Bund und Länder erhöhen Mittel für Bildungsforschung

04.02.2010 Joerg M. Beitrag in der Kategorie Bildungsforschung, IGLU, PISA | Kommentieren » |

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Kultusministerkonferenz (KMK) haben sich schon am 02.02.2010 darauf verständigt, wie zukünftig Bildungsforschung und -monitoring gestärkt werden wird (zur Pressemitteilung).

2,6 Millionen Euro im Jahr sollen mehr dafür ausgegeben werden. Die nationalen und internationalen Vergleichsstudien (z.B. PISA, IGLU) sollen nunmehr durch das Institut für Qualitätsentwicklung in der Bildungsforschung (IQB) koordiniert werden. Um eine Monopolisierung der Bildungsforschung in diesem Bereich zu vermeiden, wird die PISA-Studien künftig von einem Verbund namhafter Bildungsforschungsinstitute durchgeführt. Dem PISA-Verbund werden die Technische Universität München (TUM), das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt am Main und das Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) in Kiel angehören.

Darüber hinaus haben sich Bund und Länder auch darauf verständigt, den ebenfalls unter Federführung des DIPF erstellten Bericht “Bildung in Deutschland” zu verstetigen.

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„Twitter-Chat“ zu Learntec-Themen mit DIPF und DBS

02.02.2010 Blees Beitrag in der Kategorie Bildungsportal, E-Learning, Erwachsenenbildung, Fachinformation, Kongress, Medienkompetenz, Web 2.0 | Kommentieren » |

Besucher des DIPF-Standes (Deutsches Institut für internationale pädagogische Forschung) auf der Learntec finden dort nicht nur Informationen und Angebote des Deutschen Bildungsservers und seine Partnerportale zur Bildungsinformation mit dem Themenschwerpunkt „Wege zur Beratung“: Unter dem Hashtag #DipfLt2010 können die Besucher und alle anderen am Thema Lernen und IT Interessierten ihre Fragen, Kommentare und Hinweise beim Mikroblogging-Dienst Twitter eingeben. Insbesondere Besuchern der Vorträge „Open Access im Bildungsbereich“ (12:40-13.10 Uhr) und „Spezialisierte Suchmaschinen für die Erwachsenenbildung/Weiterbildung“ (16:10-16.40) am Dienstag im Kundenforum der Learntec wird auf diese Weise die Gelegenheit geboten, während oder nach einem Vortrag ihr Feedback zu den Vortragsthemen auf Twitter zu geben.
Für das Chatten auf Twitter gibt es den Webdienst http://tweetchat.com, der die Chat-Kommunikation durch eine Reihe von Funktionen erleichtert, wie z.B. das automatische Einfügen des passenden Twitter-Hashtags im zugehörigen Chat-Room. Hier kann man auch ohne eigenen Twitter-Account einen Chat verfolgen. Für den Twitter-Chat des Deutschen Bildungsservers zur Learntec lautet die Adresse des Chatrooms: http://tweetchat.com/room/DipfLt2010 . Wer sich mit den Anmeldedaten des eigenen Twitter-Accounts bei Tweetchat anmeldet, erhält ein Eingabeformular für eigene Chat-Beiträge und kann die erwähnten Zusatzfunktionen von Tweetchat nutzen.

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Gutachten über das Recht auf inklusive Bildung

01.02.2010 Joerg M. Beitrag in der Kategorie Bildungspolitik, Chancengleichheit, Inklusive Bildung, Menschen mit Behinderung | Kommentieren » |

Nach einem neuen Gutachten von Prof. Dr. Eibe Riedel zur Wirkung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung auf das deutsche Schulsystem, welches von der Elterinitiative „Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam leben gemeinsam lernen Nordrhein-Westfalen“ (zur Pressemitteilung) und dem Sozialverband Deutschland (SoVD) (zur Pressemitteilung) in Auftrag gegeben wurde, haben behinderte Kinder sofort das Recht, gemeinsam mit nicht behinderten Kindern eine allgemeine Schule zu besuchen. Dieser Anspruch gilt für das einzelne Kind unabhängig von anders lautenden Schulgesetzen.

