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Freie Bildungsmaterialien in Deutschland – OER-Konferenz 2013

Am 14. und 15. September 2013 veranstaltet Wikimedia Deutschland gemeinsam mit zahlreichen Partnern und Unterstützern in Berlin die erste OER-Konferenz:


 

Die Konferenz zum Thema Freie Bildungsmedien (Open Educational Resources) wird als Kombination aus Fachkonferenz und BarCamp veranstaltet und bietet deutschsprachigen Akteuren die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung. Das Programm umfasst Fachvorträge und Projektpräsentationen, im Rahmen des OERcamps werden außerdem diverse Workshops stattfinden.

Themenschwerpunkte sind:

  • OER in Gesellschaft und Politik
  • OER in anderen Ländern
  • OER in Praxis, Projekten und Forschung
  • OER – Anleitungen, Tipps & Tricks
  • OER – Qualität und Zugänglichkeit
  • OER – Finanzierung und Rahmenbedingungen

Dabei werden alle Bildungsbereiche von der Schule bis zum – auch informellen – lebenslangen Lernen einbezogen.

Das Projekt #PB21, das die Konferenz in Form einer Medienpartnerschaft begleitet, hat im Vorfeld einen WebTalk veranstaltet, in welchem die Tagungsveranstalter Ausblicke auf die Konferenz gaben.

werkstatt.bpb.de wird Teile der Konferenz via Livestream übertragen.
Aktuelle Informationen sind außerdem über Twitter (#OERde13, #OERcamp13) und Facebook verfügbar.
 

Thematische Hintergrundinformationen:
Zum Einlesen ins Thema OER bietet der Deutsche Bildungsserver diverse Informationsseiten.
 

Replik von Prof. Eckhard Klieme und Prof. Manfred Prenzel auf die PISA-Kritik von Prof. Hans Brügelmann

In einem Gastbeitrag in der Zeit vom 13.01.2011 kritisierte Prof. Hans Brügelmann die Wirkung von PISA auf die Schulpraxis: “Pisa macht die Schulen nicht besser”. PISA habe sich zwar trotz gewisser Einschränkungen der Aussagekraft der Daten – die Kategorien, mit denen sich Daten einer derart großen Stichprobe statistisch verarbeiten lassen, seien zu grob, um die Vielfalt relevanter Bedingungen zu erfassen – als Motor für die Reformdiskussion im Schulsystem erwiesen. Wenig ergiebig seien die Befunde jedoch für diejenigen, die vor Ort mit einzelnen Schülern zu tun haben.
Am 27.01.2011 veröffentlichte die Zeit eine Replik von Prof. Eckhard Klieme, Sprecher des nationalen PISA-Konsortiums, und Prof. Manfred Prenzel: “Doch, Pisa hilft den Schulen”.

Audioaufzeichnung der Podiumsdiskussion „Sozialwissenschaftliche Forschung und Bildungspolitik“, 2. November 2009, DIPF Frankfurt

Am 2. November 2009 lud die Gesellschaft zur Förderung Pädagogischer Forschung (GFPF) in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und der Deutschen Gesellschaft für Bildungsverwaltung (DGBV) zu einem Bildungspolitischen Gespräch ein.

Diskutiert wurde das Verhältnis, in welchem Bildungsforschung und Bildungspolitik zueinander stehen, bzw. die Bedeutung, welche die sozialwissenschaftliche Forschung neben den politischen Machtverhältnissen, Normen und Werten der Gesellschaft und ökonomischen Argumenten für Bildungsreformen hat. Kann die Bildungsforschung mit ihren empirischen Ergebnissen (struktur-)politische Konsequenzen fordern? Sollte die Bildungspolitik häufiger auf die Forschung zurückgreifen?

Die Expertenrunde setzte sich zusammen aus:

  • Professor Eckhard Klieme vom DIPF, auf deutscher Seite maßgeblich für die internationale Schulleistungsstudie PISA verantwortlich,
  • Professor Ludwig von Friedeburg, lange Zeit Direktor des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt, der als hessischer Kultusminister Anfang der 1970er Jahre zum Beispiel mit seinen Ideen zur Gesamtschule entscheidende Anstöße in der Bildungspolitik gab,
  • Professor Helmut Fend, bis 2006 Ordinarius für Pädagogische Psychologie an der Universität Zürich,
  • Professor Klaus Klemm lange Zeit Inhaber der erziehungswissenschaftlichen Professur für empirische Bildungsforschung und Bildungsplanung an der Universität Duisburg-Essen, bis Ende 2006 Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der PISA-Studien sowie im Beirat für die deutsche Bildungsberichterstattung.
  • Moderation: Professor Heinz Elmar Tenorth, Professor für Historische Erziehungswissenschaft am Institut für Allgemeine Pädagogik der Humboldt-Universität zu Berlin.

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