Kategorie: Open Data

Seit DFG und BMBF in ihren Förderrichtlinien dazu verpflichten, erhobene Forschungsdaten zur möglichen Nachnutzung aufzubereiten und zu archivieren ist das Thema nicht mehr wegzudenken. Wir berichten über Angebote, Erfahrungen und Schwierigkeiten im Umgang mit Forschungsdaten.

Archivierung und Langzeitverfügbarkeit von Forschungsdaten

Open Data in der Bildungsforschung (5)

DAS WORT HAT Prof. Dr. Achim Oßwald, der am Institut für Informationswissenschaft der TH Köln vor allem Bibliotheks- und Informationswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ausbildet (Master in Library and Information Science). Bei der Langzeitarchivierung von Forschungsdaten sind laut Prof. Oßwald vor allem drei Aspekte wichtig: Die Motivation der Forschenden, ihre Forschungsdaten überhaupt bereit zu stellen, Forschungsdaten über Metadaten zu dokumentieren und die Bereitschaft der Serviceeinrichtungen zu arbeitsteiligem und kooperativem Handeln. Um die Langzeitverfügbarkeit digitaler Publikationen zu gewährleisten, sieht er vor allem die Politik gefordert.

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„Die NEPS-Studie ist eine große Investition, die für viele Forschungsfragen interessante Daten bietet.“

Forschungsdatenzentren stellen sich vor (3): Das FDZ des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe

Das Forschungsdatenzentrum des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (FDZ-LIfBi) stellt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Erhebungsdaten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) zur Verfügung, des größten sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekt im Bereich der empirischen Bildungsforschung, das jemals in Deutschland durchgeführt wurde. In der Panelstudie werden die Teilnehmenden über einen längeren Zeitraum hinweg begleitet – so kann untersucht werden, welche Bildungswege Menschen einschlagen, wie sich Kompetenzen entwickeln und welche Rolle unterschiedliche Einflussfaktoren spielen. Die NEPS-Studie startete mit ca. 60.000 Befragungspersonen aus verschiedenen Altersgruppen und weiteren ca. 40.000 Kontextpersonen wie Eltern, Lehrkräften und Schulleitungen.

INTERVIEW mit Dr. Daniel Fuß, Arbeitsbereichsleiter des Forschungsdatenzentrums (FDZ) am LIfBi. Wir sprachen mit ihm über den Datenbestand an sich, über Nutzergruppen und Themen und natürlich über wichtige zukünftige Entwicklungen im FDZ. Weiterlesen

„Die Verfügbarkeit bereits vorhandener Datenbestände könnte mehr Systematik in die qualitative Forschung bringen“

Zur Nachnutzung von Daten der qualitativen Bildungs- und Biographieforschung

Open Data in der Bildungsforschung (4)

INTERVIEW Dr. Robert Kreitz ist Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Methoden der Bildungsforschung an der TU Chemnitz und Sprecher der Kommission Qualitative Bildungs- und Biographieforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Am Rande des gemeinsam von DIPF, Verbund Forschungsdaten Bildung und DGfE ausgerichteten Workshops „Machbarkeit qualitativer Sekundärforschung“ Anfang November in Frankfurt/Main sprachen wir mit ihm über die Position der DGfE und über die Besonderheiten – und Chancen – der Archivierung von qualitativen Daten der Bildungsforschung. Weiterlesen

Über das Zusammenwirken von Wissenschaft, Daten und Bildung

Ingo Blees und Luca Mollenhauer, Informationsstelle OER

Open Science-Konferenz 2017 zeigt viele Facetten von Openness auf

Vom 20. bis 22 März trafen sich über 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Open Science Konferenz 2017 in Berlin. Die vom Leibniz Forschungsverbund Science 2.0 bereits zum vierten Mal ausgerichtete Konferenz fand dieses Jahr eine so große Resonanz, dass sie bereits Wochen vorher ausgebucht war. Ingo Blees und Luca Mollenhauer hatten die Gelegenheit bei der #OSC2017 die Informationsstelle OER  zu präsentieren und sie mit den anderen Konferenzteilnehmern zu diskutieren. Neben der klassischen Netzwerk-Arbeit – neue Kontakte knüpfen und alte vertiefen, gemeinsam über Kooperationsmöglichkeiten nachdenken – fanden sie noch die Zeit, uns einige interessante Eindrücke aus der thematisch so weit gespannten Konferenz aufzuschreiben. Weiterlesen

Was haben Bildungsforscher davon, ihre erhobenen Daten zu veröffentlichen?

Prof. Dr. Katrin Rakoczy, DIPF

„Bei Anfragen nach Forschungsdaten verweise ich jetzt einfach ans FDZ Bildung“

Open Data in der Bildungsforschung (3)

FRAGEN AN Prof. Dr. Katrin Rakoczy, Wissenschaftlerin in der DIPF-Abteilung Bildungsqualität und Evaluation. In der Anfangsphase des Forschungsdatenzentrums Bildung hat sie die Datenbestände des DFG-Projekts „Unterrichtsqualität und mathematisches Verständnis in verschiedenen Unterrichtskulturen“, kurz „Pythagoras-Projekt“ an das FDZ Bildung übergeben. Sie findet die Idee einer zentralen Datendokumentation bestechend, der Nachnutzung bestehender Datenbestände steht sie allerdings eher kritisch gegenüber. Weiterlesen

Wie funktioniert das mit der Nachnutzung von Forschungsdaten?

May Jehle, Goethe-Universität Frankfurt

Open Data in der Bildungsforschung (2)

FRAGEN AN May Jehle, die für ihre Promotion Videobestände des Forschungsdatenzentrums Bildung (FDZ Bildung) nachnutzt. May Jehle hat Datenbestände nicht nur genutzt, sondern sich gleichzeitig auch als Datenlieferantin betätigt – sie hat dem FDZ Bildung nämlich dabei geholfen, den Bestand an historischen Unterrichtsaufzeichnungen zu erschließen und zu erweitern. Weiterlesen

Her mit den Datenbeständen!

Das FDZ Bildung garantiert Forschenden Rechtssicherheit, Auffindbarkeit und Arbeitsersparnis

Open Data in der Bildungsforschung (1)

Seit 2012 können Bildungswissenschaftler/-innen die in ihren Projekten erhobenen Daten im Forschungsdatenzentrum Bildung (FDZ Bildung) zur Nachnutzung archivieren lassen – mitsamt den für die Erhebung notwendigen Instrumenten – oder aber die dort dokumentierten Daten selbst für eine Sekundäranalyse nutzen. INTERVIEW mit Maike Porzelt und Dr. Marius Gerecht. Die beiden erklären, um welche Forschungsdaten und -instrumente es sich  handelt, was die Forschenden davon haben, und wie das mit der Aufbereitung der Datenbestände genau funktioniert. Weiterlesen