Kategorie: Medienkompetenz

Aktuell erschienen: eLearning Papers Nr. 33 – MOOCs und darüber hinaus

 

Die Ausgabe Nr. 33 der eLearningPapers beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und der Zukunft von Massive Open Online Courses (MOOCs). Die große Anzahl an Lernern, die sich zu MOOCs anmelden, und das Interesse der Universitäten am Ausbau der Online-Inhalte haben dieses neue Modell ins Rampenlicht gerückt. Mit MOOC werden inzwischen eine ganze Reihe pädagogischer Modelle bezeichnet. Die Beiträge in dieser Ausgabe der eLearningPapers befassen sich u.a. mit den verschiedenen Spielarten von MOOCs, mit den Potentialen und der Diskussion um Perspektiven und Möglichkeiten von MOOCs.
Gastherausgeber der Ausgabe sind: Yishay Mor, Dozent für Bildungstechnologie an der Open University und Tapio Koskinen, Vorsitzender des Redaktionsausschusses der eLearning Papers. eLearningPapers ist eine Publikation von elearningeuropa.info


Mehr zu MOOCs gibt es beim Deutschen Bildungsserver in dem Dossier: Offene Online-Kurse – Massive Open Online Courses (MOOCs)
 
 

Aufzeichnung der Diskussion im COER13 vom 22.4.2013: OER suchen – Experten diskutieren die Herausforderung

Im derzeit laufenden OER-Online Kurs „COER13“ steht das Thema „OER suchen und finden – Repositorien und andere Fundstellen“ auf dem Plan. Am 22.4.2013 um 16:00 Uhr hat u.a. Richard Heinen, Universität Duisburg-Essen und Projektpartner bei edutags, als Suchexperte zusammen mit anderen Experten Probleme des Auffindens von Open Educational Resources (OER) diskutiert. Das Event ist für alle gedacht, die auch in technische Tiefen und Probleme tauchen wollen und nicht nur OER finden möchten, sondern auch verstehen wollen, was denn an einer vernünftigen Suchfunktion so herausfordernd ist. Die gesamte Diskussion wurde aufgezeichnet und steht jetzt im Netz zur Verfügung.

Alle Internetadressen, die während des Online Kurses COER13 eine Rolle spielen, werden laufend gesammelt und auf edutags bereitgestellt:
Tags zu COER13
Die Tag-Cloud bietet die CC-lizenzierten Ressourcen aus COER13:

COER13 – SchnOERzeljagd mit edutags – Aufzeichnung der Veranstaltung steht zur Verfügung

Vom 15.-28.04.2013 steht im Online Kurs zu Open Educational Resources  „COER13“ das Thema „OER suchen und finden – Repositorien und andere Fundstellen“ auf dem Plan. Im Rahmen dieses Lernmoduls lief am 17.4.2013 eine SchnOERzeljagd, die zusammen mit der Social Tagging Plattform edutags veranstaltet wurde und bei der es ums Suchen und Finden von offenen Bildungsressourcen ging, die auch wirklich im Unterricht oder fürs Lernen genutzt werden dürfen.

Die Aufzeichnung der SchnOERzeljagd mit edutags steht im Netz zur Verfügung:

Leseforschung und Informationskompetenz

Der BildungsserverKanal auf YouTube bietet jetzt 2 neue Playlists zu den Themen „Leseforschung“ und „Informationskompetenz“. In der „Leseforschung“ ist die vierteilige Dokumentation eines Projekts zur Förderung der „Lesemotivation bei Jungen und Mädchen“ zu sehen. Von 2007 bis 2010 wurde an sechs Schulen in Sachsen das „Projekt zur Entwicklung einer geschlechtersensiblen Pädagogik“ von 2007 bis 2010 durchgeführt. Der Film dokumentiert den Verlauf dieses sächsischen Schulprojektes zur Entwicklung geschlechterbewusster schulischer Arbeit. Die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer widmeten sich während des dreijährigen Projektes in besonderem Maße der Erhöhung der Lesemotivation von Jungen und Mädchen und der Entwicklung der Sozialkompetenz ihrer Schülerinnen und Schüler. Weiterlesen

