8. März 2012: Internationaler Frauentag

08.03.2012 Hirschmann Abgelegt in Allgemein, Bildungspolitik, Chancengleichheit, Frau, Gender, Gleichstellung, Internationaler Frauentag, Mann, Politik, Politische Bildung | Kommentieren » |

Die Abteilung UN Women der Vereinten Nationen widmet 2012 den Internationalen Frauentag dem Thema “Frauen im ländlichen Raum stärken – Hunger und Armut beenden”.
Frauenverbände und Gewerkschaften in Deutschland beschäftigen sich mit den Auswirkungen der Finanzkrise in Europa auf die Gleichstellungspolitik und wollen deshalb “Heute für morgen Zeichen setzen” .
Ein Dossiser zum Internationalen Frauentag 2012 beim Deutschen Bildungsserver bietet Informationen zu den Aufrufen und Hinweise auf Aktionen und Veranstaltungen.
Außerdem werden aktuelle Texte und Studien vorgestellt.  Besonders interessant: Alle Ausgaben des politischen Magazins “EMMA”, die seit 1977 erschienen sind, stehen jetzt komplett online zum kostenfreien Stöbern und Forschen zur Verfügung.

Die Redaktion von “Bildung + Innovation” – dem Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen – sprach in dem Beitrag
“Wir brauchen die Quote”
mit Henny Engels, Geschäftsführerin des Deutschen Frauenrates, darüber warum der Internationale Frauentag so wichtig ist und über die Forderungen des Deutschen Frauenrates für die Gleichstellung von Frauen und Männern.

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Bildung und Begabung: Interview mit DIPF-Professor Eckhard Klieme

25.11.2011 Blees Abgelegt in Begabung, Bildung, Bildungsforschung, Bildungspolitik, DIPF, Evaluation, Schule, Stifterverband, Vidcast | Kommentieren » |

In der Interviewreihe “Bildung und Begabung – Treibhäuser der Gesellschaft” des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft ist Professor Eckhard Klieme vom DIPF interviewt worden. Der Bildungsforscher äußert sich zur zentralen Steuerung von Bildung, zur benötigten Zeit für Entscheidungen im Bildungssystem auf verschiedenen Ebenen sowie zur Frühförderung und den Übergängen von Schulen ins Berufsleben.

Bildung und Begabung: Treibhäuser der Gesellschaft I from Stifterverband on Vimeo.

Einige zentrale Aussagen des Interviews:

“Bildungspolitik wäre schlecht beraten, wenn sie genauso kurztaktig agieren würde, wie es beispielsweise ein Lehrer oder eine Schulleitung machen muss.”

“Das System der Schulinspektion, das G8-Gymnasium oder das Zentralabitur haben sich mit rasanter Geschwindigkeit in Deutschland verbreitet. Dazu braucht man keine Bundesregierung, die so etwas vorgibt. Das gucken sich die Länder untereinander ab.”

“Für mich als Bildungsforscher ist es schon fast erschreckend, mit welcher Geschwindigkeit sich solche Reformen automatisch durchsetzen, weil jeder mitmachen will, bevor jemand systematisch untersucht hat, was es denn für Konsequenzen hat. G8 ist zum Beispiel nie systematisch evaluiert worden.”

“Die zentrale Instanz muss Freiheiten schaffen, Ressourcen bereitstellen, kompetente Unterstützung gewährleisten, und sie muss ein Evaluationssystem schaffen, das Feedback ins System bringt. Nicht mehr. Und aufhören, immer neue Schulformen zu erfinden.”

“Die Probleme liegen stärker an den Rändern des Schulsystems: In der Frühförderung muss mehr getan werden. In diesem Bereich gibt es nach wie vor riesigen Nachholbedarf.”

“Relativ viel Zeit vergeht nach der Schule, ohne wirklich die Jugendlichen produktiv voranzubringen. An dieser Schwelle entsteht ganz viel an sozialen Unterschieden. Eine ganz wichtige Aufgabe von Schulen ist die Berufsvorbereitung.”

Siehe auch: Artikel zu “Bildung und Begabung” und zum Online-Portal Begabungslotse im Online-Magazin Bildung plus Innovation.

CC-LizenzDieses Werk bzw. Inhalt steht unter einer
Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz

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Neue Kommission erarbeitet weltweite Standards für die duale Berufsausbildung

29.09.2011 Achenbach Abgelegt in Berufsbildung, Bildung, Bildungsforschung, Bildungspolitik, Internationaler Vergleich, Internationalisierung | Kommentieren » |

Das duale Berufsausbildungssystem wird weltweit immer mehr genutzt und feiert eine Art Renaissance, während Initiativen, die darauf abzielen die berufliche Bildung zu deregulieren deutlich an Popularität verlieren. Auch Bundespräsident Christian Wulff betonte in seiner Rede auf dem BIBB-Berufsbildungskongress am 19. September 2011 in Berlin die hohe Wertschätzung, die dem deutschen dualen System und der Qualität der deutschen Berufsabschlüsse entgegengebracht werde: “Hier brauchen wir den internationalen Vergleich nicht zu scheuen. Während andere Länder mit zum Teil hohen Jugendarbeitslosigkeitsquoten zu kämpfen haben, ist diese in Deutschland niedrig.”

