Das gemeinsame Treffen der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat zu einer einvernehmlichen Beurteilung der Probleme in der Umsetzung des Bologna-Prozesses geführt (Pressemitteilung). KMK und HRK wollen sich dafür einsetzen, dass Prüfungsbelastungen reduziert, Arbeitsbelastungen für Studierende überprüft und ein realistischen und vertretbares Maß gewährleistet werden. Darüber hinaus soll die Anerkennung der Prüfungsleistungen national und international zwischen den Hochschulen vereinfacht, die ländergemeinsamen Strukturvorgaben der Bundesländer für die Bachelor- und Masterstudiengänge weitgehend flexibilisiert und spezifische Länderregelungen so umgesetzt werden, dass die Gestaltungsfreiheit der Hochschulen nicht eingeengt wird. Mit der Aufnahme der Kritikpunkte der Studierenden an der Ausgestaltung des Bologna-Prozesses verbinden KMK und HRK den Aufruf an die Studierenden, dass es nunmehr an der Zeit sei, wieder zu einem geregelten Studienbetrieb überzugehen.
Die HRK-Präsidentin, Prof. Dr. Margret Wintermantel, hat sich zusätzlich in einem offenen Brief mit Blick auf das Treffen der Ministerpräsidenten am 16.12. an die Ministerpräsidentenkonferenz gewandt. Sie fordert dort vor allem, dass “die Ausfinanzierung der Studienplätze als zentrale Voraussetzung einer erfolgreichen Fortsetzung des Bologna-Prozesses realisiert wird.”