Open Educational Resources (OER) für Schulen in Deutschland

Die Diskussion um den Einsatz einer von Schulverlagen entwickelten Software, mit der Schulcomputer nach Raubkopien von verlagseigenen Werken durchsucht werden können, die unter dem Begriff „Schultrojaner“ bekannt wurde, hat auch die Diskussion über den Bedarf nach freien und über das Internet erreichbaren Bildungsmaterialien für Schulen zusätzlich angeregt.
U.a. haben die Autoren Jöran Muuß-Merholz, Mirjam Bretschneider und Felix Schaumburg sich die Situation rund um das Thema OER an Schulen genauer angeschaut und eine Bestandsaufnahme gemacht. Das jetzt im April veröffentliche “Whitepaper Open Educational Resources (OER) für Schulen in Deutschland” ist im Auftrag des Internet & Gesellschaft Co:llaboratory entstanden, wird von Felix Schaumburg im Blog „EduShift“ vorgestellt und steht dort auch zum Download zur Verfügung. In dem Papier wurde versucht, wesentliche Akteure in diesem Feld zu erfassen, die besondere Urheberechtssituation an Schulen zu beleuchten und mögliche weitere Entwicklungen für freie Bildungsmaterialien (Open Educational Resources – OER) aufzuzeigen.
Im Verlauf der Blogdiskussion wird auch noch einmal deutlich, wie solche Entwicklungen auf Social- Tagging-Plattformen unterstützt werden können, z.B. durch besondere Kennzeichnung und direkte Recherchierbarkeit von Materialien, bei denen die lizenzrechtliche Lage bereits geklärt ist.
Zu dieser Diskussion sei auch noch mal auf den bildungsserverBLOG-Beitrag „Schultrojaner, freie Bildungsmedien und edutags“ hingewiesen.

Alle genannten Internetquellen auf eine Blick:
Whitepaper zu OER
Diskussion auf EduShift
Beitrag im bildungsserverBLOG zu Schultrojaner, freie Bildungsmedien und edutags

Zum Start des OPenCOurse 2012 (OPCO12) ein Vergleich der Horizon Reports 2005 – 2012

Am 16. April 2012 startet mit dem OpenCourse 2012 (kurz OPCO12) ein neuer deutschsprachiger MOOC (Massive Open Online Course), der sich dem Thema „Trends im E-Teaching“ widmen wird.

Der exklusiv im Internet stattfindende Kurs ist offen für alle, die sich für die Entwicklung neuer Lehr-/Lernformen interessieren. Er greift innerhalb von 14 Wochen unter anderem sechs Technologietrends auf, die im Rahmen des Horizon Report 2012 identifiziert wurden: Mobile Apps, Tablet Computing, Game-Based Learning, Learning Analytics, Gesture-Based Computing, Internet of Things.
Ziel des Kurses ist, heute ermittelte technologische Trends in ihrer Wirkung für den Bildungsbereich auf den Prüfstand zu stellen.
Der Kurs wird die Trendvoraussagen und Prognosen der jährlich erscheinenden Horizon Reports unter die Lupe nehmen.
Im Vorfeld zu diesem Kurs hat Dörte Giebel in ihrem Blog Lernkultur 2.0 einen interessanten Beitrag veröffentlicht, der einen Überblick über die Prognosen der Horzion Reports von 2005 – 2012 gibt. Sie stellt dabei fest, dass manche prognostizierten Trends sich noch nicht im erwarteten Maße durchgesetzt haben, obwohl das zum Teil sehr wünschenswert wäre (sie nennt hier z.B. Open Content). Der Beitrag ist eine sehr gute Einstimmung auf den OPCO12.

Organisatoren des diesjährigen OPCO sind:
– studiumdigitale, zentrale eLearning-Einrichtung der Goethe-Universität Frankfurt am Main: Claudia Bremer (www.studiumdigitale.uni-frankfurt.de)
– e-teaching.org: Simone Haug, Markus Schmidt, Dr. Anne Thillosen (www.e-teaching.org)
– Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM): Dr. Joachim Wedekind (www.iwm-kmrc.de)
– Multimedia Kontor Hamburg (MMKH): Dr. Marc Göcks, Helga Bechmann (www.mmkh.de)
– Weiterbildungsblogger Dr. Jochen Robes (www.weiterbildungsblog.de)


digita 2012: Die FWU-Mediathek gewinnt den Deutschen Bildungsmedienpreis!

