01.08.2013: Betreuung von Kindern unter drei Jahren (U3) – Rechtsanspruch und Kita-Ausbau

01.08.2013 Hirschmann Abgelegt in Allgemein, Bildung, Eltern, Familienpolitik, Frühkindliche Bildung, Kinderbetreuung, Politik | Kommentieren » |

Am 1. August 2013 tritt der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr in Kraft. Bund, Länder und Gemeinden haben in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um ein ausreichendes Angebot an Kita-Plätzen bereitzustellen. Die Umsetzung des Rechtsanspruchs bedeutet dabei nicht nur in quantitativer, sondern auch in qualitativer Hinsicht eine große Herausforderung für alle Beteiligten.

Der Deutsche Bildungsserver hat aus diesem Anlass umfangreiche Informationen in einem Dossier zusammengestellt. Hier die Themen im Überblick:

 

Kontakt:
Andrea Völkerling, DIPF – Deutscher Bildungsserver, Redaktion Elementarbildung, +49 (0) 69 / 24708-348, voelkerling@dipf.de

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Interview mit Prof. Dr. Gerald Hüther: “Jedes Kind ist hoch begabt” – Das Onlinemagazin Bildung + Innovation im Gespräch mit dem Göttinger Neurobiologen

27.03.2013 Hirschmann Abgelegt in Begabtenförderung, Begabung, Bildung, Bildungsforschung, Diskussion, Frühkindliche Bildung, Interview | Kommentieren » |

 
“Jedes Kind ist hoch begabt. Wir müssen es nur erkennen”. Davon ist Prof. Dr. Gerald Hüther überzeugt.

Mit der Online-Redaktion des Magazins zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen spricht der Göttinger Neurobiologe über Begabungen, die er gerne Potenziale nennt, und darüber, wie Schule gestaltet sein müsste, damit Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten erkennen und ausbilden können.

Zum kompletten Artikel bei Bildung + Innovation

 

 

 

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Didacta Köln, 19.02.2013-23.02.2013: Wen vom Deutschen Bildungsserver treffe ich wann auf der Messe?

14.02.2013 Hirschmann Abgelegt in Alphabetisierung, Berufliche Weiterbildung, Berufsbildung, Bildung, Bildungsberatung, Bildungsinformation, Bildungsmesse, Bildungsportal, DIPF, E-Learning, Eltern, Erwachsenenbildung, Erziehungswissenschaft, Fachinformation, Frühkindliche Bildung, Grundschule, Hochschule, Lebenslanges Lernen, Lehrerberuf, Medienkompetenz, Open Educational Resources, Schule, Social Media, Unterrichtsmaterial, Volkshochschule, Weiterbildung | Kommentieren » |

Auch in diesem Jahr werden Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Bildungsservers auf der Bildungsmesse Didacta, diesmal in Köln, anzutreffen sein.

An verschiedenen Tagen gibt es die Möglichkeit sich über den Deutschen Bildungsserver allgemein und speziell über die Bildungsbereiche Elementarbildung, Berufliche Bildung, Hochschule und Erwachsenenbildung zu informieren. Ebenso werden die Vertreterinnen und Vertreter der Portale DEQA-VET, des InfoWeb Weiterbildung (IWWB) und von Bildung weltweit anzutreffen sein und auf Fragen und Informationswünsche eingehen.
Am Freitag den 22.02.2013 von 14.00-14.45 Uhr wird es im Congress Centrum Nord, Konferenzraum K den Vortrag “Freie Bildungsinhalte (OER) für den Unterricht: die Angebote der deutschen Bildungsserver” geben.

Wer vom Deutschen Bildungsserver wann und zu welchen Themen auf der Messe in Köln am Stand des DIPF, Halle 6, Gang C, Stand Nr. 024 anzutreffen ist, kann auf dieser Liste nachgesehen werden:

Ansprechpartner/-in 

 

Themen 

 

Wann am Stand? 

 

Achenbach, Michaela Portal DEQA-VET, Qualitätssicherung in der Beruflichen Bildung 

 

21.-22.02.2013 (Do-Fr)
Blees, Ingo Social Tagging, Projekt edutags,  Bildungsserver 2.0, ELIXIER, Vortrag zu OER 

 

22.02.2013 (Fr),
Vortrag: 14.00-14.45 Uhr, Congress Centrum Nord, Konferenzraum K
Cohen, Nadia Bildung weltweit 

 

20.02.2013 (Mi)
Heinen, Richard, Universität Duisburg- Essen Social Tagging, Projekt edutags, Vortrag zu OER 

 

22.02.2013 (Fr),
Vortrag: 14.00-14.45 Uhr, Congress Centrum Nord, Konferenzraum K
Hirschmann, Doris Deutscher Bildungsserver allgemein, Erwachsenenbildung, Kurssuche, InfoWeb Weiterbildung (IWWB), DBS Newsletter 

 

20.02.2013 (Mi)
Martini, Renate Deutscher Bildungsserver allgemein, Bildungsforschung 

 

22.-23.02.2013 (Fr-Sa)
Massar, Tamara (zusammen mit Patrick Cöln und Matthias Höhler) Deutscher Bildungsserver allgemein, Übergreifendes, Bildungssystem, Bildungspolitik 22.02.2013 (Fr)
Tilgner, Renate Deutscher Bildungsserver allgemein, Hochschulbildung,  Berufliche Bildung 

 

20.02.2013 (Mi)
Völkerling, Andrea Deutscher Bildungsserver allgemein, Elementarbildung 

 

21.02.2013 (Do)

  

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Zukunftsprojekt ERDE: Informationen zu Nachhaltigkeit und Umwelt – Dossier des Deutschen Bildungsservers anlässlich des Wissenschaftsjahres 2012

29.03.2012 Hirschmann Abgelegt in Berufsbildung, Bildung, Bildungsinformation, Frühkindliche Bildung, Grundschule, Hochschule, Nachhaltigkeit, Pressemitteilung, Schule, Umweltbildung, Unterrichtsmaterial, Wissenschaft, Wissenschaftsjahr | Kommentieren » |

Zum Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt ERDE präsentiert der Deutsche Bildungsserver ein Dossier mit umfangreichen Linkempfehlungen für verschiedene Bildungsbereiche und Zielgruppen, angefangen beim Elementarbereich über die Schule, die Berufsbildung und die Hochschulbildung bis hin zu einem Angebot für internationale Nutzerinnen und Nutzer. Ergänzt wird das Informationsangebot zu den Themen Nachhaltigkeit und Umweltbildung durch Artikel und Projekte aus dem Innovationsportal sowie durch Veranstaltungstipps und Wettbewerbe.
Die Frage, wie wir in Zukunft nachhaltig leben und wirtschaften sowie unsere Umwelt bewahren, steht im Zentrum des Wissenschaftsjahrs 2012. Beim Deutschen Bildungsserver sind zu diesen Fragen Informationen und Hinweise für die verschiedenen Bildungsbereiche zusammengestellt. Im Kapitel zum Elementarbereich wird gezeigt, wie die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit und Biologische Vielfalt Kindern nahegebracht werden können.
Die Übersicht für den Schulbereich verweist auf Themenportale zum Wissenschaftsjahr, auf Unterrichtsmaterialien, Aktionen und Ausstellungen und gibt Tipps zum Einsatz von Medien im Unterricht. Eine Zusammenschau wichtiger Seiten zum Thema Nachhaltigkeit rundet das Angebot ab.
Auch die Angebote der Landesbildungsserver zum Thema sind über die gemeinsame Suche via ELIXIER erschlossen.
Web 2.0-affinen Lehrerinnen und Lehrern steht mit edutags zudem ein Online-Werkzeug zur Verfügung, das sie beim Sammeln und Sortieren von unterrichtsgeeigneten Internetressourcen zu ökologischen Themen unterstützt.
Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Und: Wie können wir unsere Umwelt bewahren? – mit diesen Fragen muss sich die berufliche Bildung auseinandersetzen. Im Kapitel zu Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung wird Konzepten des Wirtschaftens, Konzepten für Aus- und Weiterbildung oder auch Berufsbildern, die mit nachhaltiger Entwicklung einhergehen, nachgegangen.
Für die Hochschulbildung sind Vorgaben und Vorschläge für nachhaltige Entwicklung sowie entsprechende Studienangebote zusammengestellt; einige Handlungsschwerpunkte werden exemplarisch dargestellt.
Den Abschluss des Dossiers bildet eine Auswahl deutsch- und englischsprachiger Quellen zum Thema Klimawandel und Klimaschutz: Forschung, Unterricht, Politik.

