Alle Artikel von Schumann

„Wir müssen schnell mit den Entscheidungsträgern ins Gespräch kommen“

Claudia Ratering am Whiteboard ein Fahrrad zeichnend

In Vereinen starten Beratungsprozesse zur Demokratiebildung selten mit den Personen, mit denen sie enden.

Demokratie und Bildung (6)

FRAGEN AN Claudia Ratering vom Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC), das gegen diskriminierendes Verhalten in der Gesellschaft ankämpft. Mit speziellen Bildungsformaten will es Menschen dafür sensibilisieren, sich selbst als aktive Akteure in der Gesellschaft zu begreifen und für Demokratie und gegen Diskriminierung vorzugehen. Anfangs mit dem Fokus auf den Schulbereich gegründet, strahlt die Arbeit des Netzwerks zunehmend auf andere Akteure wie Vereine, Wohlfahrtsverbände und Sportvereine ab. Wir haben Frau Ratering vor allem zur Demokratisierungsarbeit des NDC in Vereinen und Verbänden befragt. Weiterlesen

Partizipation ist für uns ein elementares demokratisches Prinzip

Sharepic mit Piratenschiff und Hinweis auf Twitter take over des Twitterkanals des deutschen Bildungsservers vom 2.-11. November 2020

Die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik kapert eine Woche lang den Twitter-Account des Deutschen Bildungsservers.

Vom 2. bis 11. November übernimmt ein Team der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V. (DeGeDe) @degede_de den Twitter-Account des Deutschen Bildungsservers @dbs_20. Weiterlesen

„Das systematische Vorgehen ist Voraussetzung für jedes Review-Format“

Porträtfoto Annika Wilmers

Das Dossier des Metavorhabens „Digitalisierung im Bildungsbereich“ als Beispiel für ein Critical Review

Systematic Reviews (2)

FRAGEN AN Dr. Annika Wilmers, die beim DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation die Review-Arbeiten des Metavorhabens „Digitalisierung im Bildungsbereich“ (Digi-EBF) koordiniert. Sie erklärt, was sich hinter dem Begriff der Systematic Reviews verbirgt, welche Arbeitsschritte damit verbunden sind und wie die Reviews des Metavorhabens aufgebaut sind. Weiterlesen

„Wir bieten Wissenschaftlern Zugang zu hochqualitativen Mikrodaten“

Halbporträt Jan Goebel, Leiter des FDZ des SOEP-Panels

Forschungsdatenzentren stellen sich vor (9): Das Forschungsdatenzentrum des Sozio-oekonomischen Panels am DIW Berlin (FDZ SOEP)

INTERVIEW mit Dr. Jan Goebel, Leiter des Forschungsdatenzentrums des Sozio-oekonomischen Panels. Das am DIW Berlin angesiedelte FDZ SOEP stellt Forschenden aus der ganzen Welt Scientific Use Files mit Daten aus den SOEP Panelbefragungen mitsamt den Zusatzstudien zur Verfügung. Die SOEP-Hauptbefragung erfasst unter anderem die Haushaltszusammensetzung sowie Berufsbiographie, Beschäftigung, Einkommen, Gesundheits- und Zufriedenheitsindikatoren der befragten Personen über die Zeit. Mit den seit 1984 erhobenen Daten wird der Wandel unserer Gesellschaft untersucht. Dabei geht es zum Beispiel um die Verteilung von Einkommen und Vermögen, aber auch um den Zugang zu Bildung oder Arbeit und die damit verbundenen Chancen und Risiken. Mit Jan Goebel sprechen wir unter anderem über die beiden Hauptstudien des SOEP und welche Möglichkeiten sie den Forschenden bieten. Weiterlesen

Mehr Übersicht im Forschungsfeld Digitalisierung und Bildung

Porträt Michael Kerres im Querformat

Was Systematic Reviews für Bildungsforschung und Bildungspraxis leisten

Systematic Reviews (1)

FRAGEN AN Michael Kerres. Er ist Professor für Mediendidaktik und Wissensmanagement an der Universität Duisburg-Essen und Mitherausgeber des mehrteiligen Reviews zur Digitalisierung in der Bildung, mit dem Forschungswissen zu digitaler Bildung synthetisiert und strukturiert wird. Der erste Band, der die Bedeutung des digitalen Wandels für die Aus- und Fortbildung des pädagogischen Personals beleuchtet, ist gerade erschienen. Ein Gespräch über die Relevanz von Reviews für Bildungsforschung und Bildungspraxis. Weiterlesen

„Wir brauchen eine Liste von No-Gos, um die schlimmsten Auswüchse pädagogischen Fehlverhaltens bewusst zu machen.“

Annedore Prengel schreibendam Arbeitstisch der Universität in Florenz

Demokratie und Bildung (5)

Kinder und Jugendliche zu Selbstachtung und Anerkennung der anderen anleiten.

INTERVIEW mit Prof. Annedore Prengel, die – nach langen Berufsjahren an verschiedenen Universitäten – seit 2013 als Seniorprofessorin an der Goethe-Universität Frankfurt/Main lehrt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Heterogenität in der Bildung, Pädagogische Beziehungen sowie Inklusion in KiTa und Schule. Im Interview erläutert sie, warum der Blick auf pädagogische Interaktionen für die demokratische Sozialisation von Kindern so wichtig ist, wie Regeln des wechselseitigen Respekts und der Selbstachtung vor Diskriminierung und Ausgrenzung schützen und was eine Kita tun kann, um soziale Regeln im Sinne der Demokratie zu vermitteln. Besonders wichtig sind ihr die gemeinsam mit einem Expertenkreis entwickelten und 2017 veröffentlichten „Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen“. Mit ihnen werden 10 Leitlinien formuliert, die eine menschenwürdige Gestaltung pädagogischer Beziehungen fördern. Weiterlesen

Berufsschulen für Demokratie und Vielfalt

Porträt Micheal Hammerbacher (privat)

Demokratie und Bildung (4)


Dieser Beitrag ist eine Zweitveröffentlichung aus der Zeitschrift “Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis” 4/2019, S. 34-35 des Bundesinstituts für Berufsbildung. Das Interview führte Arne Schambeck.


Interview mit Michael Hammerbacher, Leiter des Vereins für Demokratie und Vielfalt in Schule und beruflicher Bildung

Einrichtungen der beruflichen Bildung müssen demokratie- und menschenrechtsfeindlichen Haltungen und Handlungen entgegenwirken. In Berlin, Brandenburg und Hamburg bietet der »Verein für Demokratie und Vielfalt in Schule und beruflicher Bildung (DEVI e.V.)« Unterstützung bei der Bewältigung damit  verbundener Herausforderungen. Im Interview erläutert Michael Hammerbacher wie Berufsschulen und ihre Lehrkräfte diese Unterstützungsangebote nutzen. Weiterlesen

„Das Selbstverständnis von Lehramtsstudierenden ist fachdominiert und zu wenig auf Fragen der Persönlichkeitsbildung bezogen“

Halbporträt Prof. Wilfried Schubarth

Demokratie und Bildung (3)

Demokratiebildung sollte ein pädagogisches Handlungsfeld in einer der Praxisphasen der Lehrerausbildung sein

FRAGEN AN Wilfried Schubarth, Professor für Erziehungs- und Sozialisationstheorie an der Universität Potsdam, der sich schon seit den 90er Jahren mit Fragen der Lehrerbildung beschäftigt. Schubarth kam über das BLK-Programm „Demokratie lernen und leben“ zur Demokratiebildung, beschäftigte sich mit dem Thema Wertebildung und, damit einhergehend, wie Themen wie Rechtsextremismus und Gewalt in die Lehrerbildung integriert werden können. Ich habe ihn gefragt, welche Rolle und Bedeutung Lehrkräfte in der Demokratiebildung haben, welche Kompetenzen sie benötigen und wie man sie in der Lehrerausbildung am besten vermitteln kann. Weiterlesen

„Unser psychologiespezifisches Infrastrukturangebot orientiert sich konsequent am Forschungszyklus“

Halbporträt Roland Ramthun. Leiter der Archivierungs- und Veröffentlichungsdienste des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation.

Forschungsdatenzentren stellen sich vor (9): leibniz-psychology.org – Das Public-Open-Science-Institut für die Psychologie

INTERVIEW mit Roland Ramthun, dem Leiter der Archivierungs- und Veröffentlichungsdienste des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation, kurz ZPID. Das ZPID startete 1971 zunächst als klassische Dokumentations- und Informationseinrichtung, die Literaturnachweise für Wissenschaftlerinnen vermittelte. Danach dokumentierte es selbst psychologische Fachliteratur und machte diese über die Datenbank Psyndex öffentlich zugänglich. Um die Jahrtausendwende startete das ZPID mit dem Aufbau eines Forschungsdatenarchivs, dokumentierte und archivierte also Primärdaten ausgewählter psychologischer Forschungsprojekte und Daten zur Entwicklung psychologischer Testverfahren. Seit 2017 ist die überregionale Informationsinfrastruktur für Psychologie verstärkt dem Gedanken der Open Science verpflichtet und richtet die Angebote an einem idealtypischen Forschungszyklus aus. Weiterlesen

Es geht um die Anschlussfähigkeit von Wissen innerhalb und außerhalb der wissenschaftlichen Community

Dr. Benedikt Fecher

Open Science und Wissenschaftskommunikation   

„Wir tun so, als ob der wissenschaftliche Zeitschriftenartikel das einzige Medium ist, das Wissen enthalten und erzeugen kann“

INTERVIEW mit Benedikt Fecher, Forschungsprogrammleiter „Wissen & Gesellschaft“ am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, das Themen im Schnittfeld von Wissenschaft und Digitalisierung sowie Bildung und Digitalisierung behandelt. Fecher ist aktives Mitglied in der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Implikationen der Digitalisierung für die Qualität der Wissenschaftskommunikation“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Mitherausgeber des Blogjournals „Elephant in the lab“, das sich kritisch mit dem Wissenschaftssystem auseinandersetzt. Außerdem initiierte er die „Impact School: Science Transfer in the 21st century“ für Nachwuchsforschende. Wir haben mit ihm über die Messung wissenschaftlichen Erfolgs gesprochen und darüber, welche Aussagekraft die dabei verwendeten Metriken in Zeiten der Digitalisierung haben. Weiterlesen