze zur Stärkung der Medienbildung aus allen 16 Ländern vor und bot in den Workshops die Möglichkeit, den Ist-Stand der Medienbildung in den jeweiligen Handlungsfeldern zu diskutieren. Das Spektrum reichte von der gezielten Förderung von Medienbildung in der Grundschule, über die phasenübergreifende Entwicklung von Medienbildungskompetenz bei Lehrkräften bis hin zu organisatorischen Ansätzen, wie der nachhaltigen Einbeziehung privater Geräte in schulische Lehr- und Lernszenarien („Bring your own device“) und der gezielten Nutzung offener Bildungsmaterialien („Open Educational Resources“).

KMK: Medienbildung in der Schule
Die Dokumentation der Fachtagung steht beim Deutschen Bildungsserver zur Verfügung.
 
 

Call for Participation zum OER-Festival 2016

OERde16 CfP

 

Ab sofort kann das Programm des vom 28.02.-1.3.2016 in Berlin (und im Internet) stattfindenden OER-Festivals mitgestaltet und Vorschläge eingereicht werden. Die Internetseite Transferstelle für OER informiert ausführlich über die verschiedenen Möglichkeiten der Beteiligung.
Hier ein Auszug:
 

– Sie können einen Info-Stand auf dem Marktplatz des OER-Fachforums anbieten. Das muss nicht groß sein. Ein Platz an einem Stehtisch und drei Stunden Zeit für Gespräche reichen aus.
– Sie können eigene Erfahrungen und Erkenntnisse im Rahmen von Panels und Thementischen beim OER-Fachforum einbringen.
– Sie können einen praktisch-ausgerichteten Workshop beim OERcamp anbieten.
– Sie können ein Poster zur eigenen Arbeit gestalten, das beim OERcamp, beim OER-Fachforum und online ausgestellt wird. (Dafür muss man nicht zwingend vor Ort sein.)
– Sie können eigene Aktivitäten in einem Eintrag mit Eckdaten und Selbstbeschreibung in der OER World Map und im OER-Atlas verzeichnen lassen – entweder als Person, als Organisation, als Projekt, als Service oder als Event.

Veranstalter: Transferstelle für OER, Oncampus – richtig studieren im Netz, Jöran und Konsorten – Agentur für Bildung – #Konzeption, #Organisation, #Kommunikation
 
Mit Unterstützung des Deutschen Bildungsservers
 

 
 

Aufzeichnung von ununi.tv: Graswurzelbewegung trifft Bildungspolitik – Diskussion zu den BMBF-geförderten OER-Projekten

Anja C. Wagner und Markus Deimann luden am 21.5.2015 auf ununi.tv zu einer Diskussion über die BMBF-geförderten OER-Projekte Studie zu einer möglichen OER-Infrastruktur des Deutschen Bildungsservers und „Mapping OER“ der Wikimedia Deutschland ein.
An der Diskussion nahmen teil:

  • Elly Köpf, Wikimedia, Projektverantwortung für das Projekt Mapping-OER – Bildungsmaterialien gemeinsam gestalten
  • Ingo Blees & Axel Kuehnlenz, DIPF, Projektverantwortung für die Machbarkeitsstudie zum Aufbau und Betrieb von OER-Infrastrukturen in der Bildung
  • Saskia Esken, MdB für die SPD Baden-Württemberg, ordentliches Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und im Ausschuss Digitale Agenda und Berichterstatterin ihrer Fraktion für digitale Bildung.

Wer es verpasst hat, die Aufzeichnung der Diskussion steht im Netz zur Verfügung:


 
 

Welche Infrastrukturen braucht Deutschland für freie Bildungsmedien? BMBF vergibt Auftrag für Machbarkeitsstudie an den am DIPF koordinierten Deutschen Bildungsserver – Das Learning Lab der Universität Duisburg Essen kooperiert dabei mit dem Deutschen Bildungsserver

 

 

 

Die Frage, wie sich die pädagogisch-didaktischen Potenziale von Open Educational Resources (OER) im Bildungssystem nutzen lassen, ist spätestens seit einer ersten Experten-Anhörung, die im Herbst 2012 im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stattfand, auch in Deutschland Bestandteil der bildungspolitischen Agenda. Zuletzt hat eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Kultusministerkonferenz (KMK) und des BMBF Anfang 2015 einen Bericht vorgelegt, der „den Aufbau einer neuen bzw. die Unterstützung bereits bestehender Plattformen im Internet“ empfiehlt, „auf denen Verweise zu verschiedenen OER-Quellen und, falls sinnvoll, auch OER-Materialien gebündelt bereitgestellt, gefunden und heruntergeladen werden können.“

Um Bedarf und Voraussetzungen für eine öffentliche Förderung entsprechender OER-Infrastrukturen zu klären, hat das BMBF nun die Geschäftsstelle des von Bund und Ländern getragenen Internetdienstes Deutscher Bildungsserver, der am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) koordiniert wird, mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Das Design der Studie, die im Zeitraum April bis Oktober 2015 durchgeführt wird, sieht vor, quantitative und qualitative Erhebungsmethoden zu verbinden. Bei der Umsetzung kooperiert der Deutsche Bildungsserver mit dem Lehrstuhl für Mediendidaktik und Wissensmanagement der Universität Duisburg-Essen. Ziel der Untersuchung ist es, technische und organisatorische Erfordernisse für den Aufbau und Betrieb von Plattformen für freie Lehr- und Lernmaterialien in den unterschiedlichen Bildungsbereichen zu ermitteln sowie Chancen bereichsübergreifender Kooperationen auszuloten. Die Durchführung der Studie erfolgt im Dialog mit Expertinnen und Experten aus Bildungspraxis, Bildungsadministration und Wissenschaft, mit Akteurinnen und Akteuren der OER-Bewegung sowie mit Medienanbietern und Betreibern einschlägiger Internetportale.

Die OER Whitepaper für Weiterbildung und Hochschule sind online!

Die Diskussion um die Erstellung und Nutzung von Open Educational Resources (OER) hat zur Entstehung weiterer Whitepaper geführt – diesmal für die Bereiche Hochschule und Erwachsenenbildung/Weiterbildung. Am 4.5.2015 wurden die beiden Whitepaper im Rahmen einer Podiumsdiskussion in Berlin offiziell vorgestellt und stehen nun online zur Verfügung.
Die Paper liefern neben einer Bestandsaufnahme der Situation in Deutschland auch einen Blick auf künftige Entwicklungen und deren mögliche Einflüsse auf die OER-Debatte und geben einen Einblick in die Diskussionen im Ausland.

OER-Whitepaper Weiterbildung
 
 
Whitepaper Open Educational Resources (OER) in Weiterbildung/Erwachsenenbildung – Bestandsaufnahme und Potenziale 2015
 
 
 
 
 
 
 
OER-Whitepaper Hochschule
 
 
Whitepaper Open Educational Resources (OER) an Hochschulen in Deutschland – Bestandsaufnahme und Potenziale 2015
 
 
 
 

4. Mai 2015 in Berlin: Podiumsdiskussion anlässlich der Veröffentlichung der Whitepaper: Open Educational Resources in Hochschule und Weiterbildung

OER in Hochschule und Weiterbildung
 
Viele Akteure sehen in Open Educational Resources (OER) – also frei zugänglichen und editierbaren Materialien ein Mittel für eine bessere und partizipativere Bildung. Das Thema hat es auf die politische Agenda geschafft: die OECD, die UNESCO, die EU-Kommission, die Bundestagsfraktionen von CDU und SPD – sie alle fordern den stärkeren Einsatz von OER in der Bildung.
Einige Bundesländer arbeiten bereits an Modellen zur Einführung in den Schulunterricht. Aber wie sieht die konkrete Nutzung in Deutschland aus? Werden OER bereits jenseits von Pilotprojekten in der Breite eingesetzt? Und vor allem: Wie stellt sich die Situation jenseits der Debatte um den Schulbereich dar? Zwei Autorenteams um Jöran Muuß-Merholz sind diesen Fragen auf den Grund gegangen. Das Ergebnis sind zwei Whitepaper, die sich mit OER in der Hochschule und in der Weiterbildung befassen. Am Vorabend der re:publica werden die Ergebnisse der beiden Publikationen im Rahmen einer Podiumsdiskussion zu der die Bertelsmann Stiftung zusammen mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft einlädt, präsentiert und diskutiert.
Als zweiter Impulsgeber wird Dr. Dominic Orr dabei sein, der die Arbeit der OECD zu OER in den vergangenen Jahren entscheidend mitgestaltet hat.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen unter: https://www.bertelsmann-stiftung.de/index.php?id=595.
Die Veranstaltung wird als Livestream auf www.hochschulforumdigitalisierung.de abrufbar sein. Unter dem Hashtag #OERde kann auf Twitter mitdiskutiert werden.
 

Bund-Länder-Bericht zu Open Educational Resources (OER) veröffentlicht und Stellungnahme des Bündnis freie Bildung