Weitere Informationen:
Deutscher Bildungsserver: Andrea Völkerling, E-Mail: voelkerling@dipf.de
Presse-Kontakt: Christine Schumann, E-Mail: schumann@dipf.de, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, Schloßstraße 29, 60486 Frankfurt/M.

 


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Der Deutsche Bildungsserver auf der Didacta 2012, 14.-18.02.2012, Hannover,
Halle 14, Stand K 47

10.02.2012 Hirschmann Abgelegt in Berufsbildung, Bildung, Bildungsinformation, Bildungsmesse, Bildungsportal, E-Learning, Erwachsenenbildung, Fachinformation, Frühkindliche Bildung, Grundschule, Hochschule, Schule, Web 2.0, Weiterbildung | Kommentieren » |

Auch in diesem Jahr werden Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Bildungsservers auf der Bildungsmesse Didacta, diesmal in Hannover, anzutreffen sein.

An verschiedenen Tagen gibt es die Möglichkeit sich über den Deutschen Bildungsserver allgemein und speziell über die Bildungsbereiche Elementarbildung, Berufliche Bildung, Hochschule und Erwachsenenbildung zu informieren. Ebenso werden die Vertreterinnen und Vertreter der Portale DEQA-VET, des InfoWeb Weiterbildung (IWWB) und der Bildungsserver-2.0-Angebote anzutreffen sein und auf Fragen und Informationswünsche eingehen.
Die Themen E-Learning, Fortbildung an Hochschulen, Kurssuche, Lehrerbildung und Nachhaltigkeit werden analog zu den Themenschwerpunkten der Messe besonders vertreten sein.

Wer vom Deutschen Bildungsserver wann und zu welchen Themen am Stand K 47 in Halle 14 anzutreffen ist, kann auf dieser Liste nachgesehen werden:

Ansprechpartner/-in
Themen Wann am Stand?
Achenbach, Michaela Portal DEQA-VET, Qualitätssicherung in der Beruflichen Bildung 16.-17.02.2012 (Do-Fr)
Blees, Ingo Social Tagging, Projekt edutags, Bildungsserver 2.0, Wikis, Klimawandel 14.-15.02.2012 (Di-Mi)
Heinen, Richard, Universität Duisburg-Essen Social Tagging, Projekt edutags 14.02.2012 (Di)
Hirschmann, Doris Deutscher Bildungsserver allgemein, Erwachsenenbildung, Kurssuche, InfoWeb Weiterbildung (IWWB), E-Learning, DBS Newsletter 14.-15.02.2012 (Di-Mi)
Kasang, Dieter, Hamburger Bildungsserver Klimawandel, Wiki, Semantic Wiki 15.02.2012 (Mi)
Massar, Tamara (zusammen mit Patrick Cöln) Deutscher Bildungsserver allgemein 17.02.2012 (Fr)
Plum, Wolfgang, BBPro Hamburg InfoWeb Weiterbildung (IWWB), Kurssuche 15.02.2012 (Mi)
Tilgner, Renate Deutscher Bildungsserver allgemein, Hochschulbildung, Berufliche Bildung, Lehrerbildung, Fortbildung an Hochschulen, 14.-15.2012 (Di-Mi)
Völkerling, Andrea Deutscher Bildungsserver allgemein, Elementarbildung, Nachhaltigkeit 15.-16.02.2012 (Mi-Do)


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Bildungspaket und „Allianz für Bildung“ – mehr Chancengerechtigkeit für alle Kinder?