Am 15. Februar wurden auf der didacta in Hannover die Gewinner des Deutschen Bildungsmedienpreises „digita 2012“ bekanntgegeben und ausgezeichnet. Aus 22 Nominierten ermittelte die Jury neun Produkte, deren Vertreter den Preis entgegennehmen konnten. Insgesamt hatten 100 Einreichungen am Wettbewerb teilgenommen. Schirmherr des digita 2012 ist der Niedersächsische Kultusminister Dr. Bernd Althusmann.
Zu den Preisträgern zählt mit dem FWU – Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht auch einer der am Deutschen Bildungsserver beteiligten Konsortialpartner. Das FWU erhielt den Preis für seine Mediathek, über die Unterrichtsfilme, Lernobjekte und interaktive Medien vertrieben werden.
Aus der Würdigung der Jury: “Das FWU erschließt mit der Mediathek neue Dimensionen für einen zeitgemäßen Unterricht mit Medien: Wann und wo sie wollen, bekommen Interessenten über das innovative Medienportal Zugang zu ca. 4.400 Filme und Sequenzen, Bildergalerien, Arbeitsblätter und interaktive Lerneinheiten. […] Dies ist eine gute Nachricht für diejenigen Pädagoginnen und Pädagogen, denen bislang wegen der vermeintlichen Beschaffungsmühsal ein Zugang zum Medieneinsatz verwehrt blieb. Die Jury des digita 2012 verbindet mit der Preisvergabe die Hoffnung, dass die Mediathek zum didaktischen Standardwerkzeug in allen Schulen wird.”


Materialien zum Lesen und Schreiben lernen des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e.V.

Der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. informiert über neue Materialien, Angebote und Serviceleistungen aus dem Bereich der Grundbildung. Die Materialien sind hauptsächlich zum Einsatz in Alphabetisierungskursen konzipiert.
1. Leicht lesbare a³-Themenhefte „Berufsorientierung“ als kostenloser Download
2. Spielend motivieren Handreichung zum Einsatz der Spielkonsole Nintendo DS in Alphabetsierungskursen als kostenloser Download
3. Leicht lesbarer Quick-Read Text „In der Arbeitsagentur“ als kostenloser Download Weiterlesen

Schultrojaner, freie Bildungsmedien und edutags

Es gab eine Vielzahl von Reaktionen auf den vor kurzem öffentlich bekannt gewordenen „Schultrojaner“ (aka Plagiatssoftware), der Bestandteil des „Gesamtvertrag zur Einräumung und Vergütung von Ansprüchen nach § 53 Urheberrechtsgesetz“ ist, welcher im Dezember 2010 zwischen den Bundesländern, den Schulbuchverlagen und Verwertungsgesellschaften vereinbart wurde. Dem Protest von Lehrerverbänden folgte jetzt auch eine Stellungnahme von Bundesjustizministerin Leutheuser-Schnarrenberger, in der es heißt: „Es ist inakzeptabel, dass die Schulgemeinschaft unter Generalverdacht gestellt wird und dass der Dienstherr mittelbar, wenn die Software eingesetzt wird, seine Beamten und Angestellten überwacht“. Im selben Artikel wird berichtet, dass KMK-Generalsekretär Udo Michallik sich persönlich an die Ministerin wenden werde, um ihr Sinn und Zweck des Programms zu erklären (Quelle: Spiegel Online).

Als weitere Wirkung dieser Debatte besonders interessant ist ein grundlegenderes Nachdenken von netzaffinen und engagierten Lehrerinnen und Lehrern über die Versorgung mit aktuellem und gemeinfreiem Unterrichtsmaterial, angestoßen durch den Blogbeitrag des Lehrers herrlarbig.de. Es geht hierbei um neue Möglichkeiten und Wege zur Erstellung, Sammlung und Auffindbarkeit von so genannten offenen Bildungsmaterialien (=Open Educational Resources), wie sie die Kapstädter Erklärung zu Open Educational Resources (=OER) vorsieht (s. hierzu auch den Beitrag in Telepolis).

