OER-Schulbuch via Crowdfunding

17.01.2013 Blees Abgelegt in Creative Commons, Open Educational Resources, Schule, Unterrichtsmaterial, Web 2.0, Wiki | Kommentieren » |

Das Projekt Schulbuch-O-Mat will das erste offene und freie elektronische Schulbuch Deutschlands publizieren – ohne Urheberrecht, alles frei zu verwenden und zu kopieren (unter der Creative Commons-Lizenz CC BY). Als Pilotprojekt ist ein Biologiebuch für die Klassenstufe 7/8 geplant, das mit dem Berliner Lehrplan konform sein und im Schuljahr 2013/2014 vorliegen soll. Die meisten Inhalte sollen bundesweit im Biologieunterricht der Sekundarstufe I verwendet werden können. Im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne wurde hierzu über 10.000 Euro Basiskapital gesammelt. Es haben sich 30 freiwillige Autor/innen, Wissenschaftler und Medienexperten zusammengefunden, um das Buch zu konzipieren, verfassen und wissenschaftlich zu begleiten, sogar mit Unterstützung des bmukk. Das eingesetzte Autorenwerkzeug ist eine modifizierte MediaWiki-Plattform namens Loop, die vom Lübecker oncampus bereit gestellt wird, eine iBooks-Version und eine App mit Quiz und Lernkartei sind ebenfalls vorgesehen. Nachdem in letzter Minute das Startkapital zusammengekommen ist, darf die Entwicklung dieses Graswurzelprojekts weiter gespannt verfolgt werden, u.a. auf Twitter.

Weitere Infos:

Video: Schulbuch-o-mat, CC-BY,
Music by “Revolt” (Remix Music) / CC-BY 3.0, http://soundcloud.com/remix_music

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Beitragsreihe Wikis in der Lehre der Impulswerkstatt Lehrqualität im Juni/Juli 2012

21.06.2012 RT Abgelegt in Hochschule, Social Media, Web 2.0, Wiki | Kommentieren » |

Die Impulswerkstatt Lehrqualität der Universität Freiburg versteht sich als Netzwerk für innovative und qualitätsorientierte Lehre und bietet mit einem Weblog Lehrenden aller Hochschulen die Möglichkeit, sich zum Thema Lehre auszutauschen. Aktuell werden in der Beitragsreihe Wikis in der Lehre die Einsatzmöglichkeiten von Wikis beim Blended-Learning, der zeitliche Aufwand und erste Schritte der Umsetzung diskutiert. Vorgestellt wird z. B. das MediaeWiki – ein Wiki für Inhalte der Mediävistik von Bent Gebert, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Germanistische Mediäevistik am Deutschen Seminar der Universität Freiburg. Bei diesem Lehrmodell schreiben Studierende online Texte und redigieren gegenseitig. Mit dem Hinweis auf dieses Lehrkonzept wird die Frage gestellt, wo noch über Wikis in der Lehre diskutiert oder es Beiträge zum Thema gibt. Erwähnenswert erscheint in diesem Zusammenhang etwa die Übersicht über Veranstaltungen und Projekte mit Einsatz Neuer Medien in der Lehre an der Universität Frankfurt.

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Deutscher Bildungsserver und DIPF auf der Didacta 2010, 16.- 20.3.2010, Köln, Halle 9.1, Stand A069 – Gutscheine für kostenlose Tageseintrittskarten bereits vergriffen!

04.03.2010 Hirschmann Abgelegt in Allgemein, Berufliche Weiterbildung, Berufsbildung, Bildung, Bildungsbericht, Bildungsforschung, Bildungspolitik, Bildungsportal, E-Learning, Erwachsenenbildung, Forschung, Lebenslanges Lernen, Lehrerberuf, Medienkompetenz, Mediennutzung, Open Access, Web 2.0, Weiterbildung, Wiki, Wissenschaft, Wissensmanagement | 1 Kommentar » |

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Bildungsservers sind auch in diesem Jahr auf der Bildungsmesse Didacta in Köln präsent und zeigen allen Besuchern gerne die Angebote und Nutzungsmöglichkeiten des Deutschen Bildungsservers und seines Portalverbunds. Beispielsweise werden Themen wie Berufliche Bildung, Erwachsenenbildung, Weiterbildung, Medienkompetenz und Web 2.0 sowie Portale wie “Bildung weltweit” und “Lesen weltweit” vertreten sein.

Zu den folgenden Vorträgen aus den Bereichen Bildungsinformation und Bildungsforschung des DIPF sind alle Interessierten sehr herzlich eingeladen:
Am Mittwoch, den 17.3.2010 von 15.00-15.45 Uhr, Konferenzraum G / CC Nord, wird Doris Hirschmann einen Vortrag zu „Suchen mit spezialisierten Suchmaschinen“ halten und dabei auch den Relaunch des InfoWeb Weiterbildung vorstellen – der Suchmaschine des Deutschen Bildungsservers für Weiterbildungskurse.

Am Donnerstag, den 18.03.2010 von 13.00-13.45 Uhr, Konferenzraum G / CC Nord, wird Dr. Ute Paulokat einen Vortrag zu “Open Access Publikationen im Bildungsbereich” halten.

Am Freitag, den 19.03.2010 von 13.00-13.45 Uhr, Konferenzraum G / CC Nord, wird Dr. Nathalie Fischer den Vortrag “Ganztagsschulen – Schulform für ein sozial gerechteres Bildungssystem?” halten.
Eine Übersicht zu den Vorträgen und Themen finden Sie hier
http://www.bildungsserver.de/link/dbs_didacta_2010

Die angebotenen Gutscheine für kostenlose Tageseintrittskarten sind inzwischen vergriffen!

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Deutscher Bildungsserver auf der Learntec 2010, 2.-4.2.2010, Karlsruhe: kostenlose Tageseintrittskarten erhältlich

21.01.2010 Hirschmann Abgelegt in Allgemein, Berufliche Weiterbildung, Berufsbildung, Bildungsportal, E-Learning, Erwachsenenbildung, Fachinformation, Internet, Medienkompetenz, Open Access, Web 2.0, Weiterbildung, Wiki | Kommentieren » |

Am Stand des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) können sich Interessierte auf der Learntec 2010 in Karlsruhe über den Deutschen Bildungsserver (DBS) und seine Partnerportale informieren. Unter dem Motto: „Wege zur Beratung“ helfen Redakteurinnen und Redakteure bei Fragen zu Angeboten wie dem InfoWeb Weiterbildung, dem Informationssystem Medienpädagogik (ISM) oder dem Einsatz von Web 2.0-Technologien im Rahmen des DBS weiter.
Das Informationsangebot findet sich am Standplatz B8 in der Halle 1.

Am Dienstag, dem 2.4.2010, ist das Institut zudem mit zwei Vorträgen vertreten. Von 12:40 bis 13:10 Uhr gibt Thomas Oerder, Diplom-Informationswirt am DIPF, einen Überblick zu Open-Access-Publikationen im Bildungsbereich. Im Bereich Open Access ist das DIPF mit dem fachlichen Dokumentenserver pedocs aktiv, der von Verlagen freigegebene Veröffentlichungen der Bildungsforschung und der Pädagogik sammelt. Von 16:10 bis 16:40 Uhr informiert Doris Hirschmann zu „Suchen mit spezialisierten Suchmaschinen“ und stellt dabei auch den Relaunch des InfoWeb Weiterbildung vor.

Auch in diesem Jahr erhalten die ersten 30 Interessenten, die sich per E-Mail bei Christine Schumann vom Referat Kommunikation des DIPF (schumann@dipf.de) melden, Zugang zum passwortgeschützen Teil des Internetauftritts der Learntec und können sich dort für eine kostenlose Tageseintrittskarte registrieren.

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Die Top 100 Tools for Learning 2009

26.11.2009 Hirschmann Abgelegt in E-Learning, Erwachsenenbildung, Internet, Kommunikation, Medienkompetenz, Mediennutzung, Open Access, Web 2.0, Weiterbildung, Wiki | Kommentieren » |

Jane Hart – Beraterin für Social Media & Learning und Gründerin des Centre for Learning & Performance Technologies erstellt seit 2007 jährlich eine Liste der weltweit am häufigsten genutzten Lernwerkzeuge.
Trainer und Dozenten aus der ganzen Welt können 10 Computer- bzw. Internetanwendungen auf einer
Top 10 Tools List eintragen, die aus ihrer Sicht aktuell am liebsten zum Lernen und kommunizieren eingesetzt werden. Aus dieser Liste generiert Jane Hart dann die Liste der Top 100 Tools for Learning.
278 Trainer, Dozenten und andere Bildungsexperten haben sich 2009 an der Liste beteiligt und ihre Top 10 mitgeteilt.
Twitter rangiert in der Liste 2009 auf Platz 1, aber außer einem Ranking lassen sich in der Liste auch Trends ablesen, zum Beispiel stand slideshare 2007 noch auf Platz 31 dieser Liste, 2008 bereits auf Platz 20 und 2009 auf Platz 7.
Auch die Liste der Top 100 Tools for Learning 2009 ist als Slideshow aufbereitet und sowohl über die Seite des Centre for Learning & Performance Technologies als auch über slideshare erreichbar.

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Wiki-Plattformen für das Pädagogische Qualitätsmanagement an Deutschen Auslandsschulen und für die Deutschen Auslandsschulen in Afrika

30.07.2009 Blees Abgelegt in Auslandsschulen, Evaluation, Schule, Web 2.0, Wiki, Wissensmanagement | Kommentieren » |

Eine kollaborative Online-Arbeitsplattform bietet der Deutsche Bildungsserver mit seiner erprobten Wiki-Technologie den Prozessbegleiter/innen an, die im Auftrag der Zentralstelle für das Deutsche Auslandsschulwesen weltweit unterwegs sind, um die auswärtigen deutschen Schulen in Sachen pädagogische Qualitätsentwicklung und Qualitätsmanagement zu unterstützen. Insbesondere sollen Schulen bei der Umsetzung der im Rahmen des pädagogischen Qualitätsmanagements vorgegebenen Entwicklungsaufgaben und bei eigenen Entwicklungsvorhaben beraten und begleitet werden (Leitbild, Schulcurriculum, Schulprogramm, Unterrichtsentwicklung, Selbstevaluation, Peer Review, Bund-Länder-Inspektion, Schulischer Aktionsplan). Die Nutzer/innen können über die Wiki-Plattform im Sinne einer Groupware online Materialien austauschen, Teilprojekte und Arbeitspakete planen, Termine koordinieren, Themen erarbeiten, Ergebnisse mitteilen und diskutieren etc.

Wiki-Plattform für die Prozessbegleiter an Deutschen Auslandsschulen

Wiki-Plattform für die Prozessbegleiter an Deutschen Auslandsschulen

Die speziell auf den Bedarf der Prozessbegleiter/innen zugeschnittene Wiki-Arbeitsumgebung diente weiterhin als Modell für eine zweite Wiki-Plattform, die jetzt den Schulleitern, sowie den Qualitäts- und Fortbildungsbeauftragten für die Deutschen Auslandsschulen der Region Afrika-Subsahara als Instrument ihrer Online-Zusammenarbeit zur Verfügung steht. Zudem wird den Lehrern der betreffenden Schulen über dieses Instrument ein Einblick in den aktuellen Stand der Qualitätsentwicklung in der Region ermöglicht. Arbeits- und Informationsbereiche dieses Wiki sind: Selbstevaluation in Schulen, Peer-Review, Bund-Länder-Inspektion, Personalentwicklung und Fortbildung sowie Unterrichtsentwicklung nach dem KLUQ-Konzept (Kooperative Lernbeobachtung und Unterrichtsentwicklung – Qualitätsentwicklung in Schulen).

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BildungsWiki: Studierende der Uni Frankfurt arbeiten mit

27.04.2009 Blees Abgelegt in E-Learning, Hochschule, Medienkompetenz, Wiki, Wissenschaft | Kommentieren » |

BildungsWiki-LogoDas Wiki-Bildungslexikon ist nach dem erfolgreichen Pilotprojekt an der Universität Flensburg erneut als Arbeits- und Lernumgebung, diesmal in einer Lehrveranstaltung am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität in Frankfurt eingesetzt worden. Die Veranstaltung mit dem Thema „Erziehungstheorien: gestern und heute“ wurde unter der Leitung von Sieglinde Jornitz als Blended-Learning-Seminar durchgeführt. In den Online-Phasen erarbeiteten die Studierenden eine Reihe erziehungswissenschaftlicher Theorien bzw. Begriffe auf der Wiki-Plattform des Deutschen Bildungsservers, so entstanden die Artikel „Mündigkeit als Erziehungsziel“, „Antipädagogik“, „Erziehender Unterricht“ und „Erziehung vom Kinde aus“.
Zur gemeinsamen Begriffsarbeit konnten die Teilnehmer/innen in einem speziell für dieses Seminar eingerichteten, nur ihnen zugänglichen Bereich arbeiten, der die gesamte Funktionalität der Wiki-Plattform zur Verfügung stellt, den Studierenden aber eine geschützte Arbeitsatmosphäre bietet, in der sie ihr Thema gemeinsam entwickeln und es die entsprechenden Feedback- und Korrekturschleifen durchlaufen lassen können. Zugleich wird der Beitrag aber immer mit Blick auf die abschließende Online-Publikation im öffentlichen Teil des Wiki-Lexikons erarbeitet, was die Studierenden motivieren soll, sich mit dem gewählten Thema intensiver auseinanderzusetzen.

Wer daran interessiert ist, die Wiki-Plattform in der beschriebenen Form als Lernumgebung in der eigenen Lehrveranstaltung einzusetzen, kann sich gerne beim Deutschen Bildungsserver eingehender darüber informieren.

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Learntec 2009

12.02.2009 Blees Abgelegt in E-Learning, Erwachsenenbildung, Informelles Lernen, Kongress, Medienkompetenz, Web 2.0, Weiterbildung, Wiki, Wissensmanagement | Kommentieren » |

Die Teilnahme an der diesjährigen Learntec 2009 als Aussteller und Besucher der dreitägigen Fachmesse und des Kongresses für Bildungs- und Informationstechnologie bietet Gelegenheit hier über einige Eindrücke von der Karlsruher Messe zu berichten. Die Online-Angebote der Learntec selbst vermitteln bereits eine Fülle von Informationen. Zu finden sind dort der Schlussbericht der Learntec 2009 und viele interessante Momentaufnahmen des Messegeschehens in Form des Blogs oder von Podcasts und Vodcasts. Die Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH konzediert zwar einen moderaten Besucher- und Ausstellerrückgang, der aber auch etwas mit gekürzten Reise- und Messebudgets zu tun haben mag. Jedenfalls sieht sich die Learntec in ihrem Selbstverständnis weiterhin als “Leitmesse der Branche”. Allerdings soll die Learntec 2010 auch “nicht technologiebasierten Bildungsangebote” wie Studienberatung und Führungskräftetraining im Angebot haben. (Interessant ist hier im übrigen der Artikel “Was wird aus der LearnTEC?” im eLearning-Journal 02/08, Suchwort “Learntec”, dann gibt’s den Text als Suchergebnis an 2. Stelle auch online, leider ohne Direktlink.)

Im Rahmen der LEARNTEC Abendveranstaltung wurde der D-ELINA 2009 verliehen, der “Deutsche E-learning-innovations- und Nachwuchs-Award”, dessen Nominierungen in den Kategorien „Studierende“, „junge Berufstätige u. junge Wissenschaftler“ sowie “etablierte Anbieter u. Anwender” hier vorgestellt werden. Besonders interessant in unserem Kontext sind hier die beiden Einreichungen MyPaed, eine umfassende persönliche Studienumgebung, die speziell auf die Bedürfnisse von Pädagogikstudierenden zugeschnitten ist, und das Projekt “Begleitstudium Problemlösungskompetenz 2.0″ (Gewinner der 2. Kategorie), das Wege aufzeigt, um außercurriculares Lernen, z.B. selbstorganisierte Communities, im formalen Hochschulstudium zu verankern, und dazu u.a. E-Portfolios nutzt.

Der Vortrag von Andrea Back, Professorin am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität
St. Gallen, machte mit einer interessanten Form der Online-Diskussion bekannt: dem Blog-Carnival, laut Wikipedia “eine Blog-Veranstaltung, bei der ein Blog-Betreiber als Veranstalter ein bestimmtes Thema festlegt …, dieses als Blog-Beitrag veröffentlicht und die lesenden Blogger dazu auffordert, innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums (üblich ist ein Zeitraum von 1-4 Wochen) einen Artikel zu diesem Thema im jeweils eigenen Blog zu veröffentlichen und den Veranstalter entsprechend über die Veröffentlichung zu benachrichtigen.“. Die erste von ihr in ihrem Blog WissensWert veranstaltete Diskussionsrunde versammelt Antworten auf die Frage “Ist Wissensarbeit 2.0 traumhaft oder traumatisch?” Bisher Beitragende wie beispielsweise Gabi Reinmann, Jochen Robes oder Joachim Wedekind sind sicher keine Unbekannten in diesem Diskussionszusammenhang.

Vor dem Hintergrund seines konstruktivistischen Ansatzes ging Peter Baumgartner der Frage nach: “Ist Content wirklich king oder sind Anbieter, Anwender und Entscheider auf einem didaktischen Irrweg?” Aufgrund des die Auflösung schon nahelegenden Titels und natürlich seiner Ausführungen reicht die Produktion von bloßen Lerninhalten für den Erwerb von anwendbarem Wissen und Kompetenzen bei weitem nicht aus. Um Baumgartner aus seinem Blog zu zitieren: “Wenn wir Werkzeuge des Web 2.0 konsequent für E-Learning nutzen wollen, dann wird es zu einem Paradigmenwechsel kommen, dann wird Context der King.” Nach seiner Auffassung wird der Kontext auch eher durch Netzwerke von Personen gebildet als durch Verknüpfung von Inhalten. (IMHO werden die Relationen zwischen Artefakten nicht durch Relationen zwischen Personen bzw. Lernsubjekten abgelöst, sondern ergänzt, Inhalte erhalten durch die vielfältigen semantischen und intersubjektiven Verknüpfungen erst Relevanz für die Lernenden, Information (Content) wird dann zu bedeutsamem Wissen. Zu diesem Komplex der “significance” durch soziale Web-Anwendungen sei nochmals auf Michael Wesch’s Vorlesung “A Portal to Media Literacy” verwiesen.)

Im Zusammenhang des Moodle-Workshops wurde ein interessantes Lernangebot – natürlich auf Moodle-Basis – von der DLGI, der Dienst­leis­tungs­ge­sell­schaft für In­for­ma­tik, vorgestellt: das ECDL-Moodle. Hier gibt es nach der Registrierung frei zugängliche Lernmaterialen und Übungstests zu allen Modulen des “Europäischen Computerführerscheins” (ECDL). In Zusammenarbeit mit klicksafe.de, der Initiative für mehr Sicherheit im Netz, sind weitere 10 Kurse zum Thema Internetsicherheit entwickelt und in das ECDL-Moodle übernommen worden. Seit dem Online-Gang im Herbst 2008 gibt es mittlerweile ca. 19.000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer, die das Moodle zum Selbstlernen oder in Ihrem Unterricht einsetzen. Das ursprüngliche Konzept sieht vor, dass viele Nutzer, im Sinne von User Generated Content, Lernmaterialien zum Moodle beitragen sollten. Letztlich hat nur eine (zu 19.000!) wackere Lehrerin nahezu den gesamten Content dieser Plattform unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Für alle Schätze, die in den Schubladen und auf den Festplatten von Lehrenden schlummern, Unterichtsentwürfe, Materialien und Hinweise für deren Einsatz im Unterricht stehen zu den Themen “Weltliteratur” und “Klimawandel” zwei Wikis zum Teilen, Verbreiten und vermehrten Nutzen für die “teaching community” beim Deutschen Bildungsserver bereit.

Die Wiki-Angebote des Bildungsservers waren auch Thema des Vortrags von Anke Reinhold im Forum Corporate Expertise, hier allerdings unter der informations-wissenschaftlichen Perspektive des Testens und der Verbesserung der Usability von Wikis. Die Ausführungen zur Wiki-Usability (hier die Vortragsfolien), die vom Auditorium sehr interessiert aufgenommen wurden, werden im Tagungsband zum diesjärigen ISI (Internationales Symposium für Informationswissenschaft) nochmals nachzulesen sein. Überhaupt wurde das Thema Open Source und Social Software für die Zusammenarbeit, das Wissensmanagement und das organisationale Lernen auch in diesem Jahr wieder stark nachgefragt. Wie die Gespräche am Messestand zeigten, gibt es hier offenbar einigen Bedarf an “Wiki-Consulting” bzw. Beratung zur effektiven Verwendung von Web 2.0-Werkzeugen. Auch wenn das Web 2.0 noch nicht die Massen aktiviert hat, ist sicher von diesem Thema noch einiges im Bereich e-Learning und Bildungstechnologie zu erwarten. Wir sind gespannt auf die Learntec 2010 :)

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