OER-Bund-Länder-Bericht

Der Bericht der Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Länder und des Bundes zu Open Educational Resources (OER) – die sich seit einiger Zeit mit Fragen der Verwendung von Open Educational Resources (OER) in Lehr-/Lernprozessen sowie der Verbesserung der Auffindbarkeit und Verwendbarkeit von OER-Materialien durch geeignete inhaltliche und technische Strukturen befasst – wurde nun von BMBF und KMK gemeinsam veröffentlicht und steht frei im Internet zur Verfügung.
Im Fazit des Berichts wird festgestellt, dass OER einen positiven Einfluss auf die aktuellen Anforderungen an Lehr- und Lernprozesse nehmen können, und es wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Prozesse zur Förderung und Integration von OER im deutschen Bildungssystem durch Bund und Länder zu unterstützen.
Neben einer Begriffsbestimmung und der Betrachtung von Innovationspotenzialen auf verschiedenen Ebenen, geht es in dem Bericht auch um Aspekte wie die Erstellung, Auffindbarkeit und Nutzbarkeit von OER-Materialien und die dafür notwendigen Voraussetzungen und Strukturen. Darüber hinaus wird die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Qualitätssicherung und zur Herstellung von Rechtssicherheit bei der Lizenzierung von OER festgestellt.
Der Bericht geht auch darauf ein, dass OER-Materialien möglichst umfassend verfügbar und nutzbar sein sollten, ihre Entstehung und Verbreitung aber mit Kosten verbunden ist und sich hier die Frage nach geeigneten Geschäftsmodellen zur Erstellung von OER-Materialien stellt. Der Bericht setzt an dieser Stelle auf die Dynamik des Marktes und betont die Neutralität der öffentlichen Hand.
Gestützt wird diese Auffassung durch Heranziehung von Beispielen aus anderen Gebieten der digitalen Welt, wie z.B. aus dem Bereich der Open Source Software, deren Verwendung inzwischen auch Teil von Unternehmensstrategien geworden ist. Der Vorstellung, OER-Materialien könnten zu Kostenreduzierungen bei den Lehr-, Lernmaterialien führen, widerspricht der Bericht und prognostiziert eher Verschiebungen in den Produktions- und Verteilungsprozessen, wodurch z.B. Verlagen eine veränderte Rolle zukommen kann, deren Expertise bei der Qualitätsgenerierung und –sicherung von Lehrwerken von Bedeutung ist.
Der Bericht ist auch eine erste Positionierung Deutschlands zu OER, die an die schon seit geraumer Zeit auf europäischer und internationaler Ebene laufenden Diskussionen und Positionsbestimmungen zu OER anknüpft.

Das Bündnis freie Bildung hatte seinerseits im Februar 2015 ein OER-Positionspapier zur Stärkung freier Bildungsmaterialien herausgegeben und hat nun am 19.03.2015 eine Stellungnahme zum OER-Bericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe veröffentlicht. Darin begrüßt das Bündnis die dort formulierte Unterstützung des Themas und die empfohlene Förderung der Entwicklung durch den Bund und die Länder.
 

OER in der Weiterbildung? – Aus dem MOOC „Gratis Online Lernen“ #gol14 : Lernen mit kostenlosem Onlinematerial – wer zahlt?

Dr. Sandra Schön – BIMS e.V. | Salzburg Research und Univ.-Doz. Dr. Martin Ebner, Universität Graz führen seit dem 20. Oktober 2014 einen MOOC durch, der sich mit dem Thema „Gratis Online Lernen“ – #gol14 beschäftigt. In dem Kurs wird gezeigt, wie es am besten gelingt, sich kostenfrei mit dem Internet weiterzubilden. Der Online-Kurs ist als sogenannter xMOOC ausgelegt. Dies bedeutet, dass es sich um ein Angebot handelt, das im Wesentlichen Materialien zum Selbstlernen zur Verfügung stellt und parallel für Austauschmöglichkeiten unter den Lernenden sorgt (Diskussionsforum). Eine sehr intensive Betreuung durch Lehrende und Tutoren ist jedoch nicht vorgesehen.
Wer mehr über die verschiedenen Formen von MOOCs wissen möchte, kann sich auf dieser Seite: Offene Online-Kurse. Massive open online courses – Moocs dazu informieren.
Im Rahmen dieses Kurses nun geht es auch um das Lernen mit kostenlosen Materialien im Internet. Sandra Schön hat diese Woche die 5. Videolerneinheit zum Kurs #gol14 in ihrem Blog veröffentlicht. In dem Beitrag wird danach gefragt, warum und wie Materialien kostenlos angeboten und genutzt werden können: Was darf ich? Was kann ich? Was gebe ich dafür?.
Schon seit längerem wird auch beim Deutschen Bildungsserver die Diskussion zur Bedeutung von Open Educational Resoruces (OER) in der Weiterbildung verfolgt und begleitet. Die Frage nach den Kosten und wer dafür aufkommt, ist in diesem Bildungsbereich von besonderer Bedeutung, da die häufig von den Lehrenden und Dozenten selbst entwickelten Unterrichtsmaterialien ein Bestandteil ihres eigenen Marktwertes sind und daher auch wesentlich zu ihrem Broterwerb beitragen. Der Videobeitrag zeigt, warum es dennoch interessant sein kann, Bildungsmaterialien zur freien Verwendung zur Verfügung zu stellen: wenn die Erstellung der Materialien beispielsweise gefördert wurde, oder um das Marketing für die eigenen Dienstleistungen und die eigene Expertise zu unterstützen.
Gleichzeitig wird durch diesen Beitrag aber auch klar, dass der freie Zugang zu Bildung und zu Bildungsmaterialien von den Lernenden verlangt, verantwortlich damit umzugehen und u.a. danach zu fragen, wie diese Kostenfreiheit entsteht, welche Regeln dafür gelten und wie ein solches Privileg finanziert wird.