Herr Larbig schließt an die von Martin Kurz benannten Zielvorstellungen zu „freien Inhalten im Bildungswesen“ an, die leicht auffindbar, strukturiert, inhaltlich geprüft, als frei gekennzeichnet und von hoher didaktischer Qualität sein sollten. Den Diskussionsvorschlag, den Herr Larbig zur Realisierung dieser Vorstellungen formuliert, unterteilt er in nahe, mittelfristige und langfristige Ziele, die in einem öffentlich zugänglichen Diskurs unter http://type.riecken.co/p/OER-Dikussion weiter ausgeführt und zu ersten Projektaktivitäten konkretisiert werden. Eine parallele Auseinandersetzung mit dem Thema „Open Educational Resources“ gibt es auch unter dem Twitter-Hashtag #OER, zu erreichen unter https://twitter.com/#!/search?q=%23OER .

Der zentrale Aspekt des Diskussionsvorschlags von Herrn Larbig ist die „Frage der Vernetzung bereits vorhandener und neu entstehender Angebote für freie, unterrichtsbezogene Bildungsmedien.“ Heruntergebrochen auf die mittelfristigen Ziele des Vorschlags soll erreicht werden, dass vorhandene Materialpools und Einzelmaterialien auf eine Art vernetzt werden, die effiziente Suchstrategien erlaubt, aber zugleich auch anregende Zufallsfunde ermöglicht. Wenn auch nicht mit dezidierter Ausrichtung auf OER bieten die Sammlungen von Unterrichtsmaterialien des Deutschen Bildungsservers und vor allem auch der gemeinsame Materialpool mit den Landesbildungsservern Elixier (s. auch Projektbeschreibung Elixier) bereits eine sehr umfangreiche Auswahl von Online-Ressourcen für den Unterricht. Die Idee von Vernetzung, Aggregation und inhaltlicher Erschließung von dezentral gehaltenem Online-Material durch (fachliche) Online-Communities verfolgen der Deutsche Bildungsserver und das Duisburg Learning Lab mit dem Projekt edutags. Ein spezieller Bereich mit dem Tag „OER“ oder auch eine eigene Arbeitsgruppe, die sich diesem Thema widmet, wäre im Rahmen von edutags ohne weiteres realisierbar. Wer sich für edutags interessiert, sei auf die zahlreichen Screencasts und den aktuell veröffentlichten Workshop verwiesen.

edutags – Social Bookmarking für Lehrkräfte

Lernobjekte und Ressourcen für das Lernen und Lehren mit digitalen Medien gibt es in einer unüberschaubaren Menge. Das Internet bietet so viel an Möglichkeiten, dass die einzelne Lehrkraft schnell den Überblick verliert – und vielfach die Suche im Web frustriert aufgibt. In der gemeinsamen Suche, Verschlagwortung und Bewertung von Webressourcen liegt eine Möglichkeit für Lehrkräfte, die passenden Materialien in der gewünschten Qualität zu finden.

Mit edutags.de begegnen der Deutsche Bildungsserver und das Duisburg Learning Lab der Universität Duisburg-Essen diesem Problem und entwickeln gemeinsam ein bedarfsgerechtes Web 2.0-Tool – ein so genanntes Social Bookmarking- bzw. Social Tagging-Tool – zur Unterstützung des kooperativen Sammelns und Ordnens von Online-Materialien. Die Anforderungen an ein solches Tool, dessen Implementierung und erste Ergebnisse aus Testszenarien werden kommende Woche im Rahmen der Didacta in Stuttgart am Messestand und im Vortrag präsentiert.

Termine Didacta 2011, Stuttgart:
Vortrag: Mittwoch, 23.02.2011, 11:00 – 12:00 Uhr, ICS, Raum C8.1
Messestand:
23.02.: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, Halle 5 – A 70
24.02.: Universität Duisburg-Essen Mediendidaktik, Halle 7 – E 35

Einen ersten Eindruck vermittelt der folgende kurze Clip (Bild anklicken, Film öffnet auf neuer Webseite). Weitere Tutorials bei gibt es bei edutags.:

Screen von edutags