@BIBB_nachhaltig kapert den Twitter-Account des Deutschen Bildungsservers

Twitter-Take over @DBS_20 am 8. Oktober 2019

Am 8. Oktober 2019 übernimmt das Team der „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE)” beim Bundesinstitut für Berufsbildung @BIBB_nachhaltig für einen Tag den DBS-Twitter-Account

Steckbrief „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung“ beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn.

Das BBNE-Team am BIBB: Marcel Werner, Barbara Hemkes, Ülkü Gülkaya, Christa Tengler, Christian Melzig, Julia Bazoune, Verónica Fernández Caruncho (v.l.n.r.)

Wer gehört alles zum Team?

Das BBNE-Team im BIBB besteht derzeit aus sieben Personen. Wir haben drei wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen: Dr. Verónica Fernández Caruncho, Marcel Werner und Teamleiter Christian Melzig. Sie betreuen die Modellversuche zur BBNE, bearbeiten Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Nachhaltigkeit in der Berufsbildung, schreiben wissenschaftliche Publikationen oder stellen die Ergebnisse auf Tagungen oder bei internationalen Delegationen vor. Dazu kommen Christa Tengler, unsere Expertin für Finanzen und Zuwendungsrecht, und Julia Bazoune, ohne die unsere Administration und Organisation nicht denkbar wäre. Ülkü Gülkaya ist die Fachfrau für Öffentlichkeitsarbeit und unter anderem mit unserer Website, unseren Broschüren oder Videos beschäftigt. Und natürlich die Leiterin unseres Arbeitsbereiches Barbara Hemkes. Sie ist eine anerkannte Expertin zur BBNE und wirkt in diversen nationalen Gremien mit, wie dem Fachforum Berufliche Bildung im Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Worüber twittern Sie bei @BIBB_nachhaltig normalerweise?

Bildung für Nachhaltige Entwicklung am BIBB, dem Bundesinstitut für Berufsbildung.

Zunächst nutzen wir Twitter, um Interessierte an unserer Arbeit teilhaben zu lassen. Die Modellversuche zur BBNE haben vielfältige Instrumente und Produkte entwickelt, die über unsere Homepage frei zugänglich sind. Das reicht von berufsspezifischen Lehr-Lern-Materialien bis hin zu ganzen Qualifizierungskonzepten mit Seminarunterlagen. Außerdem laden wir auch zu Veranstaltungen ein oder vernetzen uns mit Akteuren der Berufsbildungs-, Nachhaltigkeits- und Forschungs-Communities. Dabei retweeten wir auch gerne Beiträge von anderen, um diese Bereiche mit ihren unterschiedlichen Interessen und Sprachen näher zusammenzubringen. Beispielsweise haben unsere Follower aus dem IHK-Bereich oder Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen vielleicht sonst nicht so häufig Kontakt zu Klimaforscher/-innenoder NGOs, und umgekehrt. Aber wir versuchen auch, über den Tellerrand zu schauen und angrenzende Themen einzubinden, wie Einflüsse der Digitalisierung auf die Arbeitswelt oder gesellschaftliche Entwicklungen wie Fridays for Future. Twitter ist für uns also eine weitere Möglichkeit, um nicht im „closed shop“ zu arbeiten, was wir für die Wissenschaft generell als sehr wichtig empfinden.

Was ist am Thema „Nachhaltige Bildung“ so interessant?

Aus- und Weiterbildung kann ein großer Hebel für nachhaltige Entwicklung sein, denn Innovationen beispielsweise zu erneuerbaren Energien werden vor allem durch berufliche Facharbeit realisiert. Die Berufsbildung muss dafür die nötigen Kompetenzen vermitteln.

“Spannend ist, dass es nicht nur um die Vermittlung von Fachkenntnissen geht, sondern auch um Werte oder Zielkonflikte.”

Denn die Installation von Photovoltaik-Elementen könnten Auszubildende auch lernen, ohne sich deren Bedeutung für den Klimaschutz bewusst zu sein. BBNE ist damit auch Bewusstseinsbildung, ähnlich wie politische Bildung. Außerdem ist es immer wieder toll, die Potenziale zur Nachhaltigkeit der verschiedenen Berufe zu erleben. Denn jeder Beruf und jede Branche kann nachhaltig(er) werden, nicht nur die sogenannten „grünen Berufe“. Einzelhändler können zum Beispiel die Gewohnheiten der Verbraucher durch ihr Sortiment beeinflussen oder ihre Waren nachhaltiger transportieren lassen. Wir arbeiten aber auch mit Chemieunternehmen, Hotels, Bäckern oder Stuckateuren zusammen, da lernt man immer wieder etwas Neues. Und gerade die Auszubildenden bringen sehr viel Interesse und Potenzial für das Thema mit.

Was gefällt Ihnen am Deutschen Bildungsserver – und an seinem Twitter-Account?

Der Bildungsserver bietet sehr viel Nützliches und Interessantes für alle, die im weitesten Sinne mit Bildung zu haben. Sehr schön ist die übersichtliche Einteilung nach Bildungsbereichen, also Berufliche Bildung oder Hochschulbildung. Aber auch übergreifende Themen wie „Bildungsforschung“ werden behandelt. Pro Bereich gibt es dann grundlegende Informationen wie zur Ausbildereignung oder der Struktur des Ausbildungssystems, aber auch Aktuelles zur Integration von Geflüchteten oder OER-Materialien – auch BBNE ist da vertreten. Diese Mischung aus Nachschlagewerk und aktuellen Infos macht den Bildungsserver für viele sehr hilfreich. Der Twitter-Account spiegelt diese Vielfältigkeit wider und hat nicht zu Unrecht knapp 12.000 Follower, wobei ja nicht mal jeder Bildungsserver-Nutzer auch auf Twitter angemeldet ist.

 Was reizt Sie am Take over des @dbs_20-Accounts?

Am 8. Oktober kapert das BBNE-Team den DBS-Twitter-Account.

Es ist immer gut, aus der eigenen Blase herauszukommen, denn das bringt meist nochmal ganz andere Rückmeldungen, die bei der eigenen Weiterentwicklung helfen. Das versuchen wir auch im analogen Arbeitsleben umzusetzen, in dem wir auf Ausbildertagen und wissenschaftlichen Fachtagungen präsentieren. Gerade zum Thema Nachhaltigkeit sind die Reaktionen manchmal gemischt: Viele halten es zwar für wichtig, wissen aber nicht, wie so ein abstraktes Thema wie Nachhaltigkeit in die Bildung integriert werden kann, ohne nur in allgemeine Appelle zu verfallen. Und genau da kommen wir ins Spiel. Wenn der Take over dazu beitragen kann, bei einigen das Verständnis von (beruflicher) Bildung für nachhaltige Entwicklung zu erhöhen, Interesse zu wecken und konkrete Orientierung zu bieten, dann ist doch schon viel erreicht.

Zu welchen Themen werden Sie twittern?

Wir werden primär zum Thema „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung“ twittern. Dabei wird betont, dass Nachhaltigkeit mehr ist als „nur“ Umwelt- und Klimaschutz, denn es geht dabei auch um soziale und wirtschaftliche Aspekte. Interessant ist sicherlich, was es für neue Materialien, innovative Projekte oder Best-Practice-Beispiele gibt, auch außerhalb unserer eigenen Arbeiten, und was davon für andere Bildungsbereiche hilfreich ist. Wir werden zeigen, wo man auch über den Bildungsserver Informationen erhält und wollen versuchen, mit den Followern ins Gespräch zu kommen. Vielleicht möchten auch manche wissen, was sich auf bildungspolitischer Seite so tut oder warum Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammengedacht werden sollten. Aber Twitter ist bei uns oft auch etwas spontan, daher freuen wir uns auf einen spannenden Tag.

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