14.03.2011 AV Abgelegt in Allgemein, Bildung, Bildungspolitik, Chancengleichheit, Eltern, Familienpolitik, Frühkindliche Bildung, Kinderarmut, Kooperation, Schule, Sozialpolitik | Kommentieren » |

In den letzten Wochen sind zwei politische Entscheidungen für mehr Bildungschancen insbesondere sozial benachteiligter Kinder getroffen worden: Das Bildungspaket wurde verabschiedet und eine Allianz für Bildung gegründet. Die beiden Beschlüsse haben jedoch auffallend wenig öffentliche Reaktionen hervorgerufen. Auch das Medienecho ist vergleichsweise bescheiden ausgefallen. Liegt es daran, dass das Thema Bildungschancen gegenüber anderen aktuellen Themen in den Hintergrund getreten ist oder ist zu befürchten, dass diese Neuerungen nicht von der erhofften Wirkung sein werden?

Ende Februar ist nach langen, zähen Verhandlungen im Zuge der Nachbesserungen zur Hartz-IV-Reform ein Bildungspaket beschlossen worden, das Zuschüsse für Kinder und Jugendliche zu Sport-, Kultur- und Freizeitaktivitäten, für Schulmaterial und Ausflüge, für Mittagessen in Schule, Kita und Hort, für Nachhilfe sowie Schulbeförderung beinhaltet. Anspruch auf das Bildungspaket haben Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, den Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen. Das gilt nach Angaben des Bundesministeriums für 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche. Zum Prozedere wird auf der offiziellen Website zum Bildungspaket folgender Hinweis gegeben: „Für Arbeitslosengeld-II-Bezieher setzen die Kommunen das Bildungspaket in der Regel im Jobcenter um. Für Familien, die Wohngeld oder den Kinderzuschlag erhalten, sind die Jobcenter nicht zuständig. Die Kommune (zum Beispiel Rathaus oder Bürgeramt) nennt diesen Familien den zuständigen Ansprechpartner für das Bildungspaket.“

Ebenfalls Ende Februar präsentierte Bundesbildungsministerin Annette Schavan auf der Bildungsmesse Didacta die Gründungsurkunde zur „Allianz für Bildung“. Gründungspartner der Allianz für Bildung sind der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), der Didacta Verband, der Deutsche Bibliotheksverband, die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung, die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, die Stiftung Lesen, die Stiftung Haus der kleinen Forscher, die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Joachim Herz Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die Roland Berger Stiftung sowie die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung.
Im Kernpapier Bildungsallianz heißt es: „Mit der Gründung der Allianz für Bildung geben wir das Startsignal für eine breite bürgerschaftliche Bewegung. Wir laden alle interessierten Organisationen und Initiativen ein, dieser Allianz beizutreten und sich noch stärker für die Bildung benachteiligter Kinder und Jugendlicher zu engagieren!“

Wie diese beiden Neuerungen nun konkret die Bildungschancen für das einzelne Kind verbessern werden, wird sich in der Praxis zeigen.

