Archiv der Kategorie: Open Science and Education

Offenheit, Kollaboration und Vernetzung – das sind einige Stichworte, die beschreiben wie der digitale Wandel die Arbeits- und Kommunikationsprozesse in Bildung und Wissenschaft verändert. Unter dem Schwerpunkt „Open Science and Education“ zeigen wir, wie offen unsere Angebote der Bildungsinformation sind, wem diese Offenheit nützt und welche Schwierigkeiten die Organisation von Openess in der Informationsinfrastruktur mit sich bringen.

Wie funktioniert das mit der Nachnutzung von Forschungsdaten?

Open Data in der Bildungsforschung (2)

May Jehle, Goethe-Universität Frankfurt

May Jehle, Goethe-Universität Frankfurt

 

FRAGEN AN May Jehle, die für ihre Promotion Videobestände des Forschungsdatenzentrums Bildung (FDZ Bildung) nachnutzt.
May Jehle hat Datenbestände nicht nur genutzt, sondern sich gleichzeitig auch als Datenlieferantin betätigt – sie hat dem FDZ Bildung nämlich dabei geholfen, den Bestand an historischen Unterrichtsaufzeichnungen zu erschließen und zu erweitern.

 

 

 

 

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Her mit den Datenbeständen!

Das FDZ Bildung garantiert Forschenden Rechtssicherheit, Auffindbarkeit und Arbeitsersparnis

Open Data in der Bildungsforschung (1)

Seit 2012 können Bildungswissenschaftler/-innen die in ihren Projekten erhobenen Daten im Forschungsdatenzentrum Bildung (FDZ Bildung) zur Nachnutzung archivieren lassen – mitsamt den für die Erhebung notwendigen Instrumenten – oder aber die dort dokumentierten Daten selbst für eine Sekundäranalyse nutzen.

Das Team des FDZ Bildung: Maike Porzelt, Alexander Schuster, Dr. Doris Bambey, Anja Hemmersbach, Dr. Marius Gerecht (v.l.n.r.)

 

INTERVIEW mit Maike Porzelt und Dr. Marius Gerecht. Die beiden erklären, um welche Forschungsdaten und -instrumente es sich  handelt, was die Forschenden davon haben, und wie das mit der Aufbereitung der Datenbestände genau funktioniert.

 

 

 

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Lebendig, kooperativ und wahrhaftig – toller Auftakt für die BMBF-Förderlinie zu Open Educational Resources

Dr. Stephan Pfisterer (BMBF), Regina Kahle (DIE), Dr. Caroline Surmann (DLR), Dr. Gabriele Hausdorf (BMBF), Ingo Blees (DIPF), Dr. Bodo Rödel (BIBB) (v.l.n.r.)

Dr. Stephan Pfisterer (BMBF), Regina Kahle (DIE), Dr. Caroline Surmann (DLR), Dr. Gabriele Hausdorf (BMBF), Ingo Blees (DIPF), Dr. Bodo Rödel (BIBB) (v.l.n.r.)

„Der Wille und das Engagement zur Vernetzung sind beeindruckend.“ Dr. Gabriele Hausdorf, BMBF, und Carolin Surmann, DLR, haben sich hoch erfreut über den Workshop der OER-Infostelle am 12./13. Dezember 2016 am DIPF in Frankfurt gezeigt.

 

 

 

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„Ohne den Deutschen Bildungsserver gäbe es kein ELIXIER“

Der Deutsche Bildungsserver betreibt gemeinsam mit den Landesbildungsservern und anderen Kooperationspartnern das Portal ELIXIER, eine Suchmaschine für Bildungsmedien im Internet. Das Informationssystem umfasst etwa 50.000 Bildungsmedien und Unterrichtsmaterialien.

Hans Rauch

Hans Rauch, bis Mai 2016 Leiter des hessischen Landesbildungsservers

 

FRAGEN AN

Hans Rauch, bis Mai 2016 Leiter des hessischen Landesbildungsservers und langjähriger Wegbegleiter des Deutschen Bildungsservers. Mit ihm sprachen wir über Vernetzung und Redaktionsarbeit, über Qualität und Metadaten. Und darüber, was gute Kooperation ausmacht.

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„Qualitativ sehr viel bessere Ergebnisse als Google“

Der Deutsche Bildungsserver hat den Anspruch, lebensbegleitend über Bildung zu informieren. Eine solche Bandbreite von Themen erfordert die Zusammenarbeit mit fachkompetenten Partnern. Das umfangreiche Angebot zum Thema Schule beispielsweise wäre nicht denkbar ohne die Kooperation mit dem FWU, dem Medieninstitut der Länder.

Dr. Friedhelm Schumacher

Dr. Friedhelm Schumacher


 

FRAGEN AN

Friedhelm Schumacher, Leiter der Abteilung Mediendienste beim FWU, über die langjährige Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bildungsserver und ihre Früchte.

 

 

 

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„Wichtig ist ein einfacher Zugang zu Bildungsinformationen und Materialien“

Das Redaktionsteam des Deutschen Bildungsservers stellt sich vor.

Ingo Blees

Ingo Blees

Ingo Blees hat an der RWTH Aachen Philosophie und Germanistik studiert und im Anschluss daran die Weiterbildung zum Wissenschaftlichen Dokumentar an der FH Potsdam absolviert. Beim Deutschen Bildungsserver ist er für die Projektkoordination und den Transfer zu den Themen Digitale Bildung und Open Educational Resources verantwortlich.

 
 

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OERde16: Blick zurück nach vorn

Der Eingang zum OERde16-Festival, Landesvertretung Schleswig-Holstein, (Foto von Thomas Trutschel, Photothek unter CC BY 4.0-Lizenz)

OERde16, ein dreitägiges „Festival“, in dem zu OER in Deutschland – und über den nationalen Tellerrand hinaus – informiert, diskutiert, polemisiert, aber auch ausgezeichnet, gewürdigt und gefeiert wurde. Nun hat die Transferstelle OER eine ausführliche informative und unterhaltsame Dokumentation des OERde16 zusammengestellt. Das OERde16 bestand aus zwei Teilen: einem zweitägigen BarCamp (=OERCamp) – einer so genannten Unkonferenz, bei der die Programminhalte der Sessions (hier die Sessionpläne) zum Tagesstart von den „Teilgeber/innen“ erst ad hoc zusammengetragen werden – und einem Fachforum am dritten Tag, das ein sehr abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen und Diskussionsforen (sog. Thementischen) bot, das nahezu alle wissenschaftlichen und praktischen Perspektiven auf das Thema OER abzudecken vermochte und in dessen Rahmen auch erstmalig der OER-Award in einer Vielzahl von Kategorien verliehen wurde.

Ein Storify der Bundeszentrale für politische Bildung vermittelt sehr schön die kreative Gestaltung und angeregte Diskussions- und Arbeitsatmosphäre der Veranstaltung. Und wer das Geschehen noch detaillierter nachvollziehen will, kann dies über den Twitter-Hashtag #OERde16 tun

Die Dokumentation enthält sehr unfangreiche Mediensammlungen zum Fachforum und zur Preisverleihung, seien es Fotos (auf der Website, Twitter und Instagram), Podcasts oder Videos. Für die Podcast-Serie „zugehOERt“ spricht Moderatorin Alexandra Hessler in einer ersten Folge aus dem Sendebus des OER-Festivals mit André Hermes (@medienberater) und Wolf-Dieter Zimmermann (Free Software Foundation Europe) über Lehrende, OER-Werkzeuge und „Verführungsstrategien“.

Transferstelle OER, Podcast-Folge 27 aus der Reihe "zugehOERt"

Transferstelle OER, Podcast-Folge 27 aus der Reihe „zugehOERt“

 

Der offizielle OERde16-Film soll in Kürze erscheinen. Bis dahin gibt es einiges an Videodokumentation auf dem YouTube-Kanal der Transferstelle. Hier finden sich bereits die „Abendgala“ der Verleihung aller OER-Awards und die Panelbeiträge aus dem Saal, die sich ausführlich mit den Themen Infrastruktur und Internationale Erfahrungen mit OER wie auch mit Lizenzierungsfragen und Geschäftsmodellen beschäftigten. Sehr interessant der (auch als Printversion) zur OERde16 erschienene OER-Atlas, der als eine Art Branchenverzeichnis Akteure und Aktivitäten in den D-A-CH-Ländern nach Bildungsbereichen gegliedert dokumentiert. Der OER-Atlas soll künftig auf Basis der OER-World-Map fortgeführt und ausgebaut werden, einem von der Hewlett Foundation geförderten Projekt des Hochschulbibliothekszentrums NRW zur Kartierung der OER-Entwicklung weltweit. Hierzu auf dem OERde16 im Interview der Projektleiter Jan Neumann:

 

Schließlich listet die Dokumentation auch eine ganze Reihe von interessanten Textbeiträgen im Vorfeld des Festivals und zu dessen Nachlese auf (Vor- und Nachberichte). Stellvertretend sei hier auf den Beitrag des „ebildungslabors“ hingewiesen, der neben dem Hinweis auf die beiden von der Bildungspolitik initiierten Studien zu OER-Infrastrukturen (DIPF) und zur Implementierung von OER-Praxis (WMDE) weitere bedenkenswerte Punkte zur Fortsetzung des OER-Diskurses benennt: die breitere Verankerung von OER-Nutzung im Bildungssystem, die Verbindung von OER mit partizipativen didaktischen Konzepten und die Unterstützung der Möglichkeit zum Remixen von OER, sowohl hinsichtlich geeigneter technischer Formate als auch der Befähigung von Lehrenden und Lernenden zum didaktisch-kreativen Umgang mit digitalen Bildungsmedien.

CC-BY-SA

OER Award 2016 für Edutags – der Social Bookmarking Plattform für Lehrkräfte

Edutags

Die vom Deutschen Bildungsserver mitgestaltete Bookmarking-Plattform „überwindet Grenzen und schafft Räume“, so die Begründung der Jury. Der Award ist der erste große Wettbewerb zu Open Educational Resources im deutschsprachigen Raum und wurde im Rahmen des OER-Festivals übergeben, bei dem der Deutsche Bildungsserver mit zahlreichen Beiträgen vertreten war.

Gianna Scharnberg von der Universität Duisburg-Essen nahm den Award im Rahmen des OER-Festivals in der Landesvertretung Schleswig-Holstein entgegen und feierte im Anschluss an die Verleihung mit Richard Heinen (Universität Duisburg-Essen) sowie Doris Hirschmann, Christian Richter, Axel Kühnlenz und Ingo Blees vom Deutschen Bildungsserver (DBS). Der DBS ist maßgeblich an der Konzeption und Entstehung von Edutags beteiligt. Die Plattform ist vor allem für Lehrerinnen und Lehrer interessant: Sie können über edutags ihre Lesezeichen zu didaktischen Materialien online verwalten und organisieren und anderen Teilnehmern der „Community“ zur Verfügung stellen. Auch Studienseminare und Studierendengruppen in der Lehrer- und Pädagogenausbildung können sich am Sammeln und Verschlagworten von Ressourcen aktiv beteiligen und so zum „Community Building“ beitragen.

Hinter dem Festival stehen als Veranstalter die Transferstelle OER und mittlerweile 40 Organisationen aus der Bildungslandschaft. Sie vergeben den Award, um Sichtbarkeit und Anerkennung für Akteure und Angebote zu stärken. Bei der dreitägigen Tagung trafen sich die deutschsprachige Community, die sich mit Lehr-Lern-Materialien befasst, die offen zur Übernahme und Anpassung sind und meistens über digitale Infrastrukturen frei geteilt werden können – sogenannte Open Educational Resources (OER). OER umfassen vollständige Kurse, Kursmaterialien, Lehrbücher und Anwendungsprogramme, aber auch andere Werkzeuge und Techniken, die den Wissenserwerb unterstützen können.

Das DIPF und der Deutsche Bildungsserver engagieren sich seit Jahren in diesem Bereich, zuletzt veröffentlichte ein Autorenteam des DIPF im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eine Machbarkeitsstudie zum Aufbau und Betrieb von OER-Infrastrukturen, deren Ergebnisse auf dem OER-Festival in verschiedenen Panels und Gesprächsrunden diskutiert wurden. Neben edutags ist der DBS auch an der Suchmaschine elixier beteiligt, einem Ressourcenpools für Lehr-/Lernmaterialien insbesondere für den Schulunterricht.

Mehr dazu auch beim Deutschen Bildungsserver zu „Open Educational Resources“ (OER).