Toleranz und ein paar andere gute Tipps für die Demokratiebildung

Audio-Linkempfehlungen zum Tag der Demokratie

Wir alle werden dieser Tage daran erinnert, dass es wichtig ist, um unsere Demokratie zu kämpfen. Dass demokratische Regeln und Prinzipien nicht nur eingehalten, sondern auch gelebt werden müssen. Vor allem dann, wenn andere konträre Positionen vertreten. Angesichts grotesker Verschwörungsmythen und Hetze in Social Media-Kanälen, angesichts zunehmend extremistischer Positionen und der kommunikativen Verbohrtheit mancher Mitmenschen ist es allerdings nicht gerade einfach außerhalb seiner eigenen „Community“ für den Schutz von Minderheiten einzutreten und einen respektvollen Umgang miteinander zu wahren. Besonders aufgefordert demokratische Prinzipien zu leben und zu vermitteln, sind Menschen, die im Bildungsbereich arbeiten – also Lehrerinnen und Erzieher, Jugend- und Sozialarbeiterinnen. Sie tragen eine große Verantwortung dafür, dass Kinder und junge Erwachsene lernen, was sie von einem demokratischen Gemeinwesen erwarten können und was es gleichzeitig von ihnen fordert – und auch wie sie an demokratischen Prozesse teilhaben können.
Zum Internationalen Tag der Demokratie am 15. September hat Christine Schumann beim Deutschen Bildungsserver einige interessante Ansätze und Materialien gefunden, die dabei helfen, demokratische Grundsätze zu vermitteln und Partizipation zu ermöglichen. Weiterlesen

Lesen und Schreiben – ganz selbstverständlich?

Audio-Linkempfehlungen zum Internationalen Alphabetisierungstag 2020

Am 8. September wird jedes Jahr daran erinnert, dass es in vielen Ländern immer noch ein Privileg ist, Lesen und Schreiben zu können. Die UNESCO hat diesen Tag zum Internationalen Alphabetisierungstag ausgerufen. Zum diesjährigen Alphabetisierungstag stellt Doris Hirschmann, Redakteurin für das Bildungsthema Erwachsenen-/Weiterbildung beim Deutschen Bildungsserver, im Podcast Internetseiten, Apps und Anlaufstellen vor, die Interessierten helfen sich auf den Weg zu machen, um ihre Lese- und Schreibkompetenzen weiterzuentwickeln – und Lehrenden aktuelles Unterrichtsmaterial an die Hand geben. Außerdem informiert sie zu aktuellen Entwicklungen in der Förderpolitik in Deutschland zur Alphabetisierung und Grundbildung.

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„Wir brauchen eine Liste von No-Gos, um die schlimmsten Auswüchse pädagogischen Fehlverhaltens bewusst zu machen.“

Annedore Prengel schreibendam Arbeitstisch der Universität in Florenz

Demokratie und Bildung (5)

Kinder und Jugendliche zu Selbstachtung und Anerkennung der anderen anleiten.

INTERVIEW mit Prof. Annedore Prengel, die – nach langen Berufsjahren an verschiedenen Universitäten – seit 2013 als Seniorprofessorin an der Goethe-Universität Frankfurt/Main lehrt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Heterogenität in der Bildung, Pädagogische Beziehungen sowie Inklusion in KiTa und Schule. Im Interview erläutert sie, warum der Blick auf pädagogische Interaktionen für die demokratische Sozialisation von Kindern so wichtig ist, wie Regeln des wechselseitigen Respekts und der Selbstachtung vor Diskriminierung und Ausgrenzung schützen und was eine Kita tun kann, um soziale Regeln im Sinne der Demokratie zu vermitteln. Besonders wichtig sind ihr die gemeinsam mit einem Expertenkreis entwickelten und 2017 veröffentlichten „Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen“. Mit ihnen werden 10 Leitlinien formuliert, die eine menschenwürdige Gestaltung pädagogischer Beziehungen fördern. Weiterlesen

Berufsschulen für Demokratie und Vielfalt

Porträt Micheal Hammerbacher (privat)

Demokratie und Bildung (4)


Dieser Beitrag ist eine Zweitveröffentlichung aus der Zeitschrift “Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis” 4/2019, S. 34-35 des Bundesinstituts für Berufsbildung. Das Interview führte Arne Schambeck.