D.h., dass Bund und Länder zügig inklusive Bildung verwirklichen und dafür auch Qualitätsmaßstäbe festlegen müssen. Dies ist besonders wichtig, da Deutschland ohnehin in der Schulbildung für behinderte Kinder hinterherhinkt und im europäischen Vergleich mit einer Integrationsquote von 15,7 Prozent den letzten Platz belegt.

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, begrüßt das Gutachten und forderte die Länder auf, Vorkehrungen für hochwertige inklusive Bildung zu treffen (zur Pressemitteilung).

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Zufriedenheit und Wohlbefinden von Eltern

29.01.2010 Joerg M. Beitrag in der Kategorie Befragung, Eltern, Familienpolitik | Kommentieren » |

Die Stiftung Ravensburger Verlag hat erste Ergebnisse der von ihr in Auftrag gegebenen Studie “Elterliches Wohlbefinden” präsentiert.
Ganz allgemein wurde die familiäre und berufliche Situation von Eltern in Deutschland, ihre subjektiven und objektiven Zukunftserwartungen an Politik und Gesellschaft sowie ihre Grundprinzipien und Werte erfragt. Dazu geht das Konzept des elterlichen Wohlbefindens von einem komplexen Zusammenspiel der Dimensionen materielles Wohlbefinden, Wohlbefinden in den Bereichen Erwerbstätigkeit, Gesundheit und Persönlichkeit, sozialer Netzwerke, Bildung und Familienpolitik aus.
Eine erste Auswertung der Ergebnisse ist in der Zusammenfassung der Studie zu finden. Die Veröffentlichung mit allen Ergebnissen soll Ende 2010 erscheinen.

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Deutscher Bildungsserver auf der Learntec 2010, 2.-4.2.2010, Karlsruhe: kostenlose Tageseintrittskarten erhältlich

21.01.2010 Hirschmann Beitrag in der Kategorie Allgemein, Berufliche Weiterbildung, Berufsbildung, Bildungsportal, E-Learning, Erwachsenenbildung, Fachinformation, Internet, Medienkompetenz, Open Access, Web 2.0, Weiterbildung, Wiki | Kommentieren » |

Am Stand des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) können sich Interessierte auf der Learntec 2010 in Karlsruhe über den Deutschen Bildungsserver (DBS) und seine Partnerportale informieren. Unter dem Motto: „Wege zur Beratung“ helfen Redakteurinnen und Redakteure bei Fragen zu Angeboten wie dem InfoWeb Weiterbildung, dem Informationssystem Medienpädagogik (ISM) oder dem Einsatz von Web 2.0-Technologien im Rahmen des DBS weiter.
Das Informationsangebot findet sich am Standplatz B8 in der Halle 1.

Am Dienstag, dem 2.4.2010, ist das Institut zudem mit zwei Vorträgen vertreten. Von 12:40 bis 13:10 Uhr gibt Thomas Oerder, Diplom-Informationswirt am DIPF, einen Überblick zu Open-Access-Publikationen im Bildungsbereich. Im Bereich Open Access ist das DIPF mit dem fachlichen Dokumentenserver pedocs aktiv, der von Verlagen freigegebene Veröffentlichungen der Bildungsforschung und der Pädagogik sammelt. Von 16:10 bis 16:40 Uhr informiert Doris Hirschmann zu „Suchen mit spezialisierten Suchmaschinen“ und stellt dabei auch den Relaunch des InfoWeb Weiterbildung vor.

Auch in diesem Jahr erhalten die ersten 30 Interessenten, die sich per E-Mail bei Christine Schumann vom Referat Kommunikation des DIPF (schumann@dipf.de) melden, Zugang zum passwortgeschützen Teil des Internetauftritts der Learntec und können sich dort für eine kostenlose Tageseintrittskarte registrieren.

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Gründe für den Studienabbruch

15.01.2010 Joerg M. Beitrag in der Kategorie Diskussion, Hochschule, Studierende | Kommentieren » |

Im Projektbericht „Ursachen des Studienabbruchs in Bachelor- und in herkömmlichen Studiengängen“ hat das Hochschul-Informations-System (HIS) Ursachen für den Studienabbruch ermittelt.
Damit liegen zum ersten Mal repräsentative Daten zu den Ursachen und Motiven des Studienabbruchs in den Bachelor-Studiengängen an deutschen Hochschulen vor. Im OECD-Ländervergleich liegt Deutschland mit einer Studienabbruchquote von 21 % im unteren Mittelfeld
31 % der Studienabbrecher scheitern aus Gründen der Überforderung, wobei hier 20 % auf Leistungsprobleme und 11 % auf Prüfungsversagen entfallen. 19 % der Befragten führten Probleme der Studienfinanzierung als Grund an. Und noch 18 % brechen ein Studium aufgrund mangelnder Studienmotivation ab. Darüber hinaus kommt es zu einer zeitlichen Verlagerung des Abbruchs im Vergleich von Bachelor- und traditionellen Studiengängen. der Studienabbruch findet zu einem erheblich früheren Zeitpunkt statt.

Weitere Informationen bietet auch die Pressemitteilung des HIS zum Projektbericht.

20.01.2010 Diskussion:
Ein notwendiger Diskussionsbeitrag zur Studie des HIS ließ nicht lange auf sich warten! Jürgen Kaube stellt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) unter dem Titel “Der Zahlenglaube der Hochschulpolitik” die wie in Stein gemeißelten Zahlen der HIS-Studie als unbezweifelbare Grundlage für hochschulpolitisches Handeln in Frage.

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Studie zur Bildungsbeteiligung von Kindern von 3 bis unter 6 Jahren in den westdeutschen Bundesländern vorgestellt

06.01.2010 Joerg M. Beitrag in der Kategorie Chancengleichheit, Frühkindliche Bildung, Kinderbetreuung, Menschen mit Migrationshintergrund | Kommentieren » |

Die Bertelsmann Stiftung hat den Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme zur Bildungsbeteiligung von drei- bis unter sechsjährigen Kindern in Westdeutschland vorgelegt. Danach besuchen Kleinkinder mit Migrationshintergrund in Westdeutschland noch zu selten Kindertages- oder vergleichbare Bildungs- und Betreuungseinrichtungen.
Die Teilhabequote von drei- bis sechsjährigen Kindern mit Migrationshintergrund liegt insgesamt bei 84 Prozent. Betrachtet man die westdeutschen Bundesländer im einzelnen, so wird schnell deutlich, dass einige Länder erhöhten Bedarf in der Herstellung von Chancengleichheit haben. Dass Schlusslicht Schleswig-Holstein macht auch im Vergleich zur Bildungsbeteiligung von Kindern ohne Migrationshintergrund keinen guten Eindruck. Während hier 91 Prozent der drei- bis sechsjährigen ohne Migrationshintergrund eine Kindertageseinrichtung besuchen, sind es nur 60 Prozent der Kinder mit Migrationsgeschichte. Wie sich im Fall von Schleswig-Holstein die Einführung eines Betreuungsgeldes auswirken würde (siehe dazu auch den Blogbeitrag “Diskussion um Betreuungsgeld“), möchte man sich lieber nicht vorstellen.

Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung
Grafik über die Bildungsbeteiligung von Kindern von 3 bis unter 6 Jahren – westdeutsche Bundesländer (452 KB)

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Deutschland verschenkt enormes Wachstum durch schlechte Bildung

21.12.2009 Joerg M. Beitrag in der Kategorie Bildung, Bildungspolitik, Chancengleichheit | Kommentieren » |

Eine von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegebene Studie stellt fest, dass Deutschland durch seine große Zahl an unzureichend gebildeten Schülern ein enormes Wachstumspotenzial verschenkt. Das Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) errechnet ein entgangenes Wirtschaftswachstum von rund 2,8 Billionen Euro in den kommenden achtzig Jahre – der Lebensspanne heute geborener Kinder. Eine Bildungsreform sollte die Zahl der “Risikoschüler” reduzieren, um langfristige volkswirtschaftliche Effekte zu erreichen.

Pressemitteilung zur Studie
Ausgewählte Reformvorschläge zur Verringerung der Zahl der Risikoschüler

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