Das Forschungsnetzwerk International Network on Innovative Apprenticeship (INAP) - dem mehr als 100 internationale Wissenschaftler angehören – hat auf seiner diesjährigen Konferenz in China (26./27. Mai 2011 – Peking) die INAP Commission:Architecture Apprenticeship gegründet.  Diese neu eingerichtete Kommission – unter Vorsitz des Bremer Bildungsforschers Professor Felix Rauner – will der Gefahr der ungleichen Ausbildungsqualitäten entgegenwirken. So soll sie in den kommenden zwei Jahren internationale Standards für die duale Berufsausbildung erarbeiten. Die Ergebnisse werden 2013 auf der INAP Konferenz  in Südafrika vorgestellt.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
FG Berufsbildungsforschung (i:BB)
Prof. Dr. Felix Rauner
E-Mail: rauner@uni-bremen.de

URL: http://www.ibb.uni-bremen.de/

 

 

 

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Betriebliche Berufsausbildung im Fokus – DEQA-VET lädt ein zur Jahresfachtagung

15.09.2011 Achenbach Abgelegt in Berufsbildung, Bildungspolitik, Europa, Internationaler Vergleich, Tagung | Kommentieren » |

Am 26. Oktober 2011 findet im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) die dritte DEQA-VET-Jahresfachtagung statt. Unter dem Titel “Qualitätssicherung in der betrieblichen Bildung – Impuls für die Zukunft” treffen Berufsbildungsfachlaute aus Politik und Wirtschaft zusammen.

Im Mittelpunkt der Tagung stehen die qualitätssichernden Aspekte des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) sowie die Rolle und Funktion der Berufsbildungsausschüsse bei der Qualitätssicherung. Außerdem wird die Frage der Konvergenz des europäischen Qualitätssicherungsprozesses (EQAVET) mit dem nationalen Ziel der beruflichen Bildung, die berufliche Handlungsfähigkeit, diskutiert.

Obwohl sich die Tagung auf den betrieblichen Teil der Berufsausbildung fokussiert, ist sie auch interessant für Vertreterinnen und Vertreter der Berufsschulen (Hintergrund: Lernortkooperation).

Detaillierte Informationen zur Tagung und das Online-Anmeldeformular finden sich auf der Website der Deutschen Referenzstelle für Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung (DEQA-VET) unter http://www.deqa-vet.de/de/1944.php .

 

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“Bildung auf einen Blick 2011″ vorgestellt!

14.09.2011 Joerg M. Abgelegt in Bildungspolitik, Hochschule, Internationaler Vergleich | 2 Kommentare » |

Am Dienstag den 13.09.2011 wurde die jährlich erscheinende Studie “Bildung auf einen Blick 2011″ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vorgestellt.
Die Studie liefert Ergebnisse zu bildungspolitischen Fragen aus einer internationalen Perspektive. In diesem Zusammenhang wurde ermittelt, dass der Anteil von Personen, die ein Studium an einer Universität oder  Fachhochschule aufnehmen, von 26 % im Jahr 1995 auf 40 % im Jahr 2009 gestiegen ist. Die Absolventenquote im Hochschulbereich hat sich für den selben Zeitraum von 14 auf 28 % in Deutschland sogar verdoppelt.
Erhoben wurde auch, dass höhere Bildung sich lohnt. 86,4 % der Hochschulabsolventen waren im Jahr 2009 erwerbstätig. Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich im vorderen Mittelfeld.
Der Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben am gesamten öffentlichen Haushalt ist ebenfalls zwischen 1995 und 2008 von 8,6 % auf 10,4 % gestiegen. Der internationale Vergleich zeigt auch hier, dass der Anstieg im OECD-Durchschnitt erheblich geringer ausfiel.

Weitere Informationen:

Veröffentlichung der KMK:  „Bildung auf einen Blick“ – Wesentliche Ergebnisse der Ausgabe 2011 für Deutschland (12 Seiten, PDF-Dokument)
Gesamtbericht “Bildung auf einen Blick 2011″,
(613 Seiten, PDF-Dokument)
Pressemitteilung
(Langfassung) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Veröffentlichung von Bildung auf einen Blick 2011
Bildung auf einen Blick 2011 – Methodische Informationen zum internationalen Vergleich
Dossier zum OECD-Bildungsbericht 2011 im Online-Magazin “Bildung + Innovation”

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Forschungslandkarten visualisieren Standorte der empirischen Bildungsforschung

12.09.2011 AV Abgelegt in Bildungsforschung, Bildungspolitik, BMBF, Erziehungswissenschaft, Forschung, Wissenschaft | Kommentieren » |

Das Portal zum BMBF-Rahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung bietet eine neue Informationsmöglichkeit: Mittels Forschungslandkarten können sich die Nutzerinnen und Nutzer schnell und unkompliziert einen Überblick über die im BMBF-Rahmenprogramm geförderte Forschungslandschaft der empirischen Bildungsforschung verschaffen.
Forschungslandkarten BMBF-Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung
Eine Übersicht über alle Forschungsschwerpunkte findet sich unter www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de/forschungslandkarten.html, einen Überblick über die einzelnen Forschungsschwerpunkte erhält man durch Anklicken der einzelnen Schwerpunkt-Karten. Mit einem Klick auf ein Kästchen können detaillierte Informationen über die einzelne Institution aufgerufen werden.

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Bildungsmonitor 2011

22.08.2011 Joerg M. Abgelegt in Bildung, Bildungspolitik, Chancengleichheit | Kommentieren » |

Die im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln vorgelegte Vergleichsstudie “Bildungsmonitor 2011” sieht wie im Vorjahr Sachsen mit dem leistungsfähigsten Bildungssystem auf Platz 1. Zum achten Mal wurde der Bildungsmonitor erstellt, der die Leistungsfähigkeit der Bildungssysteme der Bundesländer vergleicht.
Besondere Fortschritte lassen sich bei den Bildungschancen erkennen. Die Zahl der Ganztagsplätze an Grundschulen ist seit der Jahrtausendwende um 470.600 gestiegen. Die Zahl potenzieller Bildungsverlierer, die die Schule vorzeitig abbrechen oder ohne Berufsabschluss bleiben hat sich ebenfalls verringert. Auch die Quote der Hochschulabsolventen ist gestiegen. Allein 124.000 davon in den MINT-Fächern.

Weitere Informationen:
Pressemitteilung
Kurzbericht der Studie
Gesamtstudie

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“Keine Schule für alle” (Inklusive Bildung die Zweite)

15.08.2011 Joerg M. Abgelegt in Bildungspolitik, Chancengleichheit, Diskussion, Inklusive Bildung | 1 Kommentar » |

Unter dem Titel “Keine Schule für alle” hat Christian Geyer sich mit einer Rezension zu Bernd Ahrbecks Veröffentlichung “Der Umgang mit Behinderung” in der Inklusionsdebatte in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zu Wort gemeldet.
Geyer leitet damit ein, dass er den Vertretern des Inklusionsbegriffs im gesellschaftlichen Umgang mit Behinderung vorwirft, sie würden Behinderungen wegdiskutieren und sonderpädagogischen Förderbedarf negieren. Es soll an dieser Stelle zwar nicht bestritten werden, dass die Positonen in der Diskussion um den gesellschaftlichen Umgang mit behinderten Menschen sich verhärtet haben, dies betrifft aber beide Seiten. Denn auch Herr Geyer macht seine Position sehr deutlich, indem er bei der Begrifflichkeit der Integration bleibt.
Wie ich in meinem letzten Beitrag zu diesem Thema in diesem Blog erläutert habe, geht der Ansatz der Integration davon aus, dass die zu integrierenden außerhalb der Gesellschaft stehen. Der Ansatz der Inklusion erkennt an, dass behinderte Menschen als Teil der Vielfalt der Gesellschaft betrachtet werden müssen. In diesem Sinne kann wirkliche Teilhabe nur stattfinden durch inklusive Bildung, was implizit auch inklusive Beschulung meint. Eine solche Option der Teilhabe behinderter Menschen an der Gesellschaft dient wahrscheinlich auch der Verbesserung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Andersartigkeit, zumindest käme es auf einen Versuch an. Zu einem solchen Versuch hat man sich politisch in Deutschland mit der Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention (BRK) entschieden. Es geht nunmehr darum, dass die abstrakten Ziele der BRK eine gelebte Umsetzung erfahren. Auch für die Gesellschaften anderer europäischer Länder ist dies scheinbar kein Problem, für Herrn Geyer und Herrn Ahrbeck scheinbar schon, da sie den Inklusionisten völlig richtig unterstellen, sie würden die schulischen Trennungsprozesse, die sie für den besseren Weg der schulischen Bildung behinderter Kinder und Jugendlicher gerade auch für die Betroffenen selbst halten, mit einem Ausstoßungsmodus assoziieren. Denn welche andere gesellschaftliche Wahrnehmung als diese könnte Sonderbeschulung denn ausdrücken? Inklusion behinderter Menschen kostet die Gesellschaft Kraft und Mühen, die Gesellschaft muss nur akzeptieren, diese auf sich zu nehmen und lernen, dass das Argument der gezielteren Fördermöglichkeiten in Sonderschulen auch immer mit der bewussten gesellschaftlichen Ausgrenzung der Problematik von Behinderungen einher geht. Ziel kann aus Sicht behinderter Menschen jedenfalls nicht sein, dass man im gesellschaftlichen Umgang mit Behinderung in Deutschland weiter macht wie bisher, weil es sich gut bewährt hat. Bewährt hat sich daran aus Sicht der Gesellschaft nur die Bequemlichkeit mit dem Problem nicht behelligt zu werden, insofern sollte man auch nicht so tun, als würde man, wenn man so handelt, immer nur das Beste für behinderte Menschen im Sinn haben.

Lesermeinungen zum Beitrag von Christian Geyer in der FAZ

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