Interview mit Michael Hammerbacher, Leiter des Vereins für Demokratie und Vielfalt in Schule und beruflicher Bildung

Einrichtungen der beruflichen Bildung müssen demokratie- und menschenrechtsfeindlichen Haltungen und Handlungen entgegenwirken. In Berlin, Brandenburg und Hamburg bietet der »Verein für Demokratie und Vielfalt in Schule und beruflicher Bildung (DEVI e.V.)« Unterstützung bei der Bewältigung damit  verbundener Herausforderungen. Im Interview erläutert Michael Hammerbacher wie Berufsschulen und ihre Lehrkräfte diese Unterstützungsangebote nutzen. Weiterlesen

„Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.“

Audio Linkempfehlungen zum Unterrichtsthema Ludwig van Beethoven

Vor 250 Jahren wurde Ludwig van Beethoven als Sohn einer flämischen Musikerfamilie in Bonn geboren. Er sollte in den nächsten 57 Lebensjahren zu einem der berühmtesten Komponisten weltweit werden. Beethoven schrieb neun Symphonien, fünf Klavierkonzerte, 16 Streichquartette, 32 Klaviersonaten, zwei Messen und die Oper “Fidelio” und gilt als zentrale Figur der Klassik und als Wegbereiter der Romantik. In frühester Kindheit lernte er Klavier, Orgel und Violine und trat 1795 erstmals als Pianist mit eigenen Kompositionen auf. Etwa zur gleichen Zeit etwa begann ein starkes Hörleiden, das sich bis 1819 zu völliger Taubheit entwickelte. Dennoch war Beethoven bis zu seinem Tode am 26. März 1827 als Pianist und Komponist tätig. Eine Beschäftigung mit Beethoven bietet sich schon im Musikunterricht der Grundschule an und sollte später in der weiterführenden Schule noch weiter vertieft werden. Caroline Hartmann hat dafür ein paar tolle kostenlose Materialien und Projekte herausgesucht. Weiterlesen

Mobiles Lernen im Freien

Audio-Linkempfehlungen zu GeoEdu-Apps

Die Sommerzeit ist da und bei schönem Wetter hält man sich doch am liebsten draußen auf. Wie wäre es damit, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden und an der frischen Luft etwas zu lernen? Möglich machen dies GeoEdu-Apps. Das sind mobile Anwendungen, die an den geographischen Raum gebunden sind und Lernen mit Spielen verbinden. Sie lassen sich überall einsetzten, in Summerschools, in der Ferienbetreuung, in der Familie, alleine und mit Freunden – und vor allem mit Abstand! Weiterlesen

„Das Selbstverständnis von Lehramtsstudierenden ist fachdominiert und zu wenig auf Fragen der Persönlichkeitsbildung bezogen“

Halbporträt Prof. Wilfried Schubarth

Demokratie und Bildung (3)

Demokratiebildung sollte ein pädagogisches Handlungsfeld in einer der Praxisphasen der Lehrerausbildung sein

FRAGEN AN Wilfried Schubarth, Professor für Erziehungs- und Sozialisationstheorie an der Universität Potsdam, der sich schon seit den 90er Jahren mit Fragen der Lehrerbildung beschäftigt. Schubarth kam über das BLK-Programm „Demokratie lernen und leben“ zur Demokratiebildung, beschäftigte sich mit dem Thema Wertebildung und, damit einhergehend, wie Themen wie Rechtsextremismus und Gewalt in die Lehrerbildung integriert werden können. Ich habe ihn gefragt, welche Rolle und Bedeutung Lehrkräfte in der Demokratiebildung haben, welche Kompetenzen sie benötigen und wie man sie in der Lehrerausbildung am besten vermitteln kann. Weiterlesen

„Unser psychologiespezifisches Infrastrukturangebot orientiert sich konsequent am Forschungszyklus“

Halbporträt Roland Ramthun. Leiter der Archivierungs- und Veröffentlichungsdienste des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation.

Forschungsdatenzentren stellen sich vor (9): leibniz-psychology.org – Das Public-Open-Science-Institut für die Psychologie

INTERVIEW mit Roland Ramthun, dem Leiter der Archivierungs- und Veröffentlichungsdienste des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation, kurz ZPID. Das ZPID startete 1971 zunächst als klassische Dokumentations- und Informationseinrichtung, die Literaturnachweise für Wissenschaftlerinnen vermittelte. Danach dokumentierte es selbst psychologische Fachliteratur und machte diese über die Datenbank Psyndex öffentlich zugänglich. Um die Jahrtausendwende startete das ZPID mit dem Aufbau eines Forschungsdatenarchivs, dokumentierte und archivierte also Primärdaten ausgewählter psychologischer Forschungsprojekte und Daten zur Entwicklung psychologischer Testverfahren. Seit 2017 ist die überregionale Informationsinfrastruktur für Psychologie verstärkt dem Gedanken der Open Science verpflichtet und richtet die Angebote an einem idealtypischen Forschungszyklus aus. Weiterlesen

Die digitale Beteiligungsplattform “aula” als Instrument der Demokratiebildung

Demokratie und Bildung (2)

Über Demokratiebildung an Schulen wurde schon viel geschrieben und geforscht. Es gibt eine Menge guter Ansätze: Man kann sich in gemeinsamen Initiativen für ein Thema oder eine Gruppe von Menschen einsetzen, man kann den Unterricht selbst demokratischer gestalten oder Schülerinnen und Schüler aktiv an Entscheidungs- und Steuerungsprozessen innerhalb der Schule beteiligen – man kann sogar demokratische Schulentwicklungsprozesse anstoßen. Eines sollte aber auf jeden Fall beherzigt werden, wenn man darüber nachdenkt, Demokratiepädagogik in der eigenen Schule umzusetzen oder zu verankern: Ein demokratisches Miteinander lernt man am besten, wenn jeder und jede einzelne sich aktiv an demokratischen Prozessen beteiligt und sich als handelndes Subjekt erleben kann. Wer also lernt, gute und umsetzbare Vorschläge auszuarbeiten und Mehrheiten zu organisieren, ist in der Lage Dinge zu verändern – und lernt, dass mit Engagement und Verantwortung der eigene Lebensraum gestaltet und verändert werden kann. Weiterlesen

Es geht um die Anschlussfähigkeit von Wissen innerhalb und außerhalb der wissenschaftlichen Community

Dr. Benedikt Fecher

Open Science und Wissenschaftskommunikation   

“Wir tun so, als ob der wissenschaftliche Zeitschriftenartikel das einzige Medium ist, das Wissen enthalten und erzeugen kann”

INTERVIEW mit Benedikt Fecher, Forschungsprogrammleiter „Wissen & Gesellschaft“ am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, das Themen im Schnittfeld von Wissenschaft und Digitalisierung sowie Bildung und Digitalisierung behandelt. Fecher ist aktives Mitglied in der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Implikationen der Digitalisierung für die Qualität der Wissenschaftskommunikation“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Mitherausgeber des Blogjournals „Elephant in the lab“, das sich kritisch mit dem Wissenschaftssystem auseinandersetzt. Außerdem initiierte er die „Impact School: Science Transfer in the 21st century“ für Nachwuchsforschende. Wir haben mit ihm über die Messung wissenschaftlichen Erfolgs gesprochen und darüber, welche Aussagekraft die dabei verwendeten Metriken in Zeiten der Digitalisierung haben. Weiterlesen