Archiv der Kategorie: Bildungsbericht

Ab heute online: „Bildung in Deutschland“ – Bildungsbericht 2012 mit dem Schwerpunktthema Kulturelle Bildung im Lebenslauf

Mit dem Bildungsbericht 2012 legt eine unabhängige Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Federführung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) zum vierten Mal die umfassende empirische Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens vor.
Zur Autorengruppe des zweijährlich herausgegebenen Standardwerks für eine datengestützte Beratung der Bildungspolitik gehören neben dem DIPF das Deutsche Jugendinstitut (DJI), die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS), das Soziologische Forschungsinstitut an der Universität Göttingen (SOFI) sowie die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Destatis und StLÄ).
Die Erarbeitung des Berichts „Bildung in Deutschland 2012“ wurde von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
2012 behandelt der von der Autorengruppe kontinuierlich weiterentwickelte Bericht in einem Schwerpunktkapitel die kulturelle Bildung im Lebenslauf.

Alle Internetquellen auf einen Blick:
Onlinemagazin Bildung + Innovation:
Interview mit Prof. Dr. Horst Weishaupt
vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), der gemeinsam mit seinem Team für die Leitung und Koordinierung des nationalen Bildungsberichts verantwortlich war.

Portal zum Bildungsbericht.
Der 4. Bildungsbericht (2012) – komplette Fassung (PDF-Dokument, 360 Seiten)
Wichtige Ergebnisse aus dem 4. Bildungsbericht im Überblick (PDF-Dokument, 13 Seiten)
Dossier des Deutschen Bildungsservers:
“Bildung in Deutschland” – Bildungsbericht 2012 mit dem Schwerpunktthema Kulturelle Bildung im Lebenslauf
Dossier des Deutschen Bildungsservers:
Kulturelle Bildung in Deutschland

 

 

Video-Dokumentation zum Bildungsbericht 2010

Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) hat eine Video-Dokumentation der Anfang Oktober abgehaltenen Fachtagung zum dritten Nationalen Bildungsbericht 2010 erstellt. Die Dokumentation steht auf dem Portal des Bildungsberichts als Vidcast zur Verfügung. Auf der Fachtagung stellte das für den Bildungsbericht federführend verantwortliche DIPF gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Autorengruppe die Ergebnisse des Bildungsberichts 2010 vor. Er erscheint alle zwei Jahre und ist eine umfassende Bestandsaufnahme des deutschen Bildungssystems. Die Tagung wurde von der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt, in deren Auftrag auch Bildungsbericht und Vidcast erstellt wurden.
Zu Beginn der Tagung erläuterte der Sprecher der Autorengruppe, Professor Horst Weishaupt vom DIPF, zentrale Befunde des im Juni vorgelegten Bildungsberichts, der in einem Schwerpunktkapitel das Bildungswesen unter dem Gesichtspunkt des demografischen Wandels betrachtet. Die Vortragsaufzeichnung ist in diesem Blogbeitrag zu sehen.
Auf den Plenarvortrag folgten zahlreiche Referate der Autorengruppe zu Themen wie „Qualifzierungsstrategien für den Arbeitskräftebedarf der Zukunft“ oder „Bildungsfinanzierung“. Die Themen wurden im Rahmen von Arbeitsgruppen und anschließend im Gesamtplenum mit weiteren Expertinnen und Experten kontrovers diskutiert. Die Video-Dokumentation umfasst sämtliche Tagungsbeiträge. Ausgewählte Expertenbeiträge werden in den nächsten Wochen hier im bildungsserverBlog in loser Folge veröffentlicht werden.

 

Die Situation der Kindertagesbetreuung in Deutschland – Aktuelle Daten

„Bis zum Jahr 2013 wird es bundesweit im Durchschnitt für jedes dritte Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz geben – rund ein Drittel der neuen Plätze werden in der Kindertagespflege geschaffen. Im gleichen Jahr wird jedes Kind mit Vollendung des ersten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf Förderung in einer Kindertageseinrichtung oder in der Tagespflege haben.“ So erläutert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf seiner Website Regelungen aus dem Kinderförderungsgesetz (KiföG) von 2008 zum Thema Ausbau der Kindertagesbetreuung.

Um beurteilen zu können, wie weit die Umsetzungen dieses Vorhabens bislang gediehen sind, lohnt sich ein Blick auf die kürzlich bekannt gewordenen Zahlen unter anderem aus dem Bildungsbericht 2010 und dem Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme:

Aus dem Bildungsbericht 2010 geht hervor, dass bei den Betreuungsangeboten für Kinder in den Jahren 2006 bis 2009 die Gruppen für unter 3-Jährige am stärksten ausgebaut worden sind. In einem regionalen Vergleich für 2009 der Statistischen Ämter wird konstatiert, dass „wie bereits im Jahr zuvor in drei der fünf ostdeutschen Länder, nämlich in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sowie zusätzlich in Berlin, alle Kreise eine Betreuungsquote bei den unter 3-Jährigen von 35 % aufweisen konnten und größtenteils sogar deutlich überschritten haben.“ Trotz dieser erfreulichen Entwicklung liegt Deutschland mit 20 % im Jahr 2008 allerdings immer noch unter dem europäischen Durchschnitt von 25 %. Hier besteht offensichtlich vor allem in Westdeutschland noch deutlicher Aufholbedarf. Auch Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2013 ergeben, dass noch erhebliche Kraftanstrengungen nötig sind, um das im KiföG festgehaltene Ziel zu erreichen.

Zur gegenwärtigen Umsetzung des Rechtsanspruchs des Kindes auf einen Betreuungsplatz gibt der Ländermonitor 2010 der Bertelsmann Stiftung Aufschluss. Bislang gilt in allen Bundesländern noch der Rechtsanspruch ab 3 Jahren – mit Ausnahme von Thüringen und Rheinland-Pfalz (jeweils ab 2 Jahren). Auch auf diesem Feld gibt es also noch einiges zu tun.

Interessant sind schließlich auch die Entwicklungen bei der Beitragsfreiheit von Kitaplätzen. Zunehmend mehr Bundesländer gewähren Eltern eine Beitragsfreiheit mindestens für das letzte Kindergartenjahr vor der Einschulung. Schleswig-Holstein schlägt hier den entgegen gesetzten Weg ein: „Eltern in Schleswig-Holstein müssen vom 1. August 2010 an wieder für alle Kindergarten-Jahre bezahlen. Das hat der schleswig-holsteinische Landtag am 18. Juni 2010 beschlossen. Damit entfällt die seit August 2009 geltende Gebührenfreiheit für das letzte Kindergarten-Jahr vor Schuleintritt.“ Dies dürfte Anlass sein für Diskussionen.

Studien und Berichte:
Kapitel „Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung“ im Bildungsbericht 2010
Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2010, hier zu Rechtsanspruch des Kindes auf einen Betreuungsplatz sowie Beitragsfreiheit
Kindertagesbetreuung regional 2009. Ein Vergleich aller 413 Kreise in Deutschland, herausgegeben von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder
Kinder in Kindertageseinrichtungen und in öffentlich geförderter Kindertagespflege in Deutschland – Modellrechnungen für das Jahr 2013 des Statistischen Bundesamtes

Informationsseite des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Kinderbetreuung

Zur Beitragsfreiheit:
Informationen der Landesregierung Schleswig-Holstein
Artikel im NDR

Zahlen zur Kindertagesbetreuung im Deutschen Bildungsserver

Der 3. Bildungsbericht

Der Bildungsbericht 2010 im Auftrag der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde heute vorgestellt.
Der indikatorengestützte Bericht ist eine alle Bereiche des Bildungswesens umfassende aktuelle Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens. Positive Entwicklungen sind vor allem im Ausbau der Krippenbetreuung, in der steigenden Schulbesuchsquote von Gymnasien, im Rückgang des Anteils der Schulabsolventinnen und -absolventen ohne Hauptschulabschluss, in der Verringerung des Anteils der Jugendlichen, die nach einem Schulabschluss zunächst keine schulische und berufliche Ausbildung beginnen können und dem Anstieg der Studienanfängerinnen und -anfänger und Hochschulabsolventinnen und -absolventen zu erkennen.
Dagegen sind weiterhin Herausforderungen für die Bildungspolitik in der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu bewältigen. Ebenso problematisch ist das Finden eines Berufsausbildungsplatzes für Jugendliche ohne allgemeinbildenden Schulabschluss und mit Hauptschulabschluss. Hier sind auch wieder besonders ausländische Jugendliche betroffen. Weitere Herausforderungen liegen darin, dass fast jedes dritte Kind unter 18 Jahren in sozialen oder finanziellen Risikolagen oder bildungsfernen Elternhäusern aufwächst. Auch bei der Weiterbildungsteilnahme bestehen große soziale Ungleichheiten bezüglich der Teilnahme und beträchtliche regionale Disparitäten in den Angeboten der öffentlichen Hand.
Schwerpunktthema dieses Bildungsberichts waren die Perspektiven des Bildungswesens im demografischen Wandel. Bis 2025 reduziert sich die Anzahl der Bildungsteilnehmerinnen und Bildungsteilnehmer um 15 Prozent, was einen erheblichen Umbaubedarf des Bildungssystems in den nächsten Jahren verursacht. Insofern wird eine dauerhaft hohe politische Priorität für Bildung bei Bund, Ländern und Gemeinden gesehen.

Weitere Informationen zum Bildungsbericht 2010:
Presseinformation zum Bildungsbericht 2010
Ergebnisse des 3. Bildungsberichts im Überblick
Onlineversion des Bildungsberichts 2010
Homepage der Bildungsberichterstattung

Interview mit Prof. Dr. Horst Weishaupt zum Bildungsbericht 2010 in „Bildung + Innovation

OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“ vorgestellt!

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Studie „Bildung auf einen Blick 2009“ vorgestellt.
Die Interpretationen über das für Deutschland festgestellte Ergebnis sind sehr unterschiedlich. Aus Sicht der OECD sind trotz Wirtschaftskrise von Deutschland mehr Investitionen in die Bildung zu fordern. Dabei bezieht sich die Forderung vor allem darauf, dass weltweit die Zahl der Menschen, die nur die geringste Zeit die Schule besuchen, fällt, aber gerade diese Zahl auch in Deutschland weiter steigt. So liegt Deutschland auch im Vergleich der Industireländer trotz geringer Verbesserung zurück, was die Erlangung eines Hochschulabschlusses betrifft.
Von Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Kultusministerkonferenz (KMK) holt Deutschland z.B. bei der Studienanfängerquote auf. Das Ziel, dass 40 Prozent eines Alterjahrgangs ein Studium beginnen, wurde nur einem einen Prozentpunkt verfehlt. Sicherlich wurde auch die Quote derer erhöht, die ein Studium abschließen (1995: 14 Prozent/2007: 23 Prozent). Im internationalen Durchschnitt stieg diese Quote im selben Zeitraum aber von 18 auf 36 Prozent an.

Pressemitteilung der OECD
Pressemitteilung des BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2009

Letzte Woche ist der aktuelle Bericht der Bundesregierung „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2009“ offiziell vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vorgestellt worden. Darin wird Bilanz gezogen über die Veränderungen in den letzen vier Jahren, der Sachstand in den einzelnen Bildungsbereichen geschildert – vom Kindergarten bis zur Weiterbildung – und es werden “weiße Flecken“ identifiziert, in denen noch Entwicklungsbedarf besteht. Er gibt einen Überblick über die Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung als Querschnittsthema durch die verschiedenen Ressorts. Darüber hinaus zeigt er die Erfolge der Länder in diesem Bereich auf.
Das Internetportal zur Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ der Vereinten Nationen 2005-2014 bietet weitere ausführliche Informationen über den aktuellen Bericht hinaus.
Zudem war Deutschland vom 31. März bis 2. April 2009 Gastgeber der UNESCO-Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung – Startschuss für die zweite Halbzeit der UN-Dekade“. Die Konferenz fand im World Conference Center Bonn statt. Sie wurde von der UNESCO und dem Bundesministerium für Bildung udn Forschung (BMBF) in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission organisiert. An der Konferenz haben 900 Teilnehmer aus 150 Ländern teilgenommen.
Dokumente: Bericht über die UNESCO-Weltkonferenz (Englisch) und Bonner Erklärung (Deutsch).

Ergebnisse des Vergleichs der Länder der Bundesrepublik Deutschland in PISA 2006 (PISA-E)

In einer Pressekonferenz werden heute um 10.00 Uhr in Berlin die Ergebnisse des Vergleichs der Länder der Bundesrepublik Deutschland in PISA 2006 vorgestellt und eine Zusammenfassung des Berichts wird dann auch online erreichbar sein.
Weitere Informationen zu PISA insgesamt und zu PISA 2006 stehen beim Deutschen Bildungsserver zur Verfügung.
Es stehen jetzt die folgenden Publikationen online bereit:
PISA 2006 in Deutschland. Die Kompetenzen der Jugendlichen im dritten Ländervergleich. Zusammenfassung
und
Stellungnahme der Kultusministerkonferenz zu den Ergebnissen des Ländervergleichs von PISA 2006

Fachtagung zum Bildungsbericht 2008: Dokumentation online

Im Rahmen einer Fachtagung am 23. Juni 2008 hatte das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) gemeinsam mit seinen Konsortialpartnern und mit Unterstützung seitens der KMK und des BMBF die Ergebnisse des zweiten nationalen Bildungsberichts 2008 der interessierten Fachöffentlichkeit vorgestellt.

Von den maßgeblichen Autoren des Konsortiums Bildungsberichterstattung sowie dem Generalsekretär der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren wurden insgesamt vier Plenarvorträge und fünf Impulsreferate in vier Fachforen zum Schwerpunktthema „Übergänge“ gehalten, die sich mit den Bereichen Elementarbildung, Schule, Berufsbildung und Hochschule befassten.

Diese Fachbeiträge liegen nun als elektronische Dokumentation vor, die auf der Homepage des Bildungsberichts ab sofort online zur Verfügung steht. Die Audio-Dokumente werden durch die während der Fachtagung gezeigten Präsentationsfolien ergänzt. Ein zusätzlicher Service besteht in der Möglichkeit, die Vortragsfolien aller Beiträge auch separat als PDF herunterzuladen sowie die Audio-Aufzeichnungen als Podcast und die Videos der Diashows als Vidcast zu nutzen.

Die Startseite der Dokumentation ist unter folgender Adresse zu erreichen: http://www.bildungsbericht.de/zeigen.html?seite=6128

Hier als Kostprobe der Vortrag von Professor Andrä Wolter zu Übergängen in der Hochschulbildung: