Veröffentlichung der Studie “Mit dem Bachelor in den Beruf”

04.05.2011 Joerg M. Abgelegt in Befragung, Hochschulreform, Studierende | Kommentieren » |

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat die Studie “Mit dem Bachelor in den Beruf” vorgestellt.
Danach gelingt Bachelorabsolventinnen und -absolventen der Berufseinstieg überwiegend gut. Mit Vergütung, Aufgabenbereich und Karriereperspektiven ist die Mehrzahl nach einem Jahr im Beruf zufrieden. Allerdings setzt der überwiegende Teil der Studierenden seine akademische Ausbildung mit einem Masterstudium fort.
Ziel der Studie war es, ein Bild von der Arbeitsmarktbefähigung, der aktuellen Arbeitsmarktsituation und den Perspektiven von Bachelorstudierenden und -absolventinnen und -absolventen zu ermitteln.
Kritisiert wird von Studierenden und Unternehmen übereinstimmend ein fehlender Praxisbezug und eine gleichzeitige Stoffüberfrachtung in den Studiengängen.

Pressemitteilung zur Studie
Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Weitere Quellen auf dem Deutschen Bildungsserver:
Nachweis zur Studie “Studien- und Berufsperspektiven von Bachelorstudierenden in Deutschland” der Hochschulinformationssystem GmbH (HIS)
Arbeitsmarkt für Absolventen mit Bachelor-Abschluss: Studien, Einschätzungen

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Ingenieurwissenschaften: Rückkehr zum Diplom, Abkehr von der Bologna-Reform mit Bachelor und Master?

03.08.2010 RT Abgelegt in Bildungspolitik, Hochschule, Hochschulreform, Studierende | 1 Kommentar » |

Der Verband technischer Universitäten in Deutschland TU9 German Institutes of Technology  hatte im Mai Verbesserungsvorschläge zum Bologna-Prozess vorgelegt und gefordert, bei erfolgreichem Abschluss eines Master-Studiums zusätzlich den Abschlussgrad Diplom-Ingenieur verleihen zu dürfen. Anlass war eine ähnliche, in Österreich geltende Regelung. Aufgegriffen wurde das Thema von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in einem Special Ingenieure  in  der Rubrik Arbeitswelt. Es geht dabei aber wohl nicht darum, die neue Studienstruktur mit  Bachelor- und Master-Abschlüssen wieder abzuschaffen, sondern den  akademischen Grad Diplom-Ingenieur als Namen zu erhalten. Ein Vorhaben, das auch Bundesbildungsministerin Schavan unterstützt, wie die FAZ meldet Auch andere Medien berichten dazu, wobei die Erwartungen durchaus unterschiedlich sind,  siehe ZDF Heute Magazin , WELTONLINE Frankfurter Rundschau.

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Außerordentliche Bologna-Ministerkonferenz 2010 in Budapest und Wien

10.03.2010 RT Abgelegt in Bildungspolitik, Europa, Hochschule, Hochschulreform, Internationalisierung | 1 Kommentar » |

Am 11./12. März 2010 findet in Budapest und Wien eine außerordentliche Konferenz   der europäischen Bildungsminister zum Bologna-Prozess statt.  Außerordentlich aus verschiedenen Gründen – zum einen wird der bisherige zweijährliche Rhythmus vernachlässigt, zum anderen sollte der Bologna-Prozess ursprünglich 2010 seinen Abschluss finden und schließlich nahm er vor gut zehn Jahren seinen Anfang, weshalb manche von einer Jubiläums-Konferenz sprechen. Statt einer Abschlussfeier ist also eher eine Bewertung und Einschätzung des zehnjährigen Reformprozesses vorgesehen sowie der verbleibenden Herausforderungen und Perspektiven. Die Konferenz kann im Internet via Video Livestream verfolgt werden.

Auf dem Programm stehen werden Themen wie Abschlüsse und Studienordnungen,  Qualitätssicherung, Anerkennung und Mobilität sowie die Soziale Dimension des Bologna-Prozesses. Mit den Entwicklungen der letzten zehn Jahre befassen sich verschiedene Berichte und Hintergrunddokumente  

In Deutschland hat die Umsetzung des Bologna-Prozesses im vergangenen Jahr zu heftigen Kontroversen zwischen Interessenvertretern aus Politik, Hochschulen und Studentenschaft geführt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF gab bei der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz eine Befragung Bachelor-Studierender zu ihren Erfahrungen in Studium und Lehre in Auftrag.

Die Kultusministerkonferenz KMK beschloss Ende letzten Jahres nach einem gemeinsamen Treffen mit der Hochschulrektorenkonferenz HRK Eckpunkte zur Korrektur der „Ländergemeinsamen Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Master-Studiengängen“ und der „Rahmenvorgaben für die Einführung von Leistungspunktsystemen und die Modularisierung“ Die anstehende Ministerkonferenz nehmen einige Interessenvertreter zum Anlass, teils recht unterschiedliche Forderungen an Politik und Reformprozess zu formulieren. Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben. Weitere Stellungnahmen werden eventuell folgen.

In Baden-Württemberg haben Landesregierung und Wissenschaftsministerium in einem eigenen Bologna-Kongress  am 08. März 2010 eine Zwischenbilanz gezogen, die einer künftig flexibleren Gestaltung des Reformprozesses dienlich sein soll. Eine Dokumentation wird folgen.

Die Einrichtung des Centrums für Hochschulentwicklung CHE Consult  unternimmt nach eigenen Angaben den Versuch, die Bologna-Reform als Chance zu nutzen und studentische Partizipation anzuregen. TU9 German Institutes of Technology e.V., Verband technischer Universitäten in Deutschland , legt ein Zehn-Punkte-Papier mit Verbesserungsvorschlägen zum Bologna-Prozess vor. Ein Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung von Abschlüssen, Anerkennung, Durchlässigkeit und Mobilität.

Eher kritischere Töne versammelt ein in der Frankfurter Rundschau veröffentlichtes Special zur Bologna-Reform  , die Zwischenbilanz  fällt gemischt aus.

Eine Ökonomisierung der Bildung befürchten Teile der Studentenschaft in verschiedenen Ländern, die sich zu einer Protestbewegung  formieren und einen Alternativgipfel zur Ministerkonferenz planen. Das Motto Bologna burns  ist laut Initiatoren weniger militant gemeint, sondern bezieht sich mehr auf brennende Probleme im Reformprozess.

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EFI-Gutachten zum Bologna-Prozess in Deutschland

25.02.2010 Joerg M. Abgelegt in Hochschule, Hochschulreform, Studierende | Kommentieren » |

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat ihr drittes “Gutachten zu Forschung, Innovation und Technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands” gestern Bundeskanzlerin Angela Merkel überreicht.

Danach sind wichtige Ziele des Bologna-Prozesses in Deutschland bisher in vielen Studiengängen nicht erreicht worden. Die Zahl der Studienabbrüche ist nicht gesunken, der Hochschulzugang ist nach wie vor sozial selektiv und die internationale Mobilität konnte nicht verbessert werden. Als Grund für die Probleme sieht die EFI die mangelnde Anpassung der Lehrinhalte an das neue Studiensystem und die Einschränkung der Wahlmöglichkeiten der Studierenden. Vor allem die für die Innovationsstärke Deutschlands besonders wichtigen MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) haben von der Bologna-Reform fast gar nicht profitiert. Zudem steigt die Abbrecherquoten in den MINT-Fächern seit dem Jahr 2000 kontinuierlich an.

Aus diesem Grund fordert die EFI unter anderem mehr Freiheit für die Hochschulen in der Gestaltung der Studiengänge und die Nutzung der Freiräume durch die Hochschulen

Presseinformation zum Gutachten der EFI
Statement des Kommissionsvorsitzenden Prof. Harhoff bei der Übergabe des Gutachtens der Expertenkommission
Kurzfassung des Gutachtens

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Kultusminister- und Hochschulrektorenkonferenz demonstrieren Einigkeit beim Bologna-Prozess!

11.12.2009 Joerg M. Abgelegt in Bildungspolitik, Bildungsstreik, Hochschule, Hochschulreform, Studierende | Kommentieren » |

Das gemeinsame Treffen der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat zu einer einvernehmlichen Beurteilung der Probleme in der Umsetzung des Bologna-Prozesses geführt (Pressemitteilung). KMK und HRK wollen sich dafür einsetzen, dass Prüfungsbelastungen reduziert, Arbeitsbelastungen für Studierende überprüft und ein realistischen und vertretbares Maß gewährleistet werden. Darüber hinaus soll die Anerkennung der Prüfungsleistungen national und international zwischen den Hochschulen vereinfacht, die ländergemeinsamen Strukturvorgaben der Bundesländer für die Bachelor- und Masterstudiengänge weitgehend flexibilisiert und spezifische Länderregelungen so umgesetzt werden, dass die Gestaltungsfreiheit der Hochschulen nicht eingeengt wird. Mit der Aufnahme der Kritikpunkte der Studierenden an der Ausgestaltung des Bologna-Prozesses verbinden KMK und HRK den Aufruf an die Studierenden, dass es nunmehr an der Zeit sei, wieder zu einem geregelten Studienbetrieb überzugehen.
Die HRK-Präsidentin, Prof. Dr. Margret Wintermantel, hat sich zusätzlich in einem offenen Brief mit Blick auf das Treffen der Ministerpräsidenten am 16.12. an die Ministerpräsidentenkonferenz gewandt. Sie fordert dort vor allem, dass “die Ausfinanzierung der Studienplätze als zentrale Voraussetzung einer erfolgreichen Fortsetzung des Bologna-Prozesses realisiert wird.”

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Bildungsstreik – zwei Wochen später!

04.12.2009 Joerg M. Abgelegt in Bildungspolitik, Diskussion, Hochschule, Hochschulreform, Studierende | 1 Kommentar » |

Ein wenig mehr als zwei Wochen nach dem Höhepunkt des Bildungsstreik vor zwei Wochen am 17.11. werfen wir einen Blick auf die Wirkung.

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat bei ihrer siebten Mitgliederversammlung am 25.11.2009 unter anderem auch zum Bologna-Prozess Stellung bezogen (Pressemitteilung). Danach zeigt die aktuelle Bilanz für die HRK sichtbare Erfolge wie die Verkürzung der realen Studiendauer oder die wachsende Akzeptanz der Bachelorabsolventinnen und -absolventen am Arbeitsmarkt, was auch von unabhängiger Seite inzwischen bestätigt wurde. Die HRK sieht insgesamt die Probleme auf der Seite der Bundesländer, die die Hochschulfinanzierung vernachlässigen, die bisher versäumten Rechtssicherheit und Verlässlichkeit für Hochschulen und Studierende zu schaffen und das Hochschul- und Akkreditierungssystem mit Detailregulierungen belasteten.
Am vergangenen Mittwoch (02.12.) hat die HRK-Präsidentin, Prof. Dr. Margret Wintermantel, Vertreterinnen und Vertreter der großen überregionalen Studierendenverbände zu einem Gespräch über die aktuelle Situation an den Hochschulen getroffen (Pressemitteilung). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten dabei ihre Einschätzung des Stands der Studienreform mit der Umstellung auf Bachelor und Master aus. Übereinstimmung gab es in der Einschätzung, dass die Studienreform ein akademisches Studium mit angemessenem Freiraum für die individuelle Studiengestaltung sein müsse. Die Gesprächsrunde forderte die Politik auf, die für eine gute und individuelle Betreuung der Studierenden notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.

In der Zwischenzeit ist nach einigem hin und her deutlich geworden, dass die Bundesregierung eine BAföG-Erhöhung im Jahr 2010 finanzieren möchte und kann. Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf seiner Homepage bekannt gibt, wird das BAföG zum 01.10.2010 erhöht und der Kreis der Anspruchsberechtigten erweitert. Des Weiteren plant die Bundesbildungsministerin, Annette Schavan, einen Bologna-Gipfel für April 2010 (Zeitungsartikel in “Die Welt”). Ob die Kultusministerkonferenz (KMK) bei ihren Beratungen in der kommenden Woche (10.12.) ebenfalls eine weitere gemeinsame Stellungnahme abgeben werden, bleibt abzuwarten. Unstrittg ist aber, dass vor allem auch die Bundesländer mitmachen müssen, wenn der Bologna-Gipfel ein Erfolg werden soll.

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Bildungsstreik erreicht vorläufigen Höhepunkt

18.11.2009 Joerg M. Abgelegt in Bildungspolitik, Bildungsstreik, Diskussion, Hochschulreform, Studierende | Kommentieren » |

Mit Demonstrationen, Kundgebungen und Hörsaalbesetzungen in mehr als 50 Städten erreichten die Proteste gegen die Studiengebühren und die Verschulung der Studiengänge im Rahmen des Bologna-Prozesses am gestrigen Dienstag (17.11.) ihren vorläufigen Höhepunkt. Einen Situationsbericht vom gestrigen Tag in Berlin liefert Heike Schmoll in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).
Ebenfalls in der FAZ von heute (18.11.) stellt Sebastian Balzter in “Ein heißer Herbst dank Bologna” einige Zahlen und Fakten zur bisherigen Entwicklung des Bologna-Prozesses in Deutschland vor.

Auch der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. hat einige Zahlen und Fakten im Ländervergleich zur Umsetzung des Bologna-Prozesses vorgelegt. Die Ergebnisse finden sich hier.

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Politik reagiert auf streikende Studenten!

16.11.2009 Joerg M. Abgelegt in Bildungspolitik, Bildungsstreik, Diskussion, Hochschule, Hochschulreform, Studierende | 2 Kommentare » |

Der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Peter Strohschneider, gestand am Wochenende in einem Interview mit dem “Focus” handwerkliche Fehler bei der Neuordnung der Studiengänge zu Bachelor und Master. Einige Geisteswissenschaften könnten z.B. mehr Struktur vertragen, während Ingenieurfächer mehr Freiheiten bräuchten. Außerdem wurde bei der Bachelor-Reform zu einseitig auf die Verkürzung der Studienzeiten geachtet.
Währenddessen kritisierte der Präsident der Kultusministerkonferenz, Henry Tesch, die Hochschulen, die nun in der Pflicht seien, auf die berechtigten Forderungen der Studierenden nach besseren Studienbedingungen einzugehen.
Auch die Bundeskanzlerin, Angela Merkel, hat in ihrer Videobotschaft vom Samstag einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Bildungsrepublik angekündigt. Der zweite Bildungsgipfel soll schon im Dezember stattfinden und vor allem den Beratungen mit den Ministerpräsidenten darüber dienen, wie die bis 2015 angestrebte Investition von sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Bildung umgesetzt werden können.
Die Bundesbildungsministerin, Annette Schavan, kündigte unterdessen Gespräche mit den Wissenschaftsministern der Länder an, um dem Recht der Studierenden auf Informationen zur Verbesserungen in den Hochschulen gerecht zu werden.
Es bleibt zu wünschen, dass Verbesserungen bei den Studierenden auch spürbar ankommen!

Artikel in der “Welt
Deutsche Welle zum Streik der Studierenden hier.

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