Weitere Informationen zum Thema:
Offizielle Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Bildungspaket
Information des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur „Allianz für Bildung“
http://www.tagesschau.de/inland/hartziv218.html

Siehe auch Positionspapier mehrerer Verbände und Wissenschaftler/-innen vom 19.10.2010:
Befähigen statt bevormunden! 5-Punkte-Plan gegen Kinderarmut

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Die Situation der Kindertagesbetreuung in Deutschland – Aktuelle Daten

02.07.2010 AV Abgelegt in Bildungsbericht, Bildungspolitik, Eltern, Familienpolitik, Forschung, Frühkindliche Bildung, Kinderbetreuung | 2 Kommentare » |

„Bis zum Jahr 2013 wird es bundesweit im Durchschnitt für jedes dritte Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz geben – rund ein Drittel der neuen Plätze werden in der Kindertagespflege geschaffen. Im gleichen Jahr wird jedes Kind mit Vollendung des ersten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf Förderung in einer Kindertageseinrichtung oder in der Tagespflege haben.“ So erläutert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf seiner Website Regelungen aus dem Kinderförderungsgesetz (KiföG) von 2008 zum Thema Ausbau der Kindertagesbetreuung.

Um beurteilen zu können, wie weit die Umsetzungen dieses Vorhabens bislang gediehen sind, lohnt sich ein Blick auf die kürzlich bekannt gewordenen Zahlen unter anderem aus dem Bildungsbericht 2010 und dem Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme:

Aus dem Bildungsbericht 2010 geht hervor, dass bei den Betreuungsangeboten für Kinder in den Jahren 2006 bis 2009 die Gruppen für unter 3-Jährige am stärksten ausgebaut worden sind. In einem regionalen Vergleich für 2009 der Statistischen Ämter wird konstatiert, dass „wie bereits im Jahr zuvor in drei der fünf ostdeutschen Länder, nämlich in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sowie zusätzlich in Berlin, alle Kreise eine Betreuungsquote bei den unter 3-Jährigen von 35 % aufweisen konnten und größtenteils sogar deutlich überschritten haben.“ Trotz dieser erfreulichen Entwicklung liegt Deutschland mit 20 % im Jahr 2008 allerdings immer noch unter dem europäischen Durchschnitt von 25 %. Hier besteht offensichtlich vor allem in Westdeutschland noch deutlicher Aufholbedarf. Auch Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2013 ergeben, dass noch erhebliche Kraftanstrengungen nötig sind, um das im KiföG festgehaltene Ziel zu erreichen.

Zur gegenwärtigen Umsetzung des Rechtsanspruchs des Kindes auf einen Betreuungsplatz gibt der Ländermonitor 2010 der Bertelsmann Stiftung Aufschluss. Bislang gilt in allen Bundesländern noch der Rechtsanspruch ab 3 Jahren – mit Ausnahme von Thüringen und Rheinland-Pfalz (jeweils ab 2 Jahren). Auch auf diesem Feld gibt es also noch einiges zu tun.

Interessant sind schließlich auch die Entwicklungen bei der Beitragsfreiheit von Kitaplätzen. Zunehmend mehr Bundesländer gewähren Eltern eine Beitragsfreiheit mindestens für das letzte Kindergartenjahr vor der Einschulung. Schleswig-Holstein schlägt hier den entgegen gesetzten Weg ein: „Eltern in Schleswig-Holstein müssen vom 1. August 2010 an wieder für alle Kindergarten-Jahre bezahlen. Das hat der schleswig-holsteinische Landtag am 18. Juni 2010 beschlossen. Damit entfällt die seit August 2009 geltende Gebührenfreiheit für das letzte Kindergarten-Jahr vor Schuleintritt.“ Dies dürfte Anlass sein für Diskussionen.

Studien und Berichte:
Kapitel “Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung” im Bildungsbericht 2010
Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2010, hier zu Rechtsanspruch des Kindes auf einen Betreuungsplatz sowie Beitragsfreiheit
Kindertagesbetreuung regional 2009. Ein Vergleich aller 413 Kreise in Deutschland, herausgegeben von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder
Kinder in Kindertageseinrichtungen und in öffentlich geförderter Kindertagespflege in Deutschland – Modellrechnungen für das Jahr 2013 des Statistischen Bundesamtes

Informationsseite des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Kinderbetreuung

Zur Beitragsfreiheit:
Informationen der Landesregierung Schleswig-Holstein
Artikel im NDR

Zahlen zur Kindertagesbetreuung im Deutschen Bildungsserver

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Missbrauchsskandale an Kloster- und Eliteschulen – welche Konsequenzen werden gezogen?

25.03.2010 AV Abgelegt in Allgemein, Diskussion, Eltern, Erziehungswissenschaft, Frühkindliche Bildung, Gewaltprävention, Interview, Jugendschutz, Kinderbetreuung, Kirche, Lehrerberuf, Missbrauch, Schule | Kommentieren » |

In diesen Tagen häufen sich die Nachrichten über sexuelle Übergriffe von Priestern und Lehrern gegenüber Kindern und Jugendlichen. Diejenigen, deren oberstes Gebot das Wohl des Kindes sein sollte, werden zu jenen, vor denen geschützt werden muss. In dieser verallgemeinernden Formulierung wird der überwiegenden Mehrheit der Pädagogen und Geistlichen unrecht getan, indem man sie unter einen Generalverdacht stellt. Aber das zweifellos größere Unrecht widerfährt all denjenigen Kindern und Schülern, die von ihren Vertrauenspersonen missbraucht werden. Genauso wie bei sexueller Gewalt in der Familie zerstören auch in diesen Fällen gerade die Bezugspersonen der Kinder deren (Selbst-) vertrauen und traumatisieren diese häufig für das ganze weitere Leben.

Nach den Missbrauchsfällen in katholischen Schulen kam an der renommierten Odenwaldschule Schockierendes ans Tageslicht – auch hier missbrauchten Lehrer ihre Schützlinge. Zuletzt wurden Missbrauchsfälle an der angesehenen Helene-Lange-Schule in Wiesbaden bekannt. Wie bei den Klosterschulen von der katholischen Kirche entschlossenes Handeln gefordert wird, so sind nun die Erziehungswissenschaftler gefragt, Stellung zu beziehen. Mit der Odenwaldschule ist die Reformpädagogik in den Fokus der Aufmerksamkeit geraten. Die Frankfurter Rundschau titelte hierzu „Beredtes Schweigen“. Mitte März hat sich die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) auf dem DGfE-Kongress in Mainz mit einer “Stellungnahme zur Verletzung der psychischen und physischen Integrität von Heranwachsenden in pädagogischen Institutionen” zu Wort gemeldet.

Die derzeit an die Öffentlichkeit kommenden Missbrauchsfälle liegen schon etliche Jahre zurück. Das hat eine breite Debatte über die Verjährung dieser Straftaten ausgelöst.

Doch hier stellt sich nicht nur die Frage nach dem Umgang mit der Vergangenheit und ob solche Straftaten überhaupt verjähren können, sondern ebenso, wie zukünftig sexuelle Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen verhindert werden kann.

Das Bundeskabinett hat am 24. März die Einrichtung des Runden Tisches “Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich” beschlossen. Der Runde Tisch wird erstmalig am 23. April unter dem gemeinsamen Vorsitz von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, Bundesbildungsministerin Annette Schavan und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger tagen. Die Kultusministerkonferenz hat eine Handlungsstrategie gegen sexuellen Missbrauch festgesetzt.

Jenseits der Politik müssen alle, die mit Kindern leben und arbeiten, dafür Sorge tragen, dass diese stark und selbstbewusst genug sind, nicht zu Missbrauchsopfern zu werden. Prävention heißt, den Kindern schon früh zu vermitteln, dass sie NEIN sagen dürfen und ihnen ihr Körper selbst gehört. Die Pädagogin Gisela Braun beschäftigt sich seit rund 25 Jahren mit dieser Thematik und hat sich in einem Interview im Deutschlandradio Kultur dazu geäußert.

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