Kategorie: Open Science and Education

Der digitale Wandel in Bildung und Wissenschaft verändert Kommunikations- und Arbeitsprozesse, sie werden offener, kollaborativer und vernetzter. Hier zeigen wir, welche Auswirkungen dies für einzelne Bildungsbereiche und Angebote der Informationsinfrastruktur hat.

Ländergemeinsame inhaltliche Anforderungen an das Lehramtsstudium

Die Kultusministerkonferenz hat in ihrer 323. Plenarsitzung in Saarbrücken beschlossen, dass Lehramtsstudiengänge zukünftig in Deutschland verbindliche Studieninhalte haben sollen und untereinander von den Ländern anerkannt werden.

Pressemitteilung der Kultusministerkonferenz zur 323. Plenarsitzung
Ausschnitt der Pressemitteilung zur Vereinheitlichung von Lehramtsstudiengängen

elearningpapers Nr. 10 (2008): Offene Bildungsressourcen

In der eben erschienenen Ausgabe der eLearning Papers elearningpapers Nr. 10: Offene Bildungsressourcenwerden in fünf von Gast-Herausgebern ausgewählten Arbeiten die organisatorischen, sozialen, kulturellen, pädagogischen und technischen Aspekte der offenen Bildungsressourcen (Open Educational Resources, OER), insbesondere der OER-Implementierung, ergründet.
Offene Bildungsressourcen (OER) sind Lern- und Lehrmaterialien, die unter Lizenzen, die die Verwendung, Veränderung und Verbreitung der einzelnen Elemente erlauben, für jedermann kostenlos angeboten werden. Die weltweite OER-Bewegung bietet mit zahlreichen nutzergenerierten Inhalten und der zugrunde liegenden Web 2.0-Technologie zahlreiche Vorteile und Chancen für Lehrkräfte, Autoren, e-Learning-Fachleute, Entwickler und Inhaltsanbieter und nicht zuletzt auch für die Lernenden.

Eine neue Führungskultur in Schulen im Blick

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) druckt heute (05.09.) unter dem Titel „Alle Macht den Schulleitern!“ einen Auszug aus dem neuen Buch („Von der Pflicht zu führen. Neun Gebote der Bildung“) von Bernhard Bueb ab, der lange Jahre das Internat Schloss Salem leitete.

Buebs zentrale These lautet, dass eine neue Führungskultur in Schulen benötigt wird, um den Bildungsnotstand in Deutschland zu beheben. Dazu müssen sich Lehrer und Eltern politisch verbünden.

Nachtrag:
Die FAZ beschäftigt sich erneut in einem Artikel mit den Ideen von Bernhard Bueb, der schon vor zwei Jahren mit „Lob der Disziplin“ für eine Erziehung zu mehr Selbstdisziplin und Verantwortung plädierte und sich gegen Erziehungsmethoden antiautoritärer Herkunft wandte..
Heute nun fasst Gesine Hindemith in der FAZ (Stellt den Lehrer in die Mitte der Debatte!) die Kernidee des neuen Buchs „Von der Pflicht zu führen“ so zusammen, dass es auf die Lehrer und ihr Berufsverständnis aber auch ihr Verständnis von Erziehung ankommt. Dieser Blick wird vielen aber verstellt durch die Aussicht auf ein sicheres verbeamtetes Berufsleben. Deswegen fordert Bueb auch die Abschaffung des Beamtenstatus für Lehrer.
Die FAZ hat zu den Themen von Bernhard Bueb zusätzlich ein Informations- und Diskussionsforum aufgelegt, um eine Debatte über den Lehrerberuf